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Palawan

Puerto Princesa bereitet Wasserrationierung vor – Milliardenprojekt soll Versorgung langfristig absichern

PUERTO PRINCESA CITY – Der Puerto Princesa City Water District (PPCWD) bereitet sich angesichts des erwarteten starken El Niño auf mögliche Einschränkungen der Wasserversorgung in Puerto Princesa City in der Provinz Palawan, Region Mimaropa, vor. – klajoo.com – Nach einem aktuellen Bericht von Palawan News hat der Versorger ein mehrstufiges Rationierungssystem vorbereitet. Bei einer schweren Mangellage könnten einzelne Barangays nur noch für begrenzte Stunden am Tag Wasser erhalten.

Damit hat sich die Lage gegenüber dem Jahresbeginn deutlich zugespitzt. Im Januar 2026 hatte PPCWD noch erklärt, für die Trockenzeit keine Wasserknappheit zu erwarten. Damals wurden rund 58 Millionen Liter pro Tag produziert, während der durchschnittliche Bedarf bei etwa 55 Millionen Litern lag. Zugleich verwies der Versorger bereits auf El Niño als mögliches Risiko und auf bestehende Notfall- und Vorsorgepläne.

PPCWD hatte im Februar zusätzlich einen Sommer-Notfallplan aktiviert. Dazu gehören Druckmanagement im Leitungsnetz, die Vorbereitung von Reserve-Tiefbrunnen und schnelle Reparaturteams zur Verringerung von Wasserverlusten. Eine besondere Rolle spielt der Montible-Wassereinzugsbereich, der bei sinkender Verfügbarkeit der Hauptquellen Irawan und Lapu-Lapu als zusätzliche Quelle genutzt werden kann.

Dass eine längere Trockenphase die Reserven schnell aufzehren kann, zeigte bereits El Niño 2024. Nach Angaben der Philippine Information Agency konnten die Wasserquellen des Versorgers in der Regenzeit etwa 90 Millionen Liter täglich liefern; während El Niño sank die verfügbare Menge im April und Mai auf rund 52 Millionen Liter. Gleichzeitig kalkulierte PPCWD schon 2024 mit einem jährlichen Nachfragezuwachs von etwa 3.000 Kubikmetern pro Tag.

Als langfristige Antwort plant der Versorger das Sta.-Lucia-Wasserspeicherprojekt. Eine Studie aus dem Jahr 2024 setzte die damaligen Gesamtkosten noch mit etwa drei bis vier Milliarden PHP an. Das Projekt soll Wasser aus Flüssen während wasserreicher Perioden speichern und in Trockenzeiten zur Versorgung beitragen; zugleich wurde es als Hochwasserschutz- und Mehrzweckprojekt konzipiert. Ende 2025 nannte PPCWD einen Bauzeitraum von 2027 bis 2030 und das Ziel, bis 2030 alle 66 Barangays der Stadt zu versorgen.

Der aktuelle Bericht von Palawan News spricht nun von einem Finanzierungsbedarf von mindestens zwei Milliarden PHP über Kredite für das Dammprojekt und verbindet dies mit einer weiteren Diskussion über höhere Wassertarife. Diese Zahl ist nicht ohne Weiteres mit den früher genannten drei bis vier Milliarden PHP gleichzusetzen: Der neue Betrag beschreibt nach der Meldung den angestrebten Kreditbedarf, während die ältere Zahl als Projektkostenschätzung genannt wurde.

Auch bei den Tarifen ist eine saubere Trennung notwendig. PPCWD hatte Ende 2025 bereits mitgeteilt, dass eine Tarifanpassung genehmigt worden sei und der Mindestpreis für die ersten zehn Kubikmeter 2026 von 280 auf 320 PHP steigen solle. Die aktuelle lokale Berichterstattung spricht erneut von einer beantragten beziehungsweise benötigten Tariferhöhung. Aus den derzeit zugänglichen Angaben geht nicht eindeutig hervor, ob damit eine zusätzliche Anpassung über den bereits beschriebenen Schritt hinaus gemeint ist oder ob ein noch laufender Teil des Genehmigungs- und Finanzierungsverfahrens beschrieben wird. Nach den veröffentlichten Versorgungsregeln müssen Wasserpreise vom Verwaltungsrat beschlossen und von der Local Water Utilities Administration (LWUA) genehmigt werden.

Für Puerto Princesa treffen damit kurzfristige und strukturelle Probleme aufeinander: Ein möglicher El-Niño-bedingter Engpass kann schon in den kommenden Monaten Rationierungen erforderlich machen, während der große Speicher frühestens über mehrere Jahre zusätzliche Sicherheit schaffen würde. Gleichzeitig steigt der Bedarf durch Bevölkerungswachstum, Tourismus und die Ausweitung des Versorgungsgebiets. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob 2026 tatsächlich rationiert werden muss, sondern ob Finanzierung und Bau des Sta.-Lucia-Projekts rechtzeitig vor einer weiteren starken Trockenphase vorankommen. – RM

Quellen:

  • Palawan News – PPCWD bereitet mögliche Wasserrationierung wegen sehr starken El Niño vor
  • Palawan News – PPCWD verbindet Milliarden-Dammprojekt mit Finanzierungs- und Tariffrage
  • Philippine Information Agency, 19. Januar 2026 – PPCWD erwartete zunächst keine Wasserknappheit
  • Puerto Princesa City Water District, 2. Februar 2026 – Sommer-Notfallplan und Montible-Quelle
  • Philippine Information Agency, 29. Oktober 2024 – Dammplanung, El-Niño-Rückgang und Nachfrageentwicklung
  • Puerto Princesa City Water District, 26. Dezember 2025 – Tarifänderung und Sta.-Lucia-Projekt 2027 bis 2030
  • Puerto Princesa City Water District – Regeln für Wasserpreise und LWUA-Genehmigung

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