MINDANAO – Nestlé Philippines bereitet sich darauf vor, mehr Kaffeebohnen aus Vietnam und Indonesien zu beziehen. – klajoo.com – Hintergrund sind Befürchtungen, dass die philippinische Kaffeeernte 2026 wegen Trockenheit und gestiegener Betriebskosten deutlich niedriger ausfallen könnte. Das Unternehmen will damit die Versorgung seiner Kaffeeproduktion absichern, darunter die Nescafé-Fertigung im Werk Cagayan de Oro.
Jose Uy III, bei Nestlé Philippines für Unternehmensangelegenheiten zuständig, erläuterte bei einem Termin in Malaybalay, Bukidnon, die erwartete Lücke bei einheimischen Rohstoffen. Nach Angaben von Vertretern des Philippine Coffee Board könnte die nationale Erntemenge 2026 unter 30.000 Tonnen fallen. Im Jahr 2025 waren laut Philippine Statistics Authority 35.645 Tonnen registriert worden. Bei der niedrigeren Zahl handelt es sich um eine Prognose, nicht um bereits bestätigte Ernteverluste.
klajoo berichtete am 25. Oktober bereits über die gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium vereinbarte Robusta-Förderung in Northern Mindanao. Nestlé will die Abhängigkeit von Importen längerfristig verringern und arbeitet deshalb mit dem Landwirtschaftsministerium in Northern Mindanao an widerstandsfähigeren Kaffeepflanzen und der Vermehrung ertragreicher Robusta-Sorten. Vorgesehen sind unter anderem Anzuchtbereiche und eine Sammlung genetischer Ressourcen. Solche Maßnahmen können die künftige Produktivität unterstützen, verbessern aber nicht sofort die bevorstehende Ernte.
Für Verbraucher bedeutet die geplante zusätzliche Einfuhr nicht automatisch eine unmittelbar bevorstehende Preiserhöhung. Nach Unternehmensangaben sollen Lieferengpässe möglichst vermieden werden. Importpreise, Wechselkurse, Transportkosten und tatsächliche Erntemengen können die Verkaufspreise später dennoch beeinflussen. Belastbare Angaben über den Umfang neuer Bestellungen oder verbindliche Einfuhrverträge liegen nicht vor.
Die zweite Betrachtung betrifft die Bauern: Wenn Hersteller ihren Rohstoffbedarf im Ausland decken, bleibt der heimische Markt zwar versorgt. Für philippinische Erzeuger wird es aber umso wichtiger, stabile Erträge, Qualität und verlässliche Abnahmebedingungen zu erreichen. Dazu müssen Bewässerung, Pflanzengesundheit, technische Beratung und langfristige Produktionsdaten stärker in den Blick rücken. – RM
► Landwirtschaftsministerium und Nestlé starten Robusta-Programm in Northern Mindanao
Quellen:
- BusinessMirror: Nestlé PHL will import Vietnam coffee beans to plug supply gap (26 October 2026)
- Context.ph: Nestlé, DA push climate-resilient coffee farming to curb imports (26 October 2026)
- BusinessMirror: Rising input costs, drought to shrink 2026 coffee output (16 October 2026)
- klajoo: Landwirtschaftsministerium und Nestlé starten Robusta-Programm in Northern Mindanao (25. Oktober 2026)







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