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Scam-Zentren bestehen trotz POGO-Verbot weiter – kleinere Standorte und KI erschweren Kontrollen

MANILA – Zwei Jahre nach dem Verbot der Philippine Offshore Gaming Operators zeigen neue Razzien, dass Teile der früheren POGO-Infrastruktur weiterhin für Betrugszentren genutzt werden. – klajoo.com – Besonders auffällig ist die Verlagerung weg von großen, leicht erkennbaren Komplexen hin zu kleineren, dezentraleren Standorten.

Bei zwei Einsätzen in Zamboanga Sibugay nahm das Bureau of Immigration Anfang Oktober 244 ausländische Staatsangehörige fest, überwiegend Chinesen. Die Behörden sprechen von POGO-bezogenen Aktivitäten. Bereits zuvor waren in Makati mehr als 120 chinesische Staatsangehörige in einem mutmaßlichen Betrugszentrum festgenommen worden.

Analysten sehen zwei Faktoren als besonders problematisch: fortbestehende lokale Korruptionsstrukturen und neue technische Hilfsmittel. Künstliche Intelligenz kann Übersetzungen, Identitätsfälschungen, personalisierte Kommunikation und automatisierte Betrugsskripte erleichtern. Dadurch benötigen kriminelle Netzwerke weniger Personal und können stärker verteilt arbeiten.

Das POGO-Verbot hat damit zwar die legale und offen sichtbare Industrie beendet, beseitigt aber nicht automatisch die dahinterliegenden kriminellen Netzwerke. Der Schwerpunkt der Strafverfolgung verschiebt sich deshalb von Lizenzkontrolle zu klassischer organisierter Kriminalität, Cyberbetrug, Geldwäsche und Korruptionsbekämpfung. – RM

Quellen:

  • Bureau of Immigration – LARGEST POGO BUST OF 2026: 244 FOREIGN NATIONALS ARRESTED BY BUREAU OF IMMIGRATION IN MASSIVE ZAMBOANGA SIBUGAY POGO CRACKDOWN, Oktober 2026
  • South China Morning Post – Philippines thought Pogos were gone. Corruption and AI still power them, 9. Oktober 2026

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