MANILA – Das philippinische Repräsentantenhaus hat am 12. Oktober 2026 in dritter Lesung einen Gesetzesentwurf über die Finanzierung und Versicherung von Katastrophenrisiken angenommen. House Bill Nr. 11561 trägt den Titel National Disaster Risk Finance and Insurance Framework Act. Das Parlament will damit einen einheitlicheren Rahmen schaffen, um finanzielle Folgen schwerer Naturereignisse für den Staat besser abzusichern.
Nach den veröffentlichten Gesetzgebungsdaten wurde der Entwurf am 30. September eingebracht und bereits am 5. Oktober in zweiter Lesung gebilligt. Er gehört zu einer Gruppe von Gesetzgebungsvorhaben, die das Repräsentantenhaus als politische Prioritäten bezeichnet. Ein vollständiges Gesetz ist daraus noch nicht geworden: Insbesondere der weitere parlamentarische Weg und die erforderliche Unterzeichnung stehen aus.
Ein solches Finanzierungsmodell könnte künftig helfen, Mittel für Schäden an öffentlicher Infrastruktur, Wiederaufbau und kurzfristige staatliche Reaktionen planbarer vorzuhalten. Wie groß die finanziellen Verpflichtungen tatsächlich werden, hängt aber von der endgültigen gesetzlichen Ausgestaltung, verfügbaren Haushaltsmitteln und den Versicherungsbedingungen ab.
Für den stark von Taifunen, Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Naturgefahren betroffenen Inselstaat ist die Initiative langfristig bedeutsam. Eine gesetzlich organisierte Absicherung wäre jedoch kein Ersatz für Evakuierungspläne, belastbare Bauvorschriften und Investitionen in Katastrophenvorsorge. – RM
Quellen:
- House of Representatives – HB11561, National Disaster Risk Finance And Insurance Framework Act, Status: Approved on Third Reading on 2026-10-12
- House of Representatives – Pressemitteilung zu den am 12. Oktober in dritter Lesung verabschiedeten Gesetzesvorhaben, 12.10.2026







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