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Negros Panay

Arbeitnehmer fordern 250 Peso mehr Mindestlohn in Western Visayas – für viele Betriebe wäre das ein Sprung von fast 50 Prozent

ILOILO/BACOLOD – Arbeitnehmergruppen in Negros Occidental und Panay fordern eine Erhöhung des täglichen Mindestlohns um 250 Peso. – klajoo.com – Die Regional Tripartite Wages and Productivity Board für Western Visayas (RTWPB VI) hat die Petition formell erhalten und mit Konsultationen zwischen Regierung, Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern begonnen.

Die Forderung ist außergewöhnlich groß. Der derzeitige gesetzliche Mindestlohn liegt in Western Visayas je nach Branche und Betriebsgröße zwischen 520 und 550 Peso pro Tag. Eine pauschale Erhöhung um 250 Peso würde die Untergrenze auf 770 Peso und die Obergrenze auf 800 Peso anheben. Das entspräche gegenüber den heutigen Sätzen einem Sprung von rund 45 bis 48 Prozent.

Die heutigen Mindestlöhne gelten nach Wage Order RBVI-29 seit dem 19. November 2025. In nichtlandwirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten beträgt der Mindestlohn 550 Peso pro Tag. Bei Betrieben mit höchstens zehn Beschäftigten sind es 525 Peso, in der Landwirtschaft 520 Peso.

Die beantragten 250 Peso sind deshalb noch weit von einer beschlossenen Lohnerhöhung entfernt. Das Wage Board muss unter anderem Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Entwicklung, Produktivität sowie die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen berücksichtigen. Arbeitgeber hatten nach dem zuletzt veröffentlichten Stand noch keine gemeinsame offizielle Position eingereicht. Das Board strebt eine Entscheidung bis etwa 19. November an.

Bemerkenswert ist auch die regionale Zuständigkeit. Negros Occidental gehört politisch inzwischen zur neu geschaffenen Negros Island Region. Für Mindestlohnentscheidungen wird die Provinz vorerst aber weiterhin vom Wage Board für Western Visayas erfasst, weil die neue Region noch kein eigenes Regional Tripartite Wages and Productivity Board besitzt. Eine Entscheidung von RTWPB VI würde deshalb auch Beschäftigte und Betriebe in Negros Occidental betreffen.

Für Arbeitnehmer ist der Hintergrund nachvollziehbar. Lebensmittel, Energie, Transport und andere Alltagskosten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Eine kräftige Lohnerhöhung könnte einen Teil der verlorenen Kaufkraft ausgleichen. Für kleine Unternehmen, Landwirtschaft und andere arbeitsintensive Betriebe wäre ein Anstieg der gesetzlichen Lohnuntergrenze um nahezu die Hälfte dagegen eine erhebliche zusätzliche Kostenbelastung.

Die tatsächliche Wirkung hängt deshalb davon ab, wie Unternehmen reagieren. Höhere Löhne können den Konsum stärken, gleichzeitig aber auch zu höheren Preisen, langsameren Neueinstellungen, kürzeren Arbeitszeiten oder stärkerem Rationalisierungsdruck führen. Bei besonders kleinen und finanziell schwachen Betrieben besteht zudem das Risiko, dass Beschäftigte verstärkt ohne regulären Arbeitsvertrag oder ohne vollständige Sozialabsicherung eingesetzt werden. Das wäre wirtschaftlich und sozial problematisch, ist aber keine zwangsläufige Folge einer höheren Lohnuntergrenze.

Für klajoo bleibt deshalb der Verfahrensstand entscheidend: 250 Peso mehr sind derzeit eine Forderung, keine beschlossene Lohnordnung. Erst nach den Konsultationen und der Entscheidung des Wage Boards steht fest, ob überhaupt eine Erhöhung kommt, wie hoch sie ausfällt und ob sie nach Branchen oder Betriebsgrößen unterschiedlich gestaltet wird. – RM

  • Negros Now Daily – Labor groups seek P250 wage increase in Negros Occ., Panay
  • National Wages and Productivity Commission – Region VI: Current Daily Minimum Wage Rates

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