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Manila

Einwanderungsbehörde stoppt vier mutmaßlich illegal für Myanmar angeworbene Reisende

MANILA – Am Flughafen Manila hat die philippinische Einwanderungsbehörde Bureau of Immigration (BI) vier Reisende an der Ausreise gehindert, nachdem sich Hinweise auf eine nicht genehmigte Arbeitsvermittlung nach Myanmar ergeben hatten. – klajoo.com – Die Kontrolle fand bereits am 6. Oktober 2026 statt; darüber informierte die Behörde am 14. Oktober. Die vier Filipinos hatten zunächst erklärt, gemeinsam für fünf Tage zu einer von ihrer Firma finanzierten Reise nach Thailand aufzubrechen.

Bei einer vertieften Überprüfung räumten sie nach Darstellung der BI ein, dass sie gar nicht bei dem genannten Unternehmen beschäftigt seien. Tatsächlich hätten sie Kundendienststellen in Myanmar antreten sollen, mit zugesagten monatlichen Einkommen von 1.000 bis 1.500 US-Dollar. Die Kontakte sollen über Facebook, Telegram und weitere Internetdienste hergestellt worden sein.

Die Einwanderungsbeamten berichteten außerdem über widersprüchliche Unterlagen und Auffälligkeiten bei Rückflugtickets. Die Betroffenen wurden anschließend dem Inter-Agency Council Against Trafficking (IACAT), einer staatlichen Koordinierungsstelle zur Bekämpfung des Menschenhandels, zur weiteren Prüfung und Unterstützung übergeben. Damit ist weder bereits eine strafrechtliche Schuld der angeworbenen Personen festgestellt noch jede Einzelangabe der mutmaßlichen Vermittler bewiesen.

Der Vorfall ergänzt frühere Berichte über die Rückführung von Menschen aus betrügerischen Arbeits- und Internetbetrugszentren in Myanmar. Neu ist hier der mutmaßlich verhinderte Anwerbeversuch vor der Ausreise. Auffällig sind das vorgeschobene Urlaubsziel, die soziale Medienvermittlung und ein Beschäftigungsangebot, dessen tatsächliche Bedingungen für die Interessenten nur schwer überprüfbar waren.

Wer im Ausland arbeiten möchte, sollte die Genehmigung der Vermittlungsagentur und die Rechtmäßigkeit des konkreten Stellenangebots vor Reiseantritt bei den zuständigen philippinischen Behörden prüfen. Besonders riskant sind Absprachen, bei denen das erklärte Reiseziel und der tatsächliche Arbeitsort auseinanderfallen. – RM

Quellen:

  • Bureau of Immigration – BI INTERCEPTS FOUR FILIPINOS ALLEGEDLY RECRUITED FOR JOBS IN MYANMAR, 14.10.2026

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