MANILA – Die philippinische Einwanderungsbehörde hat am Ninoy Aquino International Airport eine 50-jährige Filipina an der Ausreise gehindert, die nach Erkenntnissen der Kontrolle mutmaßlich ohne reguläre Vermittlung nach Russland arbeiten sollte. – klajoo.com – Die Frau gab zunächst an, für einen viertägigen Urlaub nach Bangkok zu fliegen.
Bei einer intensiven Befragung erklärte sie nach Angaben des Bureau of Immigration, kurz BI, dass Russland ihr eigentliches Ziel sei und sie dort eine Beschäftigung aufnehmen wolle.
170.000 Peso an Vermittler gezahlt
Die Reisende soll 170.000 Peso an Vermittler gezahlt haben, die ihre Anwerbung und Reiseroute organisiert hätten. Reguläre Beschäftigungsunterlagen und eine bestätigte Freigabe als Arbeitsmigrantin konnte sie demnach nicht vorlegen.
Sie wurde an den Inter-Agency Council Against Trafficking, kurz IACAT, übergeben. Dort sollen der Anwerbungsweg untersucht und geeignete Unterstützungsmaßnahmen angeboten werden.
Thailand als vorgeschobenes Reiseziel
Der Fall zeigt eine typische Drittstaatenroute. Angeworbene Personen reisen offiziell als Touristen in ein Land, für das die Einreise einfacher erscheint. Von dort sollen sie weiter zum tatsächlichen Arbeitsort gebracht werden.
Damit sollen die philippinischen Kontrollen für ausreisende Arbeitsmigranten umgangen werden. Betroffene erhalten häufig Anweisungen, Beschäftigungsabsichten zu verschweigen, Hotelbuchungen vorzulegen und eine erfundene Urlaubsreise zu schildern.
Warum die regulären Unterlagen wichtig sind
Die vorgeschriebenen Verfahren sollen prüfen, ob ein Arbeitsplatz tatsächlich existiert, der Vertrag Mindestanforderungen erfüllt und eine lizenzierte Vermittlungsagentur beteiligt ist. Außerdem erleichtern registrierte Unterlagen die Unterstützung durch philippinische Auslandsvertretungen und das Department of Migrant Workers, kurz DMW.
Wer ohne registrierten Vertrag und über einen Drittstaat ausreist, kann am Zielort ohne die versprochene Arbeit, ohne gültige Aufenthaltserlaubnis oder mit völlig anderen Arbeitsbedingungen konfrontiert werden. In besonders schweren Fällen drohen Zwangsarbeit, Einbehaltung des Passes und Schuldenabhängigkeit.
Nicht die Reisende ist die Hauptverantwortliche
Die Zurückweisung an der Grenze darf nicht als Bestrafung der betroffenen Frau verstanden werden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen sollten die Personen stehen, die Geld verlangten, falsche Angaben vorbereiteten und eine irreguläre Route organisierten.
Gleichzeitig können Ausreisekontrollen problematisch sein, wenn rechtmäßig Reisende aufgrund unklarer Kriterien lange befragt oder an der Reise gehindert werden. Die Behörden müssen deshalb konkrete Anhaltspunkte dokumentieren und Schutzmaßnahmen verhältnismäßig anwenden.
Jobangebote vor Zahlungen prüfen
Das DMW veröffentlicht Listen lizenzierter Vermittlungsagenturen und genehmigter Job Orders. Interessenten sollten Arbeitgeber, Agentur und Stellenangebot dort überprüfen, bevor sie Gebühren zahlen oder Reisedokumente übergeben.
Warnzeichen sind hohe Vorauszahlungen an Privatpersonen, Kommunikation ausschließlich über soziale Netzwerke, die Anweisung zur Ausreise als Tourist und eine Route über ein Land, das mit dem angeblichen Arbeitsplatz nichts zu tun hat.
Quellen: Bureau of Immigration; Inter-Agency Council Against Trafficking; Department of Migrant Workers; Philippine News Agency. RM







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