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Tausende philippinische Seeleute von Krise in der Straße von Hormus betroffen

MANILA – Rund 3.000 philippinische Seeleute befinden sich nach Angaben des Department of Migrant Workers weiterhin an Bord von etwa 400 Schiffen in oder rund um die Straße von Hormus. – klajoo.com – Gleichzeitig sind zwei Filipinos auf die Philippinen zurückgekehrt, die bei einem Drohnenangriff auf einen Öltanker verletzt worden waren.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean. Sie ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Erdöl, Flüssiggas und andere Energieträger. Durch die militärischen Spannungen in der Region können viele Schiffe ihre vorgesehenen Routen derzeit nicht oder nur unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen fortsetzen.

Wenn in diesem Zusammenhang von gestrandeten Seeleuten gesprochen wird, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Schiffe technisch manövrierunfähig sind. Einige warten auf Genehmigungen, Sicherheitsfreigaben oder Anweisungen der Reedereien. Andere liegen in Häfen oder Ankergebieten westlich beziehungsweise östlich der Meerenge fest, weil eine Durchfahrt als zu gefährlich gilt.

Nach Angaben von DMW-Minister Hans Leo Cacdac überwacht die Regierung die Lage rund um die Uhr. Die Behörde steht dazu mit lizenzierten philippinischen Manning Agencies, Reedereien und Schiffsbetreibern in Kontakt. Ziel ist es, Aufenthaltsort, Versorgung und Sicherheitslage der betroffenen Besatzungen zu verfolgen.

Bereits im April hatte Iran den Philippinen eine sichere Passage für philippinische Schiffe und für Schiffe mit philippinischen Besatzungsmitgliedern zugesagt. Eine solche diplomatische Zusicherung beseitigt jedoch nicht alle Gefahren. Schiffe können durch Drohnen, Raketen, Minen, bewaffnete Schnellboote oder Fehlidentifizierungen gefährdet werden.

Wie real diese Risiken sind, zeigt der Angriff auf den unter kamerunischer Flagge fahrenden Öltanker M/V Blue. Zwei philippinische Besatzungsmitglieder wurden dabei verletzt und anschließend nach Hause gebracht. Nach ihrer Rückkehr sollen sie medizinische und weitere Unterstützung erhalten.

Bei Angriffen auf Handelsschiffe ist die Flagge des Schiffs nur einer von mehreren Faktoren. Zuständig sind zunächst die Reederei und der Flaggenstaat. Für philippinische Besatzungsmitglieder kommen außerdem das Department of Migrant Workers, die Overseas Workers Welfare Administration und die jeweilige Vermittlungsagentur hinzu.

Reedereien müssen bewerten, ob eine Fahrt durch ein Kriegs- oder Hochrisikogebiet vertretbar ist. Seeleute haben dabei Anspruch auf Informationen über das Risiko. Je nach Tarifvertrag und Einstufung des Gebiets können zusätzliche Vergütungen, Versicherungsleistungen oder ein Recht auf Ablehnung beziehungsweise vorzeitige Ablösung bestehen.

Eine Evakuierung aller rund 3.000 Filipinos ist praktisch schwierig. Die Seeleute verteilen sich auf Hunderte Schiffe, die unterschiedliche Flaggen führen, verschiedenen Unternehmen gehören und sich nicht am selben Ort befinden. Zudem müssen Ablösungen, Visa, Hafenfreigaben und Flüge organisiert werden.

Die Krise betrifft die Philippinen doppelt. Das Land ist einer der weltweit wichtigsten Herkunftsstaaten von Seeleuten. Gleichzeitig ist es bei Erdöl und anderen Energieträgern stark von Importen und sicheren internationalen Schifffahrtswegen abhängig. – Quelle: Department of Migrant Workers; Philippine News Agency / RM

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