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BSP: Geschäftsklima in den Philippinen sinkt auf -35,8 Prozent

Manila – Wie aus einem am Freitag von der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) veröffentlichten Bericht hervorgeht, hat sich die Stimmung in der philippinischen Wirtschaft im April verschlechtert, da Unternehmen sich Sorgen über die steigende Inflation aufgrund des andauernden Konflikts im Nahen Osten machen. – klajoo.com – Der Geschäftsklimaindex (CI – Confidence Index) lag im April bei -35,8 Prozent und damit schlechter als im März mit -24,3 Prozent.

Ein negativer CI-Wert bedeutet, dass mehr Befragte pessimistisch als optimistisch sind.

“Die Sorgen über den andauernden Nahostkonflikt, der die Ölpreise hochgehalten hat, belasteten das Geschäftsklima im April 2026. Unternehmen berichteten, dass eine höhere Inflation die Betriebskosten erhöhen und die Kaufkraft der Verbraucher schmälern könnte”, heißt es in dem Bericht.

Die Umfrage wurde vom 7. bis 30. April 2026 durchgeführt.

Die Antworten wurden von 507 Unternehmen im ganzen Land gesammelt, darunter 193 in der National Capital Region (NCR).

Die Stichproben wurden per Zufallsstichprobe aus den 7.000 größten Unternehmen des Landes auf Basis des Gesamtvermögens im Jahr 2017 gezogen.

Die Umfrage verzeichnete eine Rücklaufquote von 49,9 Prozent, bei einer Fehlermarge von ±6,1 Prozent.

Die Inflation erreichte im April 7,2 Prozent und war damit so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr – zuletzt 7,6 Prozent im März 2023.

Hauptgrund hierfür waren die gestiegenen globalen Treibstoffpreise infolge des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, der sich auch auf Lebensmittel, lokale Erdölprodukte und Versorgungsleistungen auswirkte.

Aufgrund der höheren Zinssätze entspricht 1 Peso im Jahr 2018, heute nun nur noch 73 Centavos.

Im weiteren Verlauf zeigten sich die lokalen Unternehmen jedoch optimistisch, da sich der CI für die nächsten drei Monate von -17,3 Prozent auf -7,5 Prozent verbesserte, während der CI für die nächsten zwölf Monate von 11,7 Prozent auf 19,5 Prozent anstieg.

“Die Unternehmen waren hinsichtlich der nächsten drei Monate weniger pessimistisch, vor allem weil der Beginn des akademischen Jahres an den meisten Schulen voraussichtlich die Nachfrage nach Krediten und Finanzprodukten sowie nach Kleidung ankurbeln wird”, so die BSP.

“Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate waren sie optimistischer, da sie mit einer stärkeren Nachfrage nach Geschäftsprozess-Outsourcing, Bau- und Transportdienstleistungen rechneten”, hieß es weiter.

Die Befragten äußerten zudem Erwartungen hinsichtlich höherer Umsätze und Einkommen, besserer gesamtwirtschaftlicher Bedingungen und einer möglichen Lösung des Nahostkonflikts.

Die Philippinen, ein Nettoimporteur von Treibstoff, befinden sich aufgrund des andauernden Konflikts seit März in einem nationalen Energienotstand.

“Die BSP beobachtet weiterhin aufmerksam die Auswirkungen des andauernden Nahostkonflikts auf die Inlandspreise und die Gesamtwirtschaft”, so die BSP.

“Die BSP ist bereit, die notwendigen geldpolitischen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Abkehr der Inflationserwartungen vom 3-Prozent-Ziel zu verhindern und so Haushalte und Unternehmen zu schützen”, hieß es weiter.

Die BSP trifft sich planmäßig am 18. Juni 2026, um zu erörtern, ob angesichts der aktuellen makroökonomischen Lage eine Änderung wichtiger geldpolitischer Maßnahmen gerechtfertigt ist. – KR

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