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Landesweite Impfkampagne gegen Masern und Röteln startet am 10. August 2026

MANILA – Das philippinische Department of Health bereitet eine landesweite kostenlose Zusatzimpfkampagne gegen Masern und Röteln vor. – klajoo.com – Die Impfungen sollen vom 10. bis 28. August 2026 in Städten und Gemeinden im ganzen Land angeboten werden.

Die Kampagne richtet sich nach den zentral veröffentlichten Angaben an Kinder im Alter von sechs bis 59 Monaten. Sie soll unabhängig davon erfolgen, ob ein Kind bereits früher eine reguläre Impfung erhalten hat.

Eine solche Zusatzimpfkampagne ersetzt das normale Impfprogramm nicht. Sie soll Kinder erreichen, die bislang gar nicht, verspätet oder unvollständig geimpft wurden, und bestehende Lücken in der Immunität der Bevölkerung möglichst schnell schließen.

Masern gehören zu den ansteckendsten bekannten Infektionskrankheiten. Das Virus verbreitet sich über Atemluft und feinste Tröpfchen. In nicht geschützten Bevölkerungsgruppen kann eine infizierte Person einen großen Teil ihrer Kontaktpersonen anstecken.

Typische Symptome sind hohes Fieber, Husten, Schnupfen, entzündete Augen und ein sich ausbreitender Hautausschlag. Gefährlich sind insbesondere Lungenentzündungen, schwere Durchfälle, Gehirnentzündungen und andere Komplikationen.

Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge, mangelernährte Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Auch nach überstandener Erkrankung können selten schwere Spätfolgen auftreten.

Röteln verlaufen bei Kindern häufig milder. Besonders gefährlich ist eine Infektion jedoch während der Schwangerschaft. Das Virus kann das ungeborene Kind schwer schädigen und unter anderem Herzfehler, Hörschäden, Augenkrankheiten oder Entwicklungsstörungen verursachen.

Warum werden auch bereits geimpfte Kinder einbezogen? Nicht alle Impfdokumente sind vollständig, nicht jedes Kind hat alle vorgesehenen Dosen erhalten und keine Impfung schützt zu 100 Prozent. Eine zusätzliche Dosis kann bestehende Schutzlücken schließen und ist für die meisten impffähigen Kinder medizinisch unproblematisch.

Eine hohe Impfquote schützt außerdem Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Masern breiten sich besonders schnell aus, sobald sich größere Gruppen ungeimpfter Personen bilden.

Wie gefährlich sinkende Impfquoten sind, zeigte zuletzt die Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Dort konnten sich Masern in mehreren Regionen erneut ausbreiten, nachdem örtlich zu viele Kinder ungeimpft geblieben waren. Erkrankungen wurden über Reisen und eng verbundene Gemeinschaften weitergetragen.

Masern waren in den USA im Jahr 2000 offiziell als dauerhaft heimische Krankheit eliminiert worden. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine importierten Fälle mehr auftreten. Wenn die Impfquote sinkt, können eingeschleppte Viren wieder längere Infektionsketten auslösen.

Die Gefahr besteht nicht nur für Familien, die eine Impfung bewusst ablehnen. Betroffen sind auch Säuglinge, die noch zu jung für den vollständigen Impfschutz sind, sowie Menschen mit Krebs, Organtransplantationen oder anderen schweren Erkrankungen.

Eltern auf den Philippinen sollen die Impftermine ihrer lokalen Gesundheitszentren beachten. Vor der Impfung werden Kinder üblicherweise auf akute Erkrankungen und mögliche medizinische Gegenanzeigen geprüft. – Quelle: Department of Health / RM

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