Startseite » ADB erhöht Kredit für philippinische Gesundheitsreform auf 750 Millionen Dollar
Allgemein

ADB erhöht Kredit für philippinische Gesundheitsreform auf 750 Millionen Dollar

MANILA – Die Asian Development Bank (ADB) erhöht ihre Finanzierung für die philippinische Gesundheitsreform um 250 Millionen auf insgesamt 750 Millionen US-Dollar. Das Geld fließt als Kredit in das dritte Teilprogramm des „Build Universal Health Care Program“. – klajoo.com – Parallel stellt die Japan International Cooperation Agency (JICA) rund 188 Millionen Dollar bereit, nachdem ursprünglich etwa 130 Millionen Dollar vorgesehen waren.

Die Aufstockung ist keine zusätzliche Krankenhausspende, sondern Teil einer breiteren Entwicklungsfinanzierung für Reformen des Gesundheitssystems. Nach Angaben der ADB haben höhere Ölpreise und Lieferprobleme infolge des Konflikts im Nahen Osten den Finanzierungsbedarf der philippinischen Regierung erhöht. Die zusätzlichen 250 Millionen Dollar stammen aus einem Unterstützungsrahmen von bis zu 1,75 Milliarden Dollar, den ADB-Präsident Masato Kanda im Mai angeboten hatte.

Weniger Eigenzahlungen, aber weiterhin hoher Anteil

Ein wichtiger Maßstab für die Wirkung der Reform ist der Anteil der Gesundheitskosten, den Haushalte direkt aus eigener Tasche bezahlen. Nach ADB-Angaben sank dieser Anteil von 48,8 Prozent im Jahr 2019 auf 42,7 Prozent im Jahr 2024. Das ist ein Rückgang um 6,1 Prozentpunkte. Gleichzeitig zeigt der Wert, wie groß die Belastung weiterhin ist: Noch immer werden mehr als vier von zehn Peso der Gesundheitsausgaben unmittelbar von Haushalten getragen.

Genau deshalb ist die Ausweitung von PhilHealth-Leistungen zentral. Das Programm unterstützt nach Angaben der ADB die allgemeine Einschreibung in die staatliche Krankenversicherung und hat Leistungspakete für Primärversorgung, Notfallbehandlung und zusätzliche Medikamente erweitert. Außerdem sollen mehr Krankenhausbetten ohne zusätzliche Eigenbeteiligung verfügbar werden.

Versorgung auch außerhalb großer Kliniken

Die Reform setzt nicht nur auf Versicherungsleistungen. Mobile Gesundheitseinheiten, medizinische Notfallteams und kommunale Gesundheitsteams des Programms PuroKalusugan sollen insbesondere unterversorgte Gebiete erreichen. Hinzu kommen Leistungen, die stärker auf Gesundheitsbedürfnisse von Frauen sowie auf gesundheitliche Folgen extremer Wetterereignisse reagieren sollen.

Damit berührt das Programm eines der Grundprobleme des philippinischen Gesundheitssystems: Eine formale PhilHealth-Mitgliedschaft bedeutet nicht automatisch, dass medizinische Leistungen wohnortnah verfügbar sind oder vollständig bezahlt werden. In abgelegenen Gebieten fehlen teilweise Einrichtungen, Personal, Diagnostik und Medikamente. In Städten wiederum können Eigenanteile trotz Versicherung hoch bleiben.

Kredit muss an Reformfortschritt gemessen werden

Die Größenordnung der Finanzierung sollte deshalb nicht allein als Erfolg betrachtet werden. 750 Millionen Dollar sind ein erheblicher Kredit und erhöhen die Verpflichtungen des Staates. Entscheidend ist, ob die finanzierten Reformen die Eigenzahlungen weiter senken, Leistungen tatsächlich verfügbar machen und die Versorgung zwischen wohlhabenden Zentren und abgelegenen Regionen angleichen.

Der bisherige Rückgang der Eigenzahlungen um 6,1 Prozentpunkte seit 2019 ist ein messbarer Fortschritt. Dass Haushalte 2024 dennoch 42,7 Prozent der Gesundheitsausgaben selbst trugen, zeigt zugleich, warum die Universal-Health-Care-Reform noch weit vom Ziel einer weitgehend finanziell abgesicherten Versorgung entfernt ist.

Quellen: Asian Development Bank, Build Universal Health Care Program – Subprogram 3; The Philippine Star und weitere Berichte zur ADB-Aufstockung, 12./13. August 2026; JICA-Kofinanzierungsangaben der ADB. RM

Add Comment

Click here to post a comment