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Manila

Romualdez-Verfahren: Zeugen berichten vor Gericht über mutmaßliche Bargeldtransporte

MANILA – In dem Strafverfahren gegen den früheren philippinischen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez hat die Staatsanwaltschaft neue Zeugenaussagen und Bildmaterial vorgelegt. – klajoo.com – Bei Anhörungen vor dem Sondergericht Sandiganbayan am 12. und 13. Oktober ging es um angebliche Transporte von Koffern mit Bargeld zu Häusern, die Romualdez zugerechnet werden. Ob die Aussagen und Aufnahmen den strafrechtlichen Vorwurf belegen, ist damit nicht entschieden.

Der Verfahrensschritt erfolgte im Rahmen der Anhörung über Romualdez’ Antrag auf Freilassung gegen Kaution. Gegen ihn stehen Vorwürfe im Zusammenhang mit mutmaßlich zweckwidrig verwendeten öffentlichen Geldern und Geldflüssen im Raum. Eine solche Kautionsanhörung dient der Prüfung prozessualer Voraussetzungen. Sie ist weder ein Schuldspruch noch eine abschließende Bewertung sämtlicher Beweise.

Am 12. Oktober berichtete der Fernsehsender GMA, die Anklage habe ein rund 13 Sekunden langes Handyvideo sowie Bildschirmaufnahmen von Nachrichten vorgelegt. Zu sehen seien Koffer, die nach Aussage des Zeugen George Villalon Jr. im November 2023 zu einem Haus in Makati gebracht worden sein sollen. Villalon gab an, früher als Sicherheitsmann für den ehemaligen Abgeordneten Elizaldy Co gearbeitet zu haben. Er berichtete zudem, beim Hantieren mit einem Koffer Bargeld gesehen zu haben.

Ein weiterer Zeuge, Johnny Buduan, erklärte laut GMA, er habe beim Verpacken von 30 Millionen Peso – umgerechnet rund 427.000 Euro – geholfen. Die Verteidigung hielt den Zeugen in der Befragung entgegen, sie hätten das Gepäck Romualdez nicht persönlich übergeben und ihn am behaupteten Lieferort nicht gesehen. Diese Einschränkung ist erheblich: Die Anwesenheit von Koffern belegt für sich weder ihren gesamten Inhalt noch, dass der Beschuldigte ihn erhalten oder von einem möglichen Delikt gewusst hat.

Am 13. Oktober traten nach GMA-Angaben zwei weitere frühere Sicherheitsmitarbeiter auf. Gil Navidad sagte aus, er habe an mehreren Fahrten zu Romualdez zugerechneten Anwesen teilgenommen. Zugleich räumte er ein, Romualdez dabei nicht persönlich gesehen zu haben. Christopher Esquivel berichtete, ein Mitarbeiter habe ihm gesagt, in den Koffern befinde sich Geld. Solche Angaben müssen das Gericht unter anderem danach beurteilen, was ein Zeuge selbst wahrgenommen hat und was ihm nur von Dritten mitgeteilt wurde.

Zusätzliche Zweifel an der Verlässlichkeit einzelner Belastungsaussagen ergeben sich daraus, dass ein früherer Zeuge, Orly Guteza, seine Anschuldigungen nach Medienberichten zurückgenommen und erklärt hatte, er sei zu seinen Aussagen gedrängt worden. Diese Darstellung wiederum ist selbst eine Behauptung und ersetzt keine gerichtliche Feststellung. Die neue Beweisaufnahme ist deshalb auch eine Prüfung der Glaubwürdigkeit widersprüchlicher Aussagen.

Die Verteidigung bestreitet den belastenden Aussagewert der vorgelegten Beweise. Das Gericht muss nun prüfen, welche Beobachtungen nachweisbar sind, welche Personen mit möglichen Geldbewegungen in Verbindung gebracht werden können und ob daraus strafrechtlich relevante Handlungen des Beschuldigten folgen. Bis zu einer entsprechenden gerichtlichen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. – RM

Quellen:

  • GMA News – Prosecution presents video of alleged suitcase deliveries to Romualdez at bail hearing, 12.10.2026
  • GMA News – 2 more ex-bodyguards tell court of cash deliveries to Romualdez, 13.10.2026

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