Startseite » Taifunopfer in Cebu erhalten erst Monate später finanzielle Hilfe
Cebu

Taifunopfer in Cebu erhalten erst Monate später finanzielle Hilfe

CEBU – Hunderte Familien in Cebu haben erst rund acht Monate nach dem Taifun Tino eine finanzielle Katastrophenhilfe der Provinz erhalten. – klajoo.com – Am 13. Juli zahlte die Provinzregierung an insgesamt 873 Betroffene aus Liloan und Compostela jeweils 10.000 Peso aus.

482 Empfänger kamen aus Liloan, 391 aus Compostela.

Zusätzlich erhielt jede Familie zehn Kilogramm Reis.

Der Taifun hatte Cebu bereits im November 2025 getroffen. Besonders in Liloan verursachten schwere Überschwemmungen Todesopfer und großflächige Schäden.

Die aktuelle Zahlung ist Teil mehrerer Hilfsrunden, die die Provinzregierung im Juli 2026 in verschiedenen Gemeinden durchführte.

Weitere Zahlungen gingen unter anderem an Familien auf den Camotes Islands und in weiteren Gemeinden im Norden Cebus.

Die Provinz stellt die Auszahlungen als fortgesetzte Hilfe für den Wiederaufbau dar.

Für die betroffenen Familien stellt sich jedoch die Frage, warum ein Teil der Unterstützung erst viele Monate nach der Katastrophe ausgezahlt wurde.

Katastrophenhilfe soll grundsätzlich dabei helfen, unmittelbare Schäden zu bewältigen, beschädigte Häuser notdürftig zu reparieren und verlorene Haushaltsgegenstände oder Arbeitsmittel zu ersetzen.

Nach acht Monaten sind viele dieser Ausgaben längst angefallen.

Familien ohne Ersparnisse mussten sich möglicherweise verschulden, Verwandte um Hilfe bitten, Reparaturen aufschieben oder in beschädigten Unterkünften weiterleben.

Für kleine Selbstständige, Fischer oder Tagelöhner kann der Verlust von Werkzeugen, Waren, Fahrzeugen oder Arbeitsmöglichkeiten bereits innerhalb weniger Wochen existenzbedrohend sein.

Eine spätere Zahlung von 10.000 Peso kann weiterhin helfen. Sie kann aber die wirtschaftlichen Folgen einer monatelangen Finanzierungslücke nicht rückgängig machen.

Die DSWD hatte bereits im März 2026 größere Emergency-Cash-Transfer-Zahlungen in mehreren Teilen Cebus durchgeführt.

Damals wurden unter anderem tausende Begünstigte in Asturias, Balamban, Compostela, Consolacion, Danao, Poro und San Francisco erfasst.

Die nun ausgezahlten Provinzmittel sind deshalb nicht zwingend die erste staatliche Unterstützung, die jede einzelne Familie erhalten hat.

Unklar ist jedoch, ob sämtliche Empfänger der Provinzhilfe zuvor bereits DSWD-Zahlungen, kommunale Hilfe oder Unterstützung anderer Behörden bekommen hatten.

Auch die Auswahl der 873 Begünstigten wird in der offiziellen Mitteilung nicht ausführlich erklärt.

Es bleibt offen, wann die Namen und Schäden erfasst wurden, welche Dokumente erforderlich waren und ob Einsprüche gegen nicht berücksichtigte Anträge möglich sind.

Die Provinz nennt außerdem keine genaue Begründung für den langen Zeitraum zwischen dem Taifun und der Auszahlung.

Mögliche Ursachen können verzögerte Schadenslisten, die Prüfung mehrfacher Anträge, fehlende Haushaltsfreigaben oder die Abgrenzung zwischen verschiedenen Hilfsprogrammen sein.

Ohne eine solche Erklärung lässt sich nicht beurteilen, ob die Verzögerung unvermeidbar war oder auf langsame Verwaltung zurückgeht.

Die Auszahlung macht zugleich ein grundsätzliches Problem sichtbar.

Nach großen Katastrophen werden häufig zahlreiche Hilfsprogramme von Gemeinden, Provinzen, DSWD und anderen Behörden parallel angekündigt.

Für Betroffene ist oft schwer erkennbar, welche Hilfe automatisch erfolgt, welche beantragt werden muss und wann sie tatsächlich ausgezahlt wird.

Eine zentrale Übersicht mit Status, zuständiger Stelle und voraussichtlichem Auszahlungstermin könnte verhindern, dass Familien monatelang im Unklaren bleiben.

Auch die Höhe von 10.000 Peso muss im Verhältnis zu den Schäden gesehen werden.

Für kleinere Reparaturen oder den Kauf von Lebensmitteln kann der Betrag spürbar helfen.

Bei einem vollständig zerstörten Haus, verlorener Geschäftsausstattung oder monatelangem Einkommensausfall reicht er jedoch nur für einen kleinen Teil des tatsächlichen Schadens.

Die Provinzregierung sollte deshalb offenlegen, wie viele Opfer von Tino noch auf Hilfen warten und ob nach den Juli-Zahlungen weitere Auszahlungsrunden geplant sind. – Quelle: Provinzregierung Cebu und Department of Social Welfare and Development / RM

Add Comment

Click here to post a comment