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Semirara streicht weitere 996 Stellen – Meerwassereinbruch bedroht Acacia-Mine

ANTIQUE – Semirara Mining and Power Corporation (SMPC) reagiert auf die zunehmenden Probleme in der Acacia-Kohlemine auf Semirara Island mit einem weiteren massiven Stellenabbau. – klajoo.com – Das Unternehmen hat ein zusätzliches Redundanzprogramm für 996 Beschäftigte beschlossen. Zusammen mit 462 bereits zuvor zur Streichung vorgesehenen Stellen sind damit insgesamt bis zu 1.458 Arbeitsplätze betroffen.

Auslöser ist vor allem ein technisch schwer beherrschbarer Meerwassereinbruch. Nach der aktuellen Pflichtmitteilung des Unternehmens dringen inzwischen rund 30.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde in den Bereich der Acacia-Mine ein. Mehr als die Hälfte fließt in den Grubenboden. Die vorhandene Pumpkapazität reicht dafür nicht mehr aus. Am 20. September brachen zudem aufgeschüttete und natürliche Materialien an einem Dammabschnitt zusammen und leiteten zusätzliches Wasser in Richtung der Grube.

SMPC baut nun nördlich des betroffenen Bereichs eine neue Sperrwand und hat Teile der sogenannten Stripping-Arbeiten ausgesetzt. Dabei wird Erd- und Gesteinsmaterial entfernt, um spätere Kohleflöze zugänglich zu machen. Kohle aus bereits erreichbaren Bereichen wird weiter gefördert, doch gerade die unterbrochenen Vorarbeiten gefährden die Produktion des kommenden Jahres.

Das Unternehmen hält sein Produktionsziel für 2026 bei 12 Millionen Tonnen Kohle. 2025 waren noch rekordhohe 19,9 Millionen Tonnen erreicht worden. Für 2027 wird Acacia besonders wichtig, weil die Mine einen großen Teil der geplanten Förderung liefern sollte. Damit wird aus einem lokalen Wasserproblem eine Frage der landesweiten Kohleversorgung und der künftigen Stromerzeugung.

Hinzu kommt eine politische und wirtschaftliche Unsicherheit. Der bestehende Coal Operating Contract No. 5 läuft im Juli 2027 aus. Die Regierung will die Kohlekonzession neu vergeben, nachdem eine vorherige Ausschreibungsrunde im September gescheitert war. SMPC erklärt, dass langfristige Maßnahmen gegen den Wassereinbruch erhebliche Investitionen in Pumpen, Stromversorgung und weitere Infrastruktur erfordern. Solche Investitionen sind schwerer zu planen, solange unklar ist, wer die Mine nach Ablauf des Vertrages betreiben darf.

Der Zusammenhang bedeutet nicht, dass die Regierung unmittelbar für den Stellenabbau verantwortlich ist: Der akute Auslöser ist der Meerwassereinbruch. Die unsichere Konzessionslage verschärft aber nach Angaben des Unternehmens die Investitionsentscheidung. Damit treffen an der Acacia-Mine drei Risiken gleichzeitig aufeinander: ein technisches Problem, eine nahende Vertragsfrist und der Verlust von mehr als tausend Arbeitsplätzen. – RM

Quellen:

  • PSE Edge – Semirara Update on Mine Operations and Redundancy Program
  • Philstar – SMPC cuts more jobs as coal bid uncertainty hits Acacia
  • Power Philippines – SMPC to cut 996 jobs

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