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Manila

National-ID-System: Ausschreibung für 20-jährige Privatkonzession über 2,48 Milliarden Peso gestartet

MANILA – Die Philippine Statistics Authority (PSA) hat den Wettbewerb für eine umfassende Modernisierung und den langfristigen Betrieb des nationalen Identitätssystems eröffnet. – klajoo.com – Das Philippine Digital National Identity Project hat ein geschätztes Volumen von 2,48 Milliarden Peso, umgerechnet rund 34 Millionen Euro, und soll über eine Konzession von 20 Jahren laufen. Vorgesehen ist zusätzlich eine sechsmonatige Übergangsphase.

Das Projekt umfasst nicht nur technische Verbesserungen an der digitalen National ID. Der künftige Konzessionär soll Registrierung, Authentifizierung, Kartenproduktion, technische Integration privater Nutzer des Systems sowie wesentliche Informations- und Kommunikationstechnik des National-ID-Systems modernisieren, betreiben und warten. Damit geht es um zentrale Infrastruktur für den Nachweis der Identität gegenüber Behörden und zunehmend auch gegenüber Banken, Unternehmen und anderen privaten Stellen.

Ausgangspunkt ist kein von der Regierung selbst entwickeltes Ausschreibungsprojekt, sondern ein unaufgeforderter Vorschlag der Unisys Public Sector Services Corporation. Die PSA hat Unisys den Status des ursprünglichen Projektinitiators zuerkannt. Nach der Genehmigung durch das Investment Coordination Committee wurde am 22. September das gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsverfahren eröffnet.

Andere Unternehmen können nun konkurrierende Angebote abgeben. Das Verfahren sieht vor, dass technisch geeignete Bieter einen höheren Anteil der Bruttoeinnahmen für den Staat anbieten müssen als Unisys. Legt ein Wettbewerber das beste Angebot vor, erhält Unisys anschließend 30 Kalendertage Zeit, dieses Angebot zu erreichen. Gelingt das, erhält Unisys die Konzession; andernfalls geht sie an den besseren Bieter.

Der Vertrag soll als Build-Transfer-Operate-Modell umgesetzt werden. Der private Partner finanziert und modernisiert die Systeme, überträgt die entsprechenden Vermögenswerte an die PSA und betreibt und wartet die Infrastruktur anschließend während der Konzessionsdauer. Das unterscheidet das Vorhaben von einer gewöhnlichen Beschaffung einzelner Computer oder Karten: Ein wesentlicher Teil des technischen Betriebs wird für zwei Jahrzehnte vertraglich an einen privaten Konzessionär gebunden.

Genau darin liegt auch die wichtigste zweite Betrachtung. Die National ID ist inzwischen Grundlage für immer mehr staatliche und private Identitätsprüfungen. Bei einer 20-jährigen Konzession werden deshalb nicht nur Preis und technische Leistungsfähigkeit wichtig sein, sondern auch Datenschutz, Ausfallsicherheit, Schnittstellen zu privaten Unternehmen, Kontrolle über technische Änderungen und die Möglichkeit des Staates, den Anbieter bei Problemen wirksam zu steuern oder später zu wechseln. Die Ausschreibung selbst ist noch keine Vergabeentscheidung.

Die PSA begründet das Projekt mit einer schnelleren Registrierung, zuverlässigeren Authentifizierung und einer stabileren digitalen Infrastruktur. Ob die Modernisierung auch die seit Einführung des Systems wiederholt kritisierten praktischen Probleme bei Ausgabe, Verfügbarkeit und Nutzung der National ID nachhaltig löst, wird sich erst nach Abschluss des Wettbewerbs und während der Umsetzung zeigen. – RM

Quellen:

  • Philippine Statistics Authority – Invitation to Submit Comparative Proposals, Philippine Digital National Identity Project
  • Philippine Statistics Authority – ICC greenlights public-private partnership for the National ID
  • Philippine Statistics Authority – National ID

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