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Cebu

Lapu-Lapu schult rund 1.200 Menschen in Wiederbelebung – rechtliche Sicherheit für Ersthelfer bleibt Thema

LAPU-LAPU CITY – Rund 1.200 Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen haben in Lapu-Lapu City an einer Schulung zu Wiederbelebung und dem Einsatz automatisierter externer Defibrillatoren teilgenommen. – klajoo.com – Die ursprünglich geplante Zahl von 1.000 Teilnehmern wurde damit übertroffen.

Die Ausbildung umfasste sogenannte Hands-only-CPR, also eine Wiederbelebung mit Herzdruckmassage ohne Beatmung, Grundlagen zur Herzgesundheit und die Nutzung automatisierter externer Defibrillatoren (AED). Unter den Teilnehmern waren Barangay-Gesundheitshelfer, Senioren, Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende, Mitglieder von Gemeindeorganisationen sowie Seeleute und Schiffsbesatzungen. Gerade bei Herzstillstand können die ersten Minuten vor dem Eintreffen professioneller Rettungskräfte entscheidend sein.

Die Veranstaltung ist auch vor dem Hintergrund der philippinischen Rechtslage interessant. Nach dem Medical Act gilt unentgeltliche Hilfe in einem Notfall nicht als unerlaubte Ausübung der Medizin. Das ist jedoch nicht dasselbe wie ein umfassender gesetzlicher Haftungsschutz für jeden privaten Ersthelfer in jeder Situation.

Genau an dieser Stelle arbeitet der Kongress weiterhin an weitergehenden sogenannten Good-Samaritan-Regeln. Ein Ausschuss des Repräsentantenhauses begann Anfang 2026 damit, mehrere Gesetzentwürfe zusammenzuführen, die Menschen vor zivil-, straf- oder verwaltungsrechtlicher Haftung schützen sollen, wenn sie in gutem Glauben und ohne Vergütung Hilfe in einer Notlage leisten. Weitere Entwürfe zum Schutz von Katastrophenhelfern und Freiwilligen sind ebenfalls anhängig.

Damit entsteht ein bemerkenswerter Gegensatz: Städte und Organisationen investieren in praktische Erste-Hilfe-Ausbildung und wollen mehr Bürger befähigen, im Ernstfall sofort einzugreifen, während der Gesetzgeber den umfassenden Haftungsschutz für solche Helfer noch nicht abschließend geregelt hat. Neben der tatsächlichen Rechtslage spielt deshalb auch die gefühlte Rechtsunsicherheit eine Rolle. Wer befürchtet, für einen gut gemeinten Rettungsversuch rechtlich belangt zu werden, könnte im entscheidenden Moment zögern.

Die Schulung in Lapu-Lapu zeigt damit einen positiven Ansatz: Erste Hilfe wird nicht nur professionellen Rettungskräften überlassen, sondern gezielt in unterschiedliche Teile der Bevölkerung getragen. Entscheidend wird sein, ob solche Programme regelmäßig stattfinden und ob parallel ein klar verständlicher Rechtsrahmen geschaffen wird, der Menschen zum Helfen ermutigt. – RM

Quellen:

  • SunStar Cebu – Lapu-Lapu trains residents in lifesaving CPR
  • LawPhil – Republic Act No. 4224 / Medical Act: Ausnahme für unentgeltliche Hilfe in Notfällen
  • House of Representatives – Bills to protect “good samaritans” up for consolidation

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