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ADB finanziert neue Machbarkeitsstudie für feste Verbindung zwischen Luzon und Samar

MANILA – Die geplante feste Verbindung über die San-Bernardino-Straße zwischen Sorsogon auf Luzon und Northern Samar erhält neue finanzielle Unterstützung. – klajoo.com – Die Asian Development Bank (ADB) stellt nach Angaben aus den Haushaltsberatungen 500 Millionen PHP, rund 7 Millionen EUR, für eine neue Machbarkeitsstudie bereit. Der philippinische Staat hat zusätzlich 130 Millionen PHP, rund 1,8 Millionen EUR, als eigenen Anteil vorgesehen.

Die Verbindung wird derzeit unter dem Namen Sorsogon-Samar Transport Crossing diskutiert. Sie soll den Bereich zwischen Matnog in Sorsogon und Allen in Northern Samar dauerhaft miteinander verbinden. Aktuelle Angaben sprechen von einer ungefähr 20 Kilometer langen festen Querung; ältere Planungen untersuchten eine mehrteilige Verbindung über Inseln im San-Bernardino-Gebiet sowie alternativ Tunnelvarianten.

Die ADB soll die neue Studie im November ausschreiben. Für die Untersuchung sind etwa zwölf Monate vorgesehen. Geprüft werden sollen unter anderem Meeresboden und Wassertiefe, Geologie und Baugrund, Erdbebenrisiken, Strömung und Wellengang, Schiffsverkehr, Taifune sowie Umwelt- und Sozialfolgen.

Die Studie ist keineswegs eine Formalität. Eine frühere Machbarkeitsuntersuchung kam 2019 zu einem negativen Ergebnis. Die damals bevorzugte Variante erreichte nach Angaben der Regionalentwicklungsbehörde lediglich eine wirtschaftliche interne Rendite von 4,77 Prozent und blieb damit deutlich unter dem damals geforderten Wert. Zusätzlich galten Wassertiefen von durchschnittlich rund 300 Metern als erhebliches technisches Hindernis.

Seitdem wurden verschiedene Varianten erneut diskutiert. Regionale Unterlagen nannten zuletzt Baukosten zwischen 257 und 766 Milliarden PHP – grob rund 3,6 bis 10,7 Milliarden EUR. Diese enorme Spanne zeigt, dass selbst die grundlegende technische Lösung noch nicht feststeht. Neben langen Brücken wurden auch ein tief liegender Tunnel oder ein sogenannter submerged floating tunnel, also ein unter Wasser aufgehängter Tunnel, als Möglichkeiten genannt.

Der Nutzen einer festen Verbindung wäre erheblich. Heute wird der Verkehr zwischen Matnog und Allen mit Roll-on/Roll-off-Fähren abgewickelt. Die Überfahrt selbst dauert je nach Quelle und Bedingungen etwa eineinhalb Stunden; Wartezeiten und Staus in den Häfen können die Reise deutlich verlängern. Eine feste Verbindung könnte den Landverkehr von Luzon in die Eastern Visayas und weiter nach Mindanao wesentlich verlässlicher machen, insbesondere bei Hafenüberlastung und ungünstigem Wetter.

Gleichzeitig ist die Finanzierung der Machbarkeitsstudie noch keine Finanzierung des Bauwerks. 630 Millionen PHP für Untersuchungen sind im Verhältnis zu möglichen Baukosten von mehreren hundert Milliarden Peso nur ein sehr kleiner erster Schritt. Selbst ein positives Studienergebnis müsste anschließend in detaillierte Planung, Umweltgenehmigungen, Finanzierung und wahrscheinlich mehrere Jahre Bauzeit überführt werden.

Gerade deshalb ist die neue Studie wichtig. Sie muss nicht nur beantworten, ob eine solche Verbindung technisch gebaut werden kann, sondern auch, ob der volkswirtschaftliche Nutzen die außergewöhnlich hohen Kosten rechtfertigt. Die negative Bewertung von 2019 setzt dabei einen klaren Maßstab: Die neue Planung muss zeigen, was sich technisch, wirtschaftlich oder bei den Verkehrsprognosen so verändert hat, dass sich die Rechnung heute anders darstellen könnte. – RM

Quellen:

  • The Philippine Star: Proposed Luzon-Visayas bridge gets P500 million ADB feasibility funding
  • Philippine News Agency: P130-M set aside for PH counterpart of Sorsogon-Samar Bridge study
  • Philippine News Agency: E. Visayas council seeks new study of Sorsogon-Samar bridge
  • Philippine News Agency: Japanese experts check proposed Luzon-Samar Bridge

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