MANILA – Die Philippinen, die Vereinigten Staaten und Japan haben eine weitere gemeinsame See- und Luftübung in der West Philippine Sea abgeschlossen. – klajoo.com – Während der fünftägigen Übung kam es gleichzeitig zu neuen gefährlichen Zwischenfällen zwischen philippinischen und chinesischen Schiffen bei Ayungin und Scarborough Shoal.
Die 17. Multilateral Maritime Cooperative Activity fand vom 21. bis 25. Juli statt. Beteiligt waren Einheiten der philippinischen Streitkräfte, der Philippine Coast Guard, des United States Pacific Command und der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
Die philippinische Marine setzte die Lenkwaffenfregatte BRP Antonio Luna und einen Marinehubschrauber vom Typ AW109 ein. Die Luftwaffe beteiligte sich unter anderem mit FA-50-Kampfflugzeugen, einem TC-90-Flugzeug, A-29B Super Tucano und weiteren Aufklärungs- und Rettungsflugzeugen.
Die Philippine Coast Guard entsandte die BRP Melchora Aquino und die BRP Malabrigo.
Die Vereinigten Staaten nahmen mit dem Littoral Combat Ship USS Santa Barbara, einem MH-60S-Hubschrauber und einem P-8A-Seefernaufklärer teil. Japan setzte den Zerstörer JS Yuudachi ein.
Trainiert wurden unter anderem Funkverbindungen, Formationsfahrten, Versorgung auf See, Hubschrauberlandungen, der Transport von Versorgungsgütern zwischen Schiffen und gemeinsame Flugmanöver.
Die Übungen sollen die Fähigkeit verbessern, Schiffe und Flugzeuge verschiedener Staaten gemeinsam einzusetzen. Im Ernstfall müssen Kommunikationssysteme, Verfahren und Besatzungen so aufeinander abgestimmt sein, dass sie trotz unterschiedlicher Technik zusammenarbeiten können.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Während der gemeinsamen Übung kam es zu neuen chinesischen Aktionen gegen philippinische Schiffe.
Bei Ayungin Shoal wurden nach philippinischen Angaben zwei Angehörige der Philippine Navy verletzt. Bei Scarborough Shoal setzte die chinesische Küstenwache an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Wasserwerfer und gefährliche Manöver gegen eine philippinische Mission ein, die Fischer mit Treibstoff versorgte.
Die militärische Präsenz der drei Partner verhinderte diese Zwischenfälle nicht. Daraus lässt sich jedoch nicht schließen, dass die Übung wirkungslos war.
Solche Übungen sind kein unmittelbarer Begleitschutz für sämtliche philippinischen Schiffe. Sie sollen langfristig Einsatzbereitschaft, gemeinsame Lageerfassung und Abschreckung stärken. Die beteiligten Einheiten waren nicht zwingend am Ort der jeweiligen Konfrontation eingesetzt.
Die gleichzeitigen Ereignisse zeigen vielmehr die Grenzen militärischer Signalwirkung. China setzt seine Küstenwache und weitere maritime Kräfte auch dann ein, wenn Streitkräfte der Philippinen und ihrer Partner in anderen Teilen der West Philippine Sea üben.
Für Manila besteht deshalb ein schwieriger Ausgleich. Die Übungen sollen zeigen, dass die Philippinen international nicht isoliert sind und im Konfliktfall mit Partnern zusammenarbeiten können. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass routinemäßige Konfrontationen auf See zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung eskalieren.
Die philippinischen Streitkräfte bezeichnen die Übung als Beitrag zu Frieden, Stabilität und Sicherheit im Indopazifik. China betrachtet gemeinsame Aktivitäten westlicher und regionaler Streitkräfte in der Region regelmäßig als Einmischung und strategischen Druck.
Die Übung war bereits die 17. multinationale maritime Kooperationsaktivität dieser Reihe. Die zunehmende Zahl solcher Manöver zeigt, wie stark sich die Verteidigungszusammenarbeit der Philippinen mit den USA, Japan, Australien und weiteren Staaten in kurzer Zeit vertieft hat.
Entscheidend ist jedoch nicht allein die Zahl der Übungen. Ihre tatsächliche Wirkung hängt davon ab, ob die beteiligten Staaten Informationen schneller austauschen, philippinische Schiffe besser schützen und in Krisen abgestimmt reagieren können. – Quelle: Armed Forces of the Philippines und Philippine News Agency / RM







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