MACABEBE – Die Provinz Pampanga hat das Distriktkrankenhaus von Macabebe wegen der anhaltenden Überschwemmungen vorübergehend geschlossen. – klajoo.com – Damit fällt ausgerechnet während einer Hochwasserlage eine wichtige medizinische Einrichtung in einem der besonders stark betroffenen Orte aus.
Vizegouverneur Dennis Pineda ordnete die Schließung am Montag an, um Patienten und Personal nicht weiter zu gefährden. Als Ersatz wurde in einer Mehrzweckhalle in Barangay Batasan nahe dem Deich ein provisorisches Operationszentrum eingerichtet. Nach Angaben des Provincial Health Office sollen dort unter anderem ambulante Behandlungen und kleinere Eingriffe möglich sein.
Die Lage in Macabebe ist außergewöhnlich: Nach den am 17. August veröffentlichten lokalen Angaben standen alle 25 Barangays der Gemeinde unter Wasser. Die gemeldeten Wasserstände reichten je nach Gebiet von etwa einem Fuß bis sechs Fuß, also rund 30 Zentimetern bis 1,8 Metern.
Das Krankenhaus fiel bereits im vergangenen Jahr wegen Hochwassers aus
Besonders problematisch ist, dass es sich nicht um einen erstmaligen Ausfall handelt. Die heute als Macabebe District Hospital bezeichnete Einrichtung in Barangay Batasan ist das Domingo B. Flores District Hospital. Bereits im Juli 2025 musste das Krankenhaus wegen schwerer Überschwemmungen vorübergehend schließen.
Damals war die Situation so ernst, dass das Gesundheitsministerium eine provisorische medizinische Einrichtung im benachbarten Sto. Tomas aufbaute. Das Philippine Emergency Medical Assistance Team 46 richtete dort in einem umgenutzten Gebäude eine Notversorgung mit 15 Betten ein. Angeboten wurden unter anderem allgemeine Untersuchungen, Wiederbelebung, Computertomografie, Laboruntersuchungen, Tollwutimpfungen, Behandlung von Leptospirose sowie grundlegende geburtshilfliche und neonatale Notfallversorgung. Schwerere Fälle wurden an größere Krankenhäuser weitergeleitet.
Dass dieselbe Klinik gut ein Jahr später erneut wegen Hochwassers schließen muss, macht aus der aktuellen Meldung mehr als einen gewöhnlichen wetterbedingten Betriebsausfall. Die Frage ist nicht nur, wie Patienten während der jetzigen Überschwemmung versorgt werden, sondern wie dauerhaft belastbar die medizinische Infrastruktur am Standort ist.
Das neue Ausweichzentrum ist nicht automatisch ein vollständiger Krankenhausersatz
Für die aktuelle Schließung wurde bislang lediglich bestätigt, dass im Operationszentrum in Batasan ambulante Leistungen und kleinere Eingriffe angeboten werden. Aus den derzeit veröffentlichten Angaben geht nicht hervor, ob dort auch stationäre Betten, Bildgebung, Laborleistungen oder eine mit 2025 vergleichbare Notfall- und Geburtshilfe bereitstehen.
Das ist für die Einordnung wichtig. Ein provisorisches Zentrum kann die medizinische Grundversorgung aufrechterhalten, ersetzt aber nicht automatisch sämtliche Leistungen eines Distriktkrankenhauses. Gerade während länger anhaltender Überschwemmungen steigt gleichzeitig der medizinische Bedarf – unter anderem durch Verletzungen, verschmutztes Wasser, Hautinfektionen und das Risiko von Leptospirose.
Wiederkehrende Schließungen werden zum Infrastrukturproblem
Macabebe gehört zu den tief gelegenen Gebieten Pampangas, in denen starker Regen, Abfluss aus dem Pampanga-Flusssystem und hohe Wasserstände immer wieder zu lang anhaltenden Überschwemmungen führen können. Für eine medizinische Einrichtung ist das besonders kritisch: Straßen können schwer passierbar werden, Beschäftigte erreichen ihren Arbeitsplatz schlechter und technische Anlagen, Medikamente oder Stromversorgung müssen vor Wasser geschützt werden.
Ein Krankenhaus, das in einer Katastrophenlage selbst ausfällt, erzeugt deshalb eine doppelte Verwundbarkeit. Während mehr Menschen medizinische Hilfe benötigen, sinkt gleichzeitig die lokale Behandlungskapazität.
Die kurzfristige Verlagerung von Leistungen ist deshalb notwendig, beantwortet aber die langfristige Frage nicht. Nach zwei hochwasserbedingten Schließungen innerhalb von gut einem Jahr wird entscheidend sein, ob bauliche Schutzmaßnahmen am bestehenden Standort ausreichen oder ob für besonders empfindliche Krankenhausfunktionen dauerhaft hochwassersichere Alternativen benötigt werden.
Für die Provinz geht es dabei nicht nur um Macabebe. Die Erfahrungen von 2025 und 2026 zeigen, dass Katastrophenschutz auch bedeuten muss, Krankenhäuser selbst so auszustatten und zu planen, dass sie gerade dann funktionsfähig bleiben, wenn sie am dringendsten gebraucht werden.
Quellen:
- Pampanga PIO: „MACABEBE DISTRICT HOSPITAL, PANSAMANTALANG ISINARA DAHIL SA BAHA; OPSEN ITINAYO SA BRGY. BATASAN“
- Daily Tribune: „Macabebe Hospital closes due to flooding“
- Philippine Information Agency: „DOH opens makeshift hospital in Pampanga to aid flood-stricken residents“







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