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Luzon

Agrarschäden steigen auf 4,13 Milliarden Peso – Versicherer stellt 187 Millionen für Auszahlungen bereit

LUZON – Die Schäden der jüngsten Habagat- und Taifunserie in der philippinischen Landwirtschaft sind nach Angaben des Department of Agriculture (DA) auf rund 4,13 Milliarden Peso gestiegen. – klajoo.com – Das entspricht grob 57 Millionen Euro. Betroffen sind 97.589 Bauern und Fischer sowie rund 81.383 Hektar landwirtschaftliche Fläche.

Die geschätzten Produktionsverluste liegen bei rund 100.600 Tonnen. Am stärksten betroffen ist Reis: Auf 73.307 Hektar gingen nach DA-Angaben etwa 65.100 Tonnen Produktion im Wert von rund 2,04 Milliarden Peso verloren. Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. weist zugleich darauf hin, dass dies weniger als ein Prozent der für 2026 erwarteten gesamten Reisproduktion von 20,3 Millionen Tonnen ausmacht.

Die Philippine Crop Insurance Corporation (PCIC) hat parallel 187 Millionen Peso, etwa 2,6 Millionen Euro, für Versicherungsleistungen reserviert. Davon sollen 24.987 versicherte Bauern in acht Regionen profitieren. Der größte Teil der vorgesehenen Auszahlung entfällt mit 132,9 Millionen Peso auf Reisanbauer. Für hochwertige Feldfrüchte sind 42,1 Millionen Peso und für Mais 9,3 Millionen Peso vorgesehen.

Die beiden Summen dürfen allerdings nicht gegeneinander gerechnet werden. Die 4,13 Milliarden Peso sind eine Schätzung des gesamten landwirtschaftlichen Schadens. Die 187 Millionen Peso beziehen sich nur auf gemeldete und versicherte Schäden bestimmter Bauern im Zeitraum vom 1. bis 26. August. Ein Quotient aus beiden Zahlen würde deshalb fälschlich den Eindruck erwecken, nur ein bestimmter Prozentsatz des Gesamtschadens sei versichert.

Für die Versorgungslage ist außerdem die Verteilung der Schäden wichtiger als die nationale Gesamtsumme. Beim Reis kann der landesweite Produktionsverlust mengenmäßig relativ klein bleiben, während lokal ganze Ernten kurz vor der Einbringung verloren gehen. Bei Gemüse und Fisch sind regionale Engpässe schneller an den Preisen zu spüren, weil Ausfälle weniger leicht durch große nationale Lager oder Importe abgefedert werden können.

Damit entsteht ein doppeltes Problem: Kurzfristig steigen in einzelnen Regionen die Risiken für Lebensmittelpreise. Mittel- und langfristig entscheidet die Geschwindigkeit der Versicherungszahlungen darüber, ob betroffene Bauern genügend Kapital haben, um erneut anzubauen. Genau hier hat die PCIC angekündigt, die Bearbeitung der Schadensfälle zu beschleunigen. – RM

Quellen:

  • Department of Agriculture – PCIC sets aside P187M for insurance payouts after typhoons
  • GMA News – PCIC earmarks P187-M insurance payouts for farmers hit by Habagat, cyclones

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