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Philippinen und VAE wollen Verteidigungsabkommen stärker mit gemeinsamer Produktion füllen

MANILA – Die Philippinen und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre im Januar vereinbarte Verteidigungskooperation stärker praktisch umsetzen. – klajoo.com – Bei einem Treffen von Verteidigungsminister Gilberto Teodoro mit dem emiratischen Verteidigungsattaché Ahmed Saeed Ali Alramli Alketbi ging es neben Ausbildung und militärischer Zusammenarbeit ausdrücklich auch um die Kooperation der Rüstungsindustrie und die gemeinsame Produktion von Verteidigungsgütern.

Das ist mehr als eine weitere diplomatische Absichtserklärung, aber noch kein konkretes Rüstungsprojekt. Das im Januar 2026 unterzeichnete Memorandum schafft zunächst den Rahmen für militärische Ausbildung, Verteidigungsindustrie und Co-Produktion. Welche Systeme gemeinsam entwickelt oder gefertigt werden könnten, welche Unternehmen beteiligt wären und wie groß ein philippinischer Produktionsanteil wäre, ist bislang nicht veröffentlicht.

Die Richtung passt jedoch zu einer breiteren philippinischen Strategie. Der Self-Reliant Defense Posture Revitalization Act verpflichtet den Staat ausdrücklich dazu, bei Verteidigungsabkommen nach Möglichkeit Entwicklung, Produktion, Montage, Wartung, Herstellung im Land und Co-Produktion einzubeziehen. Ziel ist damit nicht nur der Kauf moderner Ausrüstung, sondern der Aufbau eigener industrieller Fähigkeiten.

Dieser Ansatz wird inzwischen auch mit anderen Partnern verfolgt. US-Unternehmen prüfen Co-Produktion, gemeinsame Entwicklung und Technologietransfer auf den Philippinen; Teodoro hat auch gegenüber Japan und Südkorea wiederholt Interesse an lokaler Fertigung, gemeinsamer Produktion und Wartungskapazitäten geäußert. Dahinter steht ein nachvollziehbares strategisches Interesse: Ein Land, das militärische Systeme nicht nur importiert, sondern Teile davon selbst fertigt, wartet und technisch versteht, wird bei Ersatzteilen, Reparaturen und späteren Weiterentwicklungen weniger abhängig von einzelnen Lieferstaaten.

Für die Philippinen wäre eine solche Zusammenarbeit zugleich ein Weg, technisches Wissen im Land aufzubauen. Rüstungsproduktion umfasst nicht nur Endmontage. Je nach Projekt können Materialtechnik, Elektronik, Software, Sensorik, Qualitätssicherung, Wartung und Ausbildung in lokale Wertschöpfung übergehen. Ob davon tatsächlich philippinische Unternehmen und Fachkräfte profitieren, hängt allerdings von den späteren Vertragsdetails und vom Umfang eines möglichen Technologietransfers ab.

Die VAE sind für eine solche Partnerschaft ein interessanter Akteur, weil sie selbst seit Jahren versuchen, ihre Verteidigungsindustrie durch internationale Kooperation und Co-Produktion auszubauen. Für Manila eröffnet das zusätzliche Optionen neben den bereits engeren Rüstungsbeziehungen zu den USA, Südkorea, Japan und weiteren Partnern. Noch ist aber offen, ob aus dem bestehenden Memorandum ein konkretes gemeinsames Produktionsvorhaben entsteht. – RM

Quellen:

  • Gulf News – UAE, Philippines discuss stronger defence and security cooperation
  • Lawphil – Republic Act No. 12024, Self-Reliant Defense Posture Revitalization Act
  • Philippine News Agency – US defense, security firms exploring business prospects in PH

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