MANILA – Die wirtschaftliche Nutzung der Meere und Küsten hat den Philippinen 2025 eine Wertschöpfung von 1,08 Billionen Peso gebracht. – klajoo.com – Nach Angaben der Philippine Statistics Authority wuchs die sogenannte Meereswirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent.
Zur Meereswirtschaft zählt die Statistik nicht nur Fischerei und Schifffahrt. Erfasst werden auch die Verarbeitung maritimer Erzeugnisse, küstenbezogene Hotels und Gastronomie, Hafen- und Transportleistungen, Schiffbau, Meeresenergie, Versicherungen sowie öffentliche Aufgaben wie maritime Sicherheit, Überwachung und Ressourcenmanagement.
Insgesamt entfielen 2025 rund 3,8 Prozent der gesamten philippinischen Wirtschaftsleistung auf Tätigkeiten mit direktem Bezug zu Meeren und Küsten. Damit blieb der Anteil am Bruttoinlandsprodukt trotz des nominalen Wachstums weitgehend stabil.
Den größten Beitrag innerhalb der Meereswirtschaft leistete die Meeresfischerei mit einem Anteil von 24,1 Prozent. Auf die Herstellung und Verarbeitung meeresbezogener Produkte entfielen 21,3 Prozent. Seetransport und Lagerung erreichten 16,3 Prozent, während küstenbezogene Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe 12,1 Prozent beitrugen.
Besonders stark wuchsen 2025 die Bereiche maritime Sicherheit, Überwachung und Ressourcenmanagement mit 31,7 Prozent sowie maritime Versicherungen mit 29,6 Prozent. Seetransport und Lagerung legten um 10,8 Prozent zu.
Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt eine fortgesetzte Erholung und Ausweitung der Meereswirtschaft. Für 2022 hatte die Statistik noch eine Wertschöpfung von rund 858 Milliarden Peso ausgewiesen. 2023 lag sie – nach später aktualisierten Berechnungen – bei rund 962 Milliarden Peso. Im Jahr 2024 wurde erstmals die Marke von einer Billion Peso überschritten; der inzwischen für den Vergleich verwendete Wert liegt bei rund 1,02 Billionen Peso.
Damit stieg die nominale Wertschöpfung der Meereswirtschaft zwischen 2022 und 2025 um mehr als 220 Milliarden Peso. Ein Teil dieses Anstiegs beruht allerdings auf höheren Preisen. Die Statistik wird zu laufenden Preisen berechnet und zeigt deshalb nicht ausschließlich ein reales Wachstum der produzierten Waren und Dienstleistungen.
Auch der Anteil an der Gesamtwirtschaft hat sich nicht im gleichen Umfang erhöht. Die Meereswirtschaft erreichte 2022 und 2023 jeweils ungefähr vier Prozent der Wirtschaftsleistung und lag 2024 und 2025 bei rund 3,8 Prozent. Die maritime Wirtschaft wächst somit in absoluten Zahlen, aber nicht deutlich schneller als die philippinische Gesamtwirtschaft.
Für ein Inselstaatenland mit mehr als 7.000 Inseln bleibt der Bereich dennoch von besonderer Bedeutung. Fischerei sichert Einkommen und Lebensmittelversorgung, Küstentourismus schafft Arbeitsplätze, und Häfen sowie Schifffahrtslinien verbinden Regionen, die auf dem Landweg nicht erreichbar sind.
Das Wachstum sagt jedoch noch wenig darüber aus, wie die Einnahmen verteilt sind. Gerade in der Fischerei stehen steigenden Gesamtwerten häufig geringe Einkommen kleiner Fischer, hohe Treibstoffkosten, beschädigte Küstenökosysteme und eine starke Abhängigkeit von Zwischenhändlern gegenüber.
Auch der Ausbau von Häfen, Küstentourismus und maritimer Industrie kann zusätzliche Umweltbelastungen erzeugen. Wirtschaftliches Wachstum muss deshalb daran gemessen werden, ob Fischbestände, Korallenriffe, Mangroven und Küstengebiete langfristig geschützt werden und ob die in diesen Bereichen Beschäftigten tatsächlich von der höheren Wertschöpfung profitieren. – Quelle: Philippine Statistics Authority, Philippine Ocean Economy Satellite Accounts / RM







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