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Manila

Fast 2.000 Betroffene und kein Haus: Ombudsman soll mutmaßliches „Ghost Housing“-Projekt in Magalang untersuchen

MAGALANG – Gegen den früheren Bürgermeister von Magalang in Pampanga, Romulo „Romy“ Pecson, und den amtierenden Vizebürgermeister Eller Pecson ist beim Office of the Ombudsman eine Beschwerde wegen eines umstrittenen Sozialwohnungsprojekts eingereicht worden. – klajoo.com – Die Beschwerdeführer werfen den beiden Politikern unter anderem Korruption, schwerwiegendes Fehlverhalten, Unredlichkeit und Amtsmissbrauch vor.

Im Mittelpunkt steht das Sto. Niño Housing Project, das einkommensschwachen Familien den Erwerb eines eigenen Hauses ermöglichen sollte. Nach Angaben von Bewohnern und der Volunteers Against Crime and Corruption (VACC) zahlten mehr als 1.700 beziehungsweise nach neueren Angaben nahezu 2.000 Bewerber über Jahre Beiträge oder Raten – ohne dass die zugesagten Häuser fertiggestellt worden seien.

Die Vorwürfe sind bislang Behauptungen der Beschwerdeführer. Die Einreichung beim Ombudsman ist weder eine Feststellung von Schuld noch der Nachweis, dass öffentliche Gelder veruntreut wurden. Der Ombudsman muss zunächst prüfen, ob die Beschwerde ausreichend begründet ist und ob daraus ein formelles Ermittlungs- oder Verwaltungsverfahren entsteht.

Projekt reicht bis 2019 zurück

Die Auseinandersetzung ist allerdings nicht erst mit der aktuellen Ombudsman-Beschwerde entstanden. Öffentlich zugängliche Darstellungen aus Magalang verweisen darauf, dass für das Sto. Niño Housing Project bereits 2019 ein Memorandum of Understanding geschlossen wurde. Das Vorhaben sollte insbesondere Familien mit geringem Einkommen zugutekommen.

Seitdem ist aus dem Projekt ein jahrelanger Streit geworden. Bereits Anfang 2026 berichteten lokale und nationale Medien über mehr als 1.700 Menschen, die nach eigenen Angaben über etwa fünf Jahre hinweg Zahlungen geleistet hätten, während auf dem vorgesehenen Gelände kein entsprechender Wohnungsbau zustande gekommen sei. In damaligen Berichten war von insgesamt rund 15 Millionen Peso an Beiträgen der Teilnehmer und einem vorgesehenen Budget des Entwicklers von rund 25 Millionen Peso die Rede.

Die heutige Bürgermeisterin Maria Lourdes „Malu“ Paras-Lacson erklärte in diesem Zusammenhang, die rund 15 Millionen Peso seien nicht an die Gemeindeverwaltung von Magalang gegangen. Nach ihrer Darstellung lagen die Geldflüsse zwischen den Beteiligten des Projekts. Gerade deshalb ist für die weitere Aufklärung entscheidend, wer die Zahlungen tatsächlich entgegengenommen hat, auf welcher vertraglichen Grundlage sie erhoben wurden und welche Verpflichtungen die Gemeinde, der Grundstückseigentümer und der Entwickler jeweils übernommen hatten.

Vorwurf: Grundstücke massiv überteuert und außerhalb zulässiger Zonen

Die aktuelle Beschwerde geht über den bloßen Vorwurf hinaus, dass Häuser nicht gebaut worden seien. Die Beschwerdeführer behaupten auch, Grundstücke seien teilweise um bis zu 700 Prozent über ihrem Wert angesetzt worden. Außerdem sollen Flächen betroffen gewesen sein, die nicht innerhalb der für eine entsprechende Wohnbebauung vorgesehenen Zonen lagen.

Auch diese Angaben müssen erst überprüft werden. Für eine belastbare Bewertung wären insbesondere die ursprünglichen Kauf- oder Entwicklungsverträge, Grundstücksbewertungen, Flächennutzungs- und Zoning-Unterlagen sowie Genehmigungen des Department of Human Settlements and Urban Development (DHSUD) entscheidend.

Dass die Frage der Genehmigungen in Magalang nicht theoretisch ist, zeigt eine breitere Entwicklung. Die aktuelle Gemeindeverwaltung hatte bereits im Januar angekündigt, gegen nicht ordnungsgemäß genehmigte Subdivision-Entwickler vorzugehen. Nach Angaben der Bürgermeisterin wurden Cease-and-Desist-Orders gegen Entwickler erlassen, die notwendige Unterlagen nicht vollständig vorweisen konnten. Die Gemeinde erklärte außerdem, künftig keine Geschäftsgenehmigungen mehr für Projekte zu erteilen, die Anforderungen von DHSUD und Lokalverwaltung nicht erfüllen.

Damit ist allerdings nicht automatisch bewiesen, dass das Sto. Niño Housing Project zu den damals genannten illegalen Projekten gehörte. Die Maßnahmen zeigen lediglich, dass Genehmigungs- und Landnutzungsfragen bei Wohnprojekten in Magalang bereits vor der Ombudsman-Beschwerde ein erhebliches Thema waren.

Warum der Fall mehr ist als ein gewöhnlicher lokaler Wohnungsstreit

Das besondere Gewicht des Falls liegt in der Kombination aus sozialem Zweck, Zahl der Betroffenen und der Rolle kommunaler Amtsträger. Bei einem privaten Immobilienprojekt tragen Käufer grundsätzlich ein wirtschaftliches Risiko. Wird ein Projekt jedoch mit Unterstützung oder Beteiligung einer Lokalregierung als günstiges Wohnprogramm für einkommensschwache Familien aufgebaut, entsteht ein zusätzliches öffentliches Vertrauensverhältnis.

Menschen, die sich eine reguläre Immobilie am Markt nicht leisten können, sind darauf angewiesen, dass Grundstücke, Genehmigungen, Entwickler und Finanzierungsmodell vor Beginn regelmäßiger Zahlungen geprüft wurden. Wenn tatsächlich über Jahre Beiträge von mehr als 1.700 Menschen entgegengenommen wurden, ohne dass Häuser entstanden, stellt sich deshalb nicht nur die Frage nach möglichen straf- oder verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeiten. Ebenso wichtig ist, welche Kontrollen vor Beginn des Projekts durchgeführt wurden und warum mögliche Probleme nicht früher zu einem Stopp der Zahlungen führten.

Neue staatliche Wohnprojekte entstehen gleichzeitig in Magalang

Die Kontroverse fällt in eine Zeit, in der Magalang erneut Standort großer staatlich unterstützter Wohnungsprojekte ist. Präsident Ferdinand Marcos Jr. besuchte im April zwei Projekte in Barangay Dolores – Pasinaya Homes und Pagsikat Place – die zum nationalen Pambansang Pabahay para sa Pilipino Housing Program (4PH) gehören.

Diese aktuellen Vorhaben sind vom Sto. Niño Housing Project zu unterscheiden. Sie zeigen aber, weshalb die Aufarbeitung des älteren Projekts auch für das Vertrauen in neue Sozialwohnungsprogramme wichtig ist. Ein neues Programm beseitigt weder mögliche Ansprüche der damaligen Teilnehmer noch beantwortet es die Frage, was mit deren Zahlungen geschah.
Ombudsman muss Vorwürfe jetzt erst prüfen

Für die weitere Berichterstattung wird entscheidend sein, ob der Ombudsman die Beschwerde zur formellen Untersuchung annimmt, welche Unterlagen angefordert werden und wie Romulo und Eller Pecson auf die konkreten Vorwürfe reagieren. Ebenso wichtig sind mögliche Stellungnahmen des Entwicklers und des Grundstückseigentümers.

Bis dahin sollte der Begriff „Ghost Housing“ ausschließlich als Bezeichnung der Beschwerdeführer verwendet werden. Dass kein oder nicht der versprochene Wohnungsbau zustande kam, ist ein überprüfbarer Sachverhalt; ob daraus Korruption oder persönliches Fehlverhalten der genannten Amtsträger folgt, muss erst das zuständige Verfahren klären.

Quellen:

  • ABS-CBN News: “Raps filed vs vice mayor, ex-mayor of Pampanga town over ‘ghost’ housing project”
  • INQUIRER.net: “Pampanga ex-mayor, vice mayor face raps over ‘ghost’ project”
  • SunStar Pampanga: “Magalang LGU cracks down on illegal developers”
  • SunStar Pampanga: “PBBM inspects housing projects in Magalang town”

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