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Mehr als eine halbe Million Kinder auf den Philippinen leisten Kinderarbeit

MANILA – Auf den Philippinen gingen im Jahr 2025 schätzungsweise 870.000 Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach. – klajoo.com – Mehr als eine halbe Million von ihnen arbeitete unter Bedingungen, die nach philippinischem Recht als Kinderarbeit eingestuft werden.

Nach vorläufigen Angaben der Philippine Statistics Authority waren rund 3,1 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe wirtschaftlich tätig. Im Jahr 2024 hatte der Anteil noch bei 2,7 Prozent gelegen. Die Zahl der arbeitenden Kinder erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 7.000.

Statistisch wird zwischen „arbeitenden Kindern“ und „Kinderarbeit“ unterschieden. Nicht jede wirtschaftliche Tätigkeit eines Minderjährigen ist automatisch verboten. Zulässig sein können beispielsweise leichte, altersgerechte Arbeiten, die weder die Gesundheit noch die Entwicklung gefährden und den Schulbesuch nicht beeinträchtigen.

Als Kinderarbeit gelten dagegen Tätigkeiten, die wegen des Alters des Kindes, ihrer Gefährlichkeit oder ihrer Dauer gegen die gesetzlichen Schutzvorschriften verstoßen. Dazu zählen insbesondere gefährliche Arbeiten, übermäßig lange Arbeitszeiten und Nachtarbeit.

Bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren fällt eine Tätigkeit unter anderem dann unter die Definition der Kinderarbeit, wenn sie mehr als acht Stunden täglich oder 40 Stunden wöchentlich umfasst oder regelmäßig zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ausgeübt wird. Für jüngere Kinder gelten wesentlich strengere Grenzen.

Von den ca. 870.000 arbeitenden Kindern erfüllten 2025 rund 510.000 die Kriterien der Kinderarbeit. Damit arbeitete deutlich mehr als jedes zweite wirtschaftlich aktive Kind unter rechtlich unzulässigen oder gefährdenden Bedingungen.

Ein Schwerpunkt bleibt die Landwirtschaft. Dort helfen Kinder häufig bei Aussaat, Ernte, Tierhaltung oder Fischerei. Solche Arbeiten können mit schweren Lasten, scharfen Werkzeugen, Maschinen, Pestiziden, großer Hitze und langen Arbeitstagen verbunden sein. Auch informelle Tätigkeiten im Handel, in Werkstätten, privaten Haushalten oder auf der Straße sind oft nur schwer behördlich zu erfassen.

Die Zahlen sagen nicht automatisch aus, dass jedes betroffene Kind seine Schule vollständig abgebrochen hat. Kinderarbeit kann jedoch zu Fehlzeiten, schlechteren schulischen Leistungen, gesundheitlichen Schäden und einem erhöhten Risiko führen, dauerhaft im Kreislauf von Armut und unsicherer Beschäftigung zu bleiben.

Die Statistik macht deshalb nicht nur das Ausmaß der Erwerbstätigkeit von Minderjährigen sichtbar. Sie zeigt zugleich, wie viele Kinder unter Bedingungen arbeiten, die der Staat ausdrücklich verhindern will. – Quelle: Philippine Statistics Authority / KR

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