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Mindoro

In Baco ist mehr als jedes vierte Kleinkind wachstumsverzögert

MINDORO – Die landesweit wieder zunehmende chronische Unterernährung von Kindern zeigt sich in einzelnen Gemeinden noch deutlich stärker. – klajoo.com – In Baco in der Provinz Oriental Mindoro gelten 27,38 Prozent der Kinder im Alter von bis zu 59 Monaten als wachstumsverzögert.

Damit ist mehr als jedes vierte Kind unter fünf Jahren betroffen.

In absoluten Zahlen wurden in Baco 772 wachstumsverzögerte oder schwer wachstumsverzögerte Kinder erfasst.

Die Daten wurden vom National Nutrition Council der Region MIMAROPA bei einer gemeinsamen Sitzung regionaler Ernährungs- und Katastrophenschutzgremien vorgestellt.

Baco weist damit den höchsten Anteil unter den untersuchten Gemeinden Oriental Mindoros auf.

An zweiter Stelle folgt Gloria mit 20,34 Prozent beziehungsweise 660 betroffenen Kindern.

In San Teodoro wurden 19,16 Prozent oder 283 Kinder erfasst.

Bulalacao folgt mit 18,37 Prozent, Pinamalayan mit 15,91 Prozent.

Wachstumsverzögerung bedeutet, dass ein Kind im Verhältnis zu seinem Alter deutlich zu klein ist.

Sie entsteht meist nicht durch wenige Tage mit zu wenig Nahrung, sondern durch länger anhaltende Unterversorgung, wiederholte Infektionen oder eine Kombination verschiedener Belastungen.

Besonders entscheidend sind die Schwangerschaft und die ersten beiden Lebensjahre.

Fehlen in diesem Zeitraum ausreichend Energie, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, kann die körperliche und geistige Entwicklung dauerhaft beeinträchtigt werden.

Häufige Durchfallerkrankungen und andere Infektionen verschärfen das Problem, weil Kinder Nährstoffe schlechter aufnehmen und zusätzlich Energie verlieren.

Deshalb hängt chronische Unterernährung nicht allein davon ab, ob ausreichend Reis im Haushalt vorhanden ist.

Auch die Qualität und Vielfalt der Nahrung, sauberes Trinkwasser, Sanitärversorgung, Gesundheitsdienste und das Wissen über Säuglings- und Kleinkindernährung spielen eine Rolle.

Die neuen Daten aus Oriental Mindoro ergänzen den bereits veröffentlichten landesweiten Befund.

Auf den Philippinen stieg der Anteil wachstumsverzögerter Kinder unter fünf Jahren von 23,6 Prozent im Jahr 2023 auf 25,3 Prozent im Jahr 2025.

Damit nahm die chronische Unterernährung erstmals seit etwa zehn Jahren wieder zu.

Baco liegt nochmals gut zwei Prozentpunkte über diesem bereits hohen landesweiten Wert.

Der Vergleich ist allerdings nur eingeschränkt möglich.

Die kommunalen Zahlen können aus örtlichen Wiege- und Messprogrammen stammen, während landesweite Werte auf repräsentativen Erhebungen beruhen.

Unterschiedliche Erfassungsmethoden und Zeiträume können die Ergebnisse beeinflussen.

Die Größenordnung macht dennoch deutlich, dass Baco zu den besonders belasteten Gemeinden gehört.

Die Provinzregierung und örtliche Gesundheitsstellen haben bereits Ernährungs- und Informationsprogramme in abgelegenen Barangays durchgeführt.

Ende Mai fand unter anderem in Barangay Lantuyang in Baco ein Ernährungsprogramm für als mangelernährt identifizierte Kinder und ihre Familien statt.

Solche örtlichen Fütterungsaktionen können den unmittelbaren Zustand der Kinder verbessern.

Eine zeitlich begrenzte Essensausgabe allein reicht jedoch nicht aus, wenn Familien anschließend wieder keinen dauerhaften Zugang zu ausgewogener Ernährung besitzen.

Die Behörden wollen ihre Programme deshalb stärker auf die Gemeinden mit den höchsten Quoten konzentrieren.

Welche zusätzlichen Mittel Baco, Gloria, San Teodoro, Bulalacao und Pinamalayan erhalten, wurde bislang jedoch nicht vollständig aufgeschlüsselt.

Zu wirksamen Maßnahmen können Ernährungsangebote für Schwangere, Unterstützung beim Stillen, Zusatznahrung für Kleinkinder und die Behandlung akuter Mangelernährung gehören.

Ebenso wichtig sind Impfungen, Entwurmung, sauberes Wasser und die schnelle Behandlung von Durchfall und Atemwegserkrankungen.

Familien benötigen außerdem Einkommen oder verlässlichen Zugang zu Lebensmitteln.

In MIMAROPA erleben nach jüngsten Daten 35,1 Prozent der Haushalte eine moderate Ernährungsunsicherheit.

Weitere 2,9 Prozent sind schwer betroffen. Dort kommt es vor, dass Familienmitglieder einen ganzen Tag und eine Nacht nichts essen.

Diese Zahlen erklären einen Teil des regionalen Problems.

Eine Familie kann wissen, welche Lebensmittel gesund wären, aber trotzdem nicht genug Geld für Eier, Fisch, Gemüse, Milch oder andere nährstoffreiche Produkte besitzen.

Reine Ernährungsberatung kann fehlendes Einkommen deshalb nicht ersetzen.

In Oriental Mindoro laufen mehrere Programme parallel.

Mehr als 50.000 bedürftige Familien sollen Reis aus örtlicher Produktion erhalten.

Das DSWD bietet über das Walang-Gutom-Programm monatliche Lebensmittelguthaben von 3.000 Peso sowie Ernährungsberatung und Unterstützung für eine stabilere Erwerbsgrundlage.

Kommunale Gärten und Bauernorganisationen liefern Gemüse für einzelne Fütterungsprogramme.

Diese Maßnahmen können sich ergänzen.

Sie müssen aber gezielt jene Haushalte erreichen, in denen Schwangere und Kinder unter zwei Jahren leben.

Schulfütterungen beginnen für viele besonders gefährdete Kinder zu spät.

Wenn eine Wachstumsverzögerung bereits vor dem Schuleintritt entstanden ist, lässt sie sich häufig nicht mehr vollständig ausgleichen.

Deshalb ist die Zahl von 772 betroffenen Kindern in Baco nicht nur eine Bestandsaufnahme.

Sie zeigt, dass Prävention während Schwangerschaft, Säuglingszeit und früher Kindheit bisher nicht ausreichend funktioniert hat.

Die Behörden sollten künftig nicht nur berichten, wie viele Mahlzeiten oder Lebensmittelpakete verteilt wurden.

Entscheidend ist, ob der Anteil wachstumsverzögerter Kinder in den besonders betroffenen Gemeinden tatsächlich zurückgeht.

Dafür sind regelmäßig vergleichbare Messungen, transparente Gemeindeergebnisse und eine Auswertung der einzelnen Programme notwendig. – Quelle: National Nutrition Council MIMAROPA, Provincial Health Office Oriental Mindoro und Philippine Information Agency / RM

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