MANILA – Korean Air und Asiana Airlines haben den nächsten entscheidenden Schritt ihrer jahrelangen Fusion beschlossen. – klajoo.com – Die zuständigen Unternehmensgremien stimmten der vollständigen Integration zu; die Fusion und Registrierung des zusammengeführten Unternehmens ist für den 17. Dezember 2026 vorgesehen. Asiana soll danach in Korean Air aufgehen.
Die Übernahme selbst ist nicht neu. Korean Air hatte im Dezember 2024 nach einem mehrjährigen internationalen Kartellverfahren 63,88 Prozent an Asiana erworben. Seitdem arbeitet Asiana als Tochtergesellschaft weiter. Der neue Termin bezeichnet nun den geplanten Abschluss dieser Übergangsphase.
Für Reisende wird der 16. Dezember zur wichtigen Grenze
Besonders konkret sind die Auswirkungen für Mitglieder von Asiana Club und Star Alliance. Asiana hat offiziell angekündigt, die Star Alliance am 16. Dezember 2026 um 23:59 Uhr koreanischer Zeit zu verlassen. Damit enden für Asiana-Flüge die entsprechenden Star-Alliance-Meilengutschriften, Prämienmöglichkeiten und Statusvorteile. Nach der Integration sollen Reisende in das SkyTeam-Umfeld von Korean Air wechseln.
Asiana erklärt, dass bestehende Star-Alliance-Gold-Vorteile für entsprechend qualifizierte Asiana-Club-Mitglieder bis zu Flügen am 16. Dezember gelten. Für Kunden mit bereits gebuchten Reisen um den Fusionszeitpunkt herum ist deshalb wichtig, Buchung, Vielfliegernummer, Lounge- und Gepäckrechte unmittelbar vor Reiseantritt erneut zu kontrollieren.
Philippinen-Strecken besonders relevant
Die Fusion betrifft einen für die Philippinen wichtigen Luftverkehrsmarkt. Korean Air verkauft aktuell Verbindungen zwischen Seoul und Manila, Cebu sowie Clark; auch Asiana ist auf den Philippinen präsent und nennt Manila, Cebu und Clark in seinen Reiseinformationen. Wo beide Unternehmen bislang ähnliche Strecken bedienen, kann die Integration zu geänderten Flugnummern, Frequenzen, Abflugzeiten oder einer Neuverteilung der Kapazität führen.
Welche einzelnen Philippinen-Flüge ab dem 17. Dezember entfallen, zusammengelegt oder unter Korean-Air-Flugnummer weitergeführt werden, sollte allerdings nicht aus der Fusion allein abgeleitet werden. Maßgeblich sind die konkreten Flugpläne, die die Gesellschaften für die Zeit nach der Integration veröffentlichen.
Fusion war nur mit Wettbewerbsauflagen möglich
Die Übernahme hatte sich über Jahre verzögert, weil Wettbewerbsbehörden in mehreren Ländern die starke Marktstellung des zusammengeführten Konzerns prüften. Korean Air musste unter anderem Zugeständnisse bei bestimmten Strecken machen; Asiana verkaufte sein Frachtgeschäft. Auch die Billigfluggesellschaften des Konzerns sollen langfristig stärker zusammengeführt werden.
Für Philippinen-Reisende ist die Fusion deshalb weniger wegen des Unternehmensnamens interessant als wegen möglicher Veränderungen bei Flugangebot, Anschlussverbindungen über Seoul und Vielfliegerprogrammen. Bis zum 17. Dezember bleiben die beiden Marken noch getrennt im Markt; für Reisen danach sollten Kunden ihre Buchungen und Programmbedingungen erneut prüfen.
Quellen: Korean Air und Asiana Airlines, Beschlüsse zur Integration; Asiana Airlines, offizieller Hinweis zum Austritt aus der Star Alliance; Korean Air, aktuelle Philippinen-Strecken; Philippine News Agency; Reuters-Hintergrund zur Übernahme. RM







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