Startseite » Western Visayas: Inflation und schwächerer Arbeitsmarkt gefährden das Wachstum
Panay

Western Visayas: Inflation und schwächerer Arbeitsmarkt gefährden das Wachstum

ILOILO CITY – Die Wirtschaft der Region Western Visayas könnte sich 2026 deutlich schwächer entwickeln als im vergangenen Jahr. – klajoo.com – Die regionale Planungsbehörde DEPDev-6 warnt vor einer Kombination aus stark steigenden Lebenshaltungskosten, höherer Arbeitslosigkeit und einem großen Anteil von Beschäftigten, die mehr Arbeitsstunden benötigen. Eine neue amtliche Wachstumsrate für das Gesamtjahr 2026 liegt damit noch nicht vor; es handelt sich um eine Risikoabschätzung.

Nach Angaben der Planungsbehörde wuchs die Wirtschaftsleistung der Region 2025 um 6,4 Prozent, nach 4,4 Prozent im Jahr 2024. Damit war die Ausgangslage zu Jahresbeginn vergleichsweise günstig. Gleichzeitig schwächte sich das gesamtphilippinische Wachstum 2026 ab: Auf 2,8 Prozent im ersten Quartal folgten 2,3 Prozent im zweiten Quartal. Diese landesweiten Werte sind keine eigenständigen Wachstumszahlen für Western Visayas.

Besonders deutlich fällt die regionale Preisentwicklung aus. Laut der Philippine Statistics Authority stieg die Inflationsrate in Western Visayas im September auf 9,2 Prozent, nach 8,4 Prozent im August. Der Anstieg wird unter anderem von Lebensmitteln, Verkehrskosten und Energiepreisen getragen. Im September verteuerten sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Jahresvergleich um 8,2 Prozent, der Bereich Verkehr sogar um 17 Prozent. Familien mit niedrigen Einkommen sind von Preissteigerungen bei lebensnotwendigen Gütern besonders stark betroffen.

Auch die Beschäftigungsdaten zeigen Belastungen. Für April 2026 nennt DEPDev unter Berufung auf die Statistikbehörde eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent und eine Unterbeschäftigungsquote von 31,8 Prozent. Zum Vergleich werden für 2025 Werte von 3,9 beziehungsweise 17,1 Prozent angegeben. Unterbeschäftigung bedeutet, dass Menschen zwar Arbeit haben, aber zusätzliche Arbeit oder längere Arbeitszeiten wünschen. Bei diesen Vergleichen muss auf die jeweiligen Erhebungszeiträume geachtet werden.

Höhere Ausgaben für Reis, Treibstoff und Strom können den Spielraum der privaten Haushalte für andere Anschaffungen reduzieren. Unternehmen müssen zugleich höhere Transport- und Betriebskosten tragen, was Erweiterungen verzögern kann. Andererseits nennt die Planungsbehörde die regionale Landwirtschaft, Dienstleistungen in Iloilo und Bacolod sowie eine mögliche Wiederbelebung öffentlicher Bauprojekte als stabilisierende Faktoren.

Ob die Region 2026 tatsächlich langsamer wächst, lässt sich erst anhand der entsprechenden Wirtschaftsstatistik feststellen. Die Kombination aus hoher Inflation und schwächerem Arbeitsmarkt ist jedoch ein belastbares Warnsignal, das über eine bloße Prognose hinausgeht. – RM

Quellen:

  • Daily Guardian – Pricey rice, fuel, and fewer jobs could slow W. Visayas economy, 13. Oktober 2026
  • Philippine Statistics Authority – Summary Inflation Report: Western Visayas, September 2026, 8. Oktober 2026
  • Philippine Statistics Authority – Labor and Employment Indicators in Western Visayas: April 2026

Add Comment

Click here to post a comment