MANILA – Die Armed Forces of the Philippines (AFP) überprüfen nach dem abgebrochenen Versorgungsversuch für die BRP Sierra Madre ihre eigenen Sicherheitsabläufe. – klajoo.com – Hintergrund ist, dass chinesische Marine- und Küstenwachschiffe die philippinische Rotation-and-Resupply-Mission am 24. September bereits rund 60 Seemeilen vor Ayungin Shoal erfassten und blockierten – deutlich früher als bei vielen früheren Einsätzen.
AFP-Sprecher für das West Philippine Sea, der pensionierte Rear Admiral Roy Vincent Trinidad, erklärte, das Militär prüfe sämtliche Möglichkeiten. Dazu gehören Kommunikationssicherheit, physische Sicherheit, Dokumentenschutz und personelle Sicherheitsmaßnahmen. Ein Informationsleck ist damit ausdrücklich nicht festgestellt. Die Überprüfung soll klären, wie die chinesischen Kräfte die Mission so früh verfolgen konnten und ob die philippinischen Abläufe angepasst werden müssen.
Bei früheren Versorgungsfahrten kamen philippinische Schiffe nach Angaben aus der aktuellen Berichterstattung teilweise bis auf etwa 15 Seemeilen an Ayungin heran, bevor chinesische Einheiten sie blockierten. Beim jüngsten Versuch erfolgte die Konfrontation wesentlich weiter entfernt. Die Mission mit der MV Lapu-Lapu und mehreren Begleitschiffen musste schließlich abgebrochen werden.
Die frühe Erfassung kann verschiedene Ursachen haben. China unterhält im Südchinesischen Meer ein dichtes Netz aus Küstenwache, Marine, maritimer Miliz, Radar, Luft- und Satellitenaufklärung. Gleichzeitig hat es in der Vergangenheit auf philippinischer Seite bereits nachgewiesene Spionage- beziehungsweise Informationsabflussfälle gegeben. Aus diesen Umständen folgt aber nicht, dass die aktuelle Mission tatsächlich durch einen menschlichen Informanten verraten wurde.
Genau deshalb ist die Wortwahl wichtig: Das AFP untersucht mögliche Schwachstellen und schließt einen Informationsabfluss als eine von mehreren Erklärungen nicht aus. Es gibt bislang keine öffentlich belegte Feststellung, dass Missionsdaten an China weitergegeben wurden.
Für die Versorgung der auf der BRP Sierra Madre stationierten Soldaten hat der Zwischenfall dennoch praktische Bedeutung. Je früher chinesische Einheiten philippinische Bewegungen erkennen, desto schwieriger wird es, Rotation und Nachschub sicher durchzuführen. Das AFP erklärt, dass die Soldaten weiterhin ausreichend versorgt seien und weitere Missionen vorbereitet würden. – RM
Quellen:
- Radyo Pilipinas – AFP reviews security after suspended Ayungin resupply mission
- INQUIRER.net – Military eyes info leak in foiled RoRe mission
- Institute for Maritime and Ocean Affairs – Philippine resupply blocked amid Chinese drills







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