MANILA – Die philippinische Regierung lässt für 2026 mehr Maisimporte im Rahmen ihres Mindestmarktzugangs zu. Präsident Ferdinand Marcos Jr. unterzeichnete am 26. Oktober die Executive Order Nr. 129. – klajoo.com – Sie erhöht das sogenannte Minimum Access Volume (MAV) von 220.000 auf 500.000 Tonnen. Damit können zusätzlich 280.000 Tonnen unter dem betreffenden Kontingent eingeführt werden.
Hintergrund ist nach Angaben der Regierung eine erwartete Versorgungslücke bei gelbem Mais von rund 1,422 Millionen Tonnen für den Zeitraum März bis Dezember 2026. Gelber Mais ist ein wichtiger Bestandteil von Futtermitteln für Geflügel und Schweine. Knappe Mengen und höhere Produktionskosten können deshalb auch auf die Preise tierischer Lebensmittel durchschlagen.
Die zusätzliche Einfuhrmenge entspricht nur einem Teil des errechneten Defizits. Das Landwirtschaftsministerium will damit vor allem zugelassene Futtermittelhersteller und Betriebe erreichen, die Futtermittel für ihre eigenen Tierbestände herstellen. Eine vollständige Behebung der Versorgungslücke verspricht die Anordnung nicht.
Der Erlass sieht vor, dass der MAV Management Committee innerhalb von 30 Tagen nach dem Inkrafttreten Regeln für eine faire und transparente Verteilung des zusätzlichen Kontingents erlässt. Die Verordnung soll mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt oder in einer landesweit verbreiteten Zeitung wirksam werden; das Unterzeichnungsdatum allein ist dafür nicht entscheidend.
Die Regierung begründet die Maßnahme mit Versorgungssicherheit und der Stabilisierung von Futtermittelpreisen. Für heimische Maiserzeuger kann mehr Importkonkurrenz jedoch zugleich höheren Preisdruck bedeuten. Entscheidend wird sein, wer die Kontingente erhält, wann die Lieferungen tatsächlich eintreffen und wie sich die Preise für Bauern, Futtermittelhersteller und Verbraucher entwickeln. – RM
Quellen:
- Philippine Information Agency / Presidential Communications Office, 28.10.2026







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