Manila – Die Philippinen sind für den Zeitraum 2026 bis 2030 in das zwischenstaatliche UNESCO-Komitee für immaterielles Kulturerbe gewählt worden. – klajoo.com – Nach Angaben der Philippine News Agency erhielt das Land bei der Wahl 106 Stimmen. Damit ziehen die Philippinen für vier Jahre in ein Gremium ein, das sich mit dem Schutz und der Sichtbarkeit lebendiger kultureller Traditionen befasst.
Immaterielles Kulturerbe meint nicht Gebäude oder Denkmäler, sondern gelebte Kultur. Dazu gehören mündliche Überlieferungen, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste, traditionelles Wissen, Handwerkstechniken und kulturelle Ausdrucksformen, die von Gemeinschaften weitergegeben werden.
Für die Philippinen ist die Wahl auch deshalb bedeutend, weil das Land über eine große Vielfalt regionaler Traditionen verfügt. Viele Feste, Tänze, religiöse Bräuche, Handwerksformen, Sprachen und lokale Kulturpraktiken sind eng mit einzelnen Regionen, Inseln und Gemeinschaften verbunden. Gerade für ein Land mit tausenden Inseln kann immaterielles Kulturerbe helfen, regionale Identität sichtbar zu machen und kulturelle Vielfalt nicht nur touristisch, sondern auch gesellschaftlich zu stärken.
Das UNESCO-Komitee spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes. Es befasst sich unter anderem mit Anträgen von Staaten zur Aufnahme von Traditionen in entsprechende UNESCO-Listen, mit Programmen zur Bewahrung kultureller Praktiken und mit Empfehlungen für gute Schutzmaßnahmen.
[05:59, 19.6.2026] RM – Philippine News Agency, 19. Juni 2026







Add Comment