LUZON – Der Zeitpunkt wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich: Während Olongapo City noch mit den Folgen heftiger Monsunregenfälle und Überschwemmungen kämpfte, trafen sich am 13. August amerikanische Köche mit örtlichen Fischern, um ausgerechnet den alltäglichen Galunggong höherwertig zu verarbeiten und zu vermarkten. – klajoo.com – Die Veranstaltung fand im Driftwood Beach Resort in Barangay Barretto statt. Die US-Botschaft organisierte dort gemeinsam mit der Bankero and Fishermen Association einen kulinarischen Austausch und eine Schulung zur Verarbeitung des Fangs nach dem Anlanden.
US Culinary Envoy Edith Johnson und Souschef Jeren Schmidt aus Alaska zeigten unter anderem, wie Galunggong und Bangus geräuchert, haltbar gemacht und als höherwertige Produkte angeboten werden können.
Keine Luxusveranstaltung, sondern Schulung für zusätzliche Einkommen
Hinter der etwas kurios klingenden Meldung steckt damit mehr als der Versuch, einen philippinischen Alltagsfisch zum „Gourmetprodukt“ zu erklären. Ziel war, Fischern Möglichkeiten zu zeigen, wie sie einen größeren Teil der Wertschöpfung selbst übernehmen können.
Frischer Galunggong muss schnell verkauft werden und erzielt je nach Fangmenge und Marktlage schwankende Preise. Geräucherte, abgefüllte oder anderweitig verarbeitete Produkte sind länger haltbar und können mit höherer Marge verkauft werden. Die Veranstaltung gehörte zum US-Programm „Flavors of Freedom250“ und knüpfte an Projekte zur nachhaltigen Fischerei und zur Verbesserung der Einkommen von Küstengemeinden an.
Und ja: Olongapo hatte zu diesem Zeitpunkt noch Hochwasserprobleme
Die auffällige zeitliche Überschneidung ist tatsächlich real. Noch am 13. August veröffentlichten die örtlichen Katastrophenschutzstellen Warnungen vor möglichen beziehungsweise drohenden Überschwemmungen. Wasserstände an Brücken wurden weiter überwacht, und in den Tagen zuvor waren mehr als 500 Bewohner wegen Hochwassers evakuiert worden.
Gleichzeitig gab es am 13. August bereits Berichte, dass sich die Lage in Teilen der Stadt normalisierte und Straßen wieder passierbar wurden.
Einen Beleg dafür, dass das Driftwood Beach Resort selbst überflutet war oder dass die Teilnehmer durch überschwemmte Straßen zur Veranstaltung gelangen mussten, gibt es bislang nicht. Die Meldung ist deshalb weniger absurd, als es die zeitliche Kombination zunächst erscheinen lässt: Eine geplante Schulung für Fischer fand in einer Stadt statt, die sich gleichzeitig noch mitten in der Bewältigung einer schweren Hochwasserphase befand. – RM
Quellen:
- Philippine Daily Inquirer: In Olongapo, US chefs give humble ‘galunggong’ a gourmet twist
- Daily Tribune: US Embassy hold culinary exchange with Filipino fisherfolk association in Olongapo City
- Philippine Daily Inquirer: Over 500 Olongapo residents evacuated due to floods
- Olongapo City Disaster Risk Reduction and Management Office: Olongapo City Bridge Water Level as of 10:30 AM, August 13, 2026







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