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China setzt Hilfsmission bei Scarborough Shoal erneut mit Wasserwerfern unter Druck

LUZON – Schiffe der chinesischen Küstenwache haben am zweiten Tag einer philippinischen Hilfsmission nahe Scarborough Shoal erneut Wasserwerfer eingesetzt und gefährliche Manöver gegen philippinische Behördenschiffe durchgeführt. – klajoo.com – Die Philippine Coast Guard und das Bureau of Fisheries and Aquatic Resources waren am Freitag erneut unterwegs, um philippinische Fischer mit Treibstoff zu versorgen.

Die Mission trägt den Namen “Kadiwa ng Bagong Bayaning Mangingisda”. Sie soll Fischer unterstützen, die in den Gewässern rund um Scarborough Shoal tätig sind und wegen langer Anfahrtswege sowie hoher Kraftstoffpreise zusätzliche Kosten tragen.

Bereits am Donnerstag hatte die chinesische Küstenwache versucht, die Mission zu behindern. Ein chinesisches Schiff näherte sich dabei nach philippinischen Angaben bis auf etwa 50 Meter dem Bug der BRP Datu Dumangsil und setzte mehr als zwei Minuten lang einen Wasserwerfer ein.

Am Freitag folgte eine erneute und nach Angaben der philippinischen Küstenwache intensivere Aktion. Mehrere chinesische Schiffe setzten Wasserwerfer ein und führten Manöver in geringer Entfernung zu Schiffen der Philippine Coast Guard und der Fischereibehörde durch.

Die chinesischen Maßnahmen konnten die Treibstoffverteilung nicht verhindern. Die philippinischen Schiffe setzten ihre Mission fort. Verletzte wurden nach Angaben der Behörden nicht gemeldet.

Die wiederholte Aktion zeigt, dass es sich nicht um einen einzelnen Zwischenfall handelte. Die chinesische Küstenwache ging an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gegen dieselbe staatliche Hilfsmission vor.

Die philippinischen Streitkräfte erklärten, das chinesische Vorgehen untergrabe den Frieden in der Region und missachte internationale Regeln für die Schifffahrt.

Peking beansprucht Scarborough Shoal und die umliegenden Gewässer. Die Philippinen bezeichnen das Gebiet als Bajo de Masinloc und berufen sich auf ihre Rechte innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone.

China kontrolliert seit 2012 den Zugang zur Lagune des Riffs. Philippinische Fischer berichten seitdem regelmäßig über Einschränkungen, Kontrollen und Behinderungen durch chinesische Schiffe.

Ein internationales Schiedsgericht entschied 2016, dass China philippinische Fischer rechtswidrig am traditionellen Fischfang bei Scarborough Shoal gehindert hatte. China erkennt die Entscheidung nicht an.

Die aktuelle Mission hatte keinen militärischen Zweck. Sie diente der Versorgung ziviler Fischer mit Treibstoff und wurde von der Küstenwache und der Fischereibehörde begleitet.

Gerade dieser zivile Charakter verschärft die politische Bedeutung des Zwischenfalls. Die chinesischen Maßnahmen richteten sich nicht gegen eine militärische Übung, sondern gegen eine staatlich organisierte Unterstützung für Fischer.

Die Philippinen müssen nun entscheiden, ob sie wegen der erneuten Aktion einen diplomatischen Protest einreichen und wie künftige Hilfsmissionen geschützt werden sollen. – Quelle: Philippine Coast Guard, Bureau of Fisheries and Aquatic Resources und Philippine News Agency / RM

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