MANILA – Das Bureau of Customs (BOC) hat nach dem tödlichen Schusswaffenvorfall an der Ateneo de Zamboanga University eine landesweite Bestandsaufnahme seiner dienstlich ausgegebenen Schusswaffen angeordnet. – klajoo.com – Hintergrund ist die Bestätigung, dass eine der vom minderjährigen mutmaßlichen Täter verwendeten Waffen seinem Vater als BOC-Bedienstetem dienstlich ausgegeben worden war.
Der Vater wurde während der laufenden Untersuchung von seinen Aufgaben entbunden. Die Maßnahme ist keine Feststellung eines persönlichen Fehlverhaltens, soll aber nach Angaben der Behörde eine unabhängige Untersuchung ermöglichen.
Eine Dienstwaffe und eine privat registrierte Waffe
Nach den inzwischen verfügbaren Angaben war eine der beiden Waffen dem Vater durch das Bureau of Customs ausgegeben worden. Die zweite Waffe war nach Behördenangaben eine auf ihn persönlich registrierte Schusswaffe.
Damit rückt neben der Tat selbst die Frage in den Mittelpunkt, wie ein Schüler der neunten Klasse Zugang zu den Waffen bekommen konnte und ob die vorgeschriebenen Regeln zur sicheren Aufbewahrung eingehalten wurden.
Das BOC kündigte an, nicht nur die Waffen selbst zu erfassen, sondern auch die dazugehörigen Mission Orders und die Einhaltung der internen Vorschriften zu überprüfen.
BOC erinnert Mitarbeiter an persönliche Verantwortung
Customs Commissioner Ariel Nepomuceno ordnete nach dem Vorfall eine umfassende Kontrolle sämtlicher ausgegebener Schusswaffen an. Die Behörde betonte, Bedienstete seien persönlich dafür verantwortlich, dienstliche Waffen sicher aufzubewahren und einen Zugriff durch unbefugte Personen zu verhindern.
Welche konkreten Konsequenzen der Fall für den Vater oder andere Verantwortliche haben wird, hängt von den laufenden Ermittlungen ab. Bislang steht vor allem fest, dass mindestens eine staatlich ausgegebene Waffe in die Hände eines Minderjährigen gelangte.
Aktueller Ermittlungsstand korrigiert frühe Angaben
Nach den späteren, übereinstimmenden Berichten von Polizei und Nachrichtenagenturen war der mutmaßliche Schütze ein Schüler der neunten Klasse; das getötete Opfer besuchte die zehnte Klasse. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.
Bei frühen Meldungen gab es unterschiedliche Angaben zu Zahl und Typ der Waffen sowie zum genauen Ablauf des Todes des mutmaßlichen Täters. Diese Details sollten deshalb nicht als abschließend geklärt dargestellt werden. Fest steht, dass der mutmaßliche Täter nach dem Angriff ebenfalls starb.
Fall wird zur Frage staatlicher Waffenkontrolle
Die landesweite Überprüfung beim Bureau of Customs erweitert die Bedeutung des Vorfalls über die Sicherheitsmaßnahmen einer einzelnen Schule hinaus. Wenn eine Dienstwaffe einer staatlichen Behörde von einem Minderjährigen verwendet werden kann, stellt sich die Frage, wie Ausgabe, Aufbewahrung und regelmäßige Kontrolle solcher Waffen organisiert sind.
Entscheidend wird sein, ob die BOC-Inventur lediglich bestätigt, dass Waffen und Unterlagen formal vorhanden sind, oder ob auch überprüft wird, wie die Waffen außerhalb des Dienstes tatsächlich gesichert werden. Ergebnisse der internen Untersuchung wurden bislang nicht veröffentlicht. – RM
Quellen:
- Bureau of Customs: „BOC Statement on the Shooting Incident at Ateneo de Zamboanga and Strengthened Firearm Accountability Measures“
- Philippine News Agency: „BOC orders nationwide inventory of service firearms after Zamboanga school shooting“
- PortCalls Asia: „Customs police relieved as probe underway on firearm used in school shooting“
- ABS-CBN News: „Gun issued to Customs officer used in Ateneo de Zamboanga shooting“
► 2 Schüler bei einer Schießerei auf dem Campus der Ateneo de Zamboanga University getötet







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