MANILA – Der philippinische Staat hat aus dem Verkauf zweier beschlagnahmter Bugatti Chiron insgesamt 205 Millionen Peso eingenommen. – klajoo.com – Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen blauen Bugatti Chiron aus dem Baujahr 2017 und einen roten Chiron aus dem Jahr 2019.
Beide Supersportwagen waren im Februar 2024 vom Bureau of Customs beschlagnahmt worden.
Nach Angaben der Zollbehörde fehlten ordnungsgemäße Einfuhrdokumente.
Die Fahrzeuge blieben anschließend mehr als zwei Jahre in staatlicher Verwahrung.
Mehrere öffentliche Versteigerungen fanden keine Käufer. Insgesamt scheiterten fünf Versuche, die Fahrzeuge auf diesem Weg zu veräußern.
Daraufhin wechselte die Zollbehörde zu einem ausgehandelten Verkauf.
Die Elite Garage Corporation gab als einziger Teilnehmer ein Angebot ab.
Für den Bugatti Chiron aus dem Jahr 2017 wurden 101,5 Millionen Peso bezahlt.
Der Bugatti aus dem Jahr 2019 erzielte 103,5 Millionen Peso.
Die Differenz zur exakten Gesamtsumme ergibt sich aus den detaillierten Verkaufspreisen und weiteren Beträgen innerhalb der Abrechnung.
Ein Bugatti Chiron gehört zu den teuersten und leistungsstärksten Serienfahrzeugen der Welt.
Das Modell besitzt einen Achtliter-Sechzehnzylindermotor mit vier Turboladern. Die Leistung liegt je nach Ausführung bei rund 1.500 PS.
Der Neupreis eines Chiron begann international bei mehreren Millionen US-Dollar. Zustand, Ausstattung, Wartung, Herkunft und rechtliche Dokumentation beeinflussen den Wiederverkaufswert jedoch erheblich.
Beschlagnahmte Fahrzeuge können nicht ohne Weiteres wie normal eingeführte Sammlerfahrzeuge bewertet werden.
Potenzielle Käufer müssen unter anderem prüfen, ob Zulassung, Ersatzteile, Wartung, Versicherung und spätere Ausfuhr problemlos möglich sind.
Dies könnte erklären, warum bei mehreren Versteigerungen kein akzeptables Gebot einging.
Der ausgehandelte Verkauf verhindert weitere Lager- und Bewachungskosten und wandelt die Fahrzeuge in Einnahmen für den Staat um.
Er wirft aber auch die Frage auf, ob der erzielte Preis angemessen war.
Die Zollbehörde sollte deshalb offenlegen, welche Mindestpreise und unabhängigen Bewertungen vorlagen und warum nur ein Unternehmen am ausgehandelten Verkauf teilnahm.
Die beiden Bugatti stehen nicht im Zusammenhang mit anderen zuletzt beschlagnahmten Luxusfahrzeugen aus Korruptions- oder Vermögensverfahren.
Sie wurden bereits 2024 wegen fehlender Einfuhrunterlagen sichergestellt.
Der Erlös soll nach der erforderlichen Genehmigung an die Staatskasse überwiesen und für staatliche Programme verwendet werden. – Quelle: Bureau of Customs und Department of Finance / RM
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