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PDIC will philippinische Einlagensicherung umfassend modernisieren

MANILA – Die Philippine Deposit Insurance Corporation (PDIC) bereitet eine weitreichende Reform des philippinischen Einlagensicherungssystems vor. – klajoo.com – Die staatliche Einlagensicherung will ihren gesetzlichen Auftrag ausweiten, Entschädigungen nach Bankenschließungen beschleunigen und zusätzliche Instrumente für schwere Finanzkrisen erhalten. Die Vorschläge befinden sich noch im Gesetzgebungs- und Konsultationsprozess und sind noch kein geltendes Recht.

Heute sind bis zu einer Million Peso pro Bank geschützt

Seit dem 15. März 2025 beträgt die maximale Einlagensicherung auf den Philippinen eine Million Peso pro Einleger und pro Bank. Zuvor lag die Grenze seit 2009 bei 500.000 Peso. Geschützt sind Einlagen bei Banken, die von der Bangko Sentral ng Pilipinas zugelassen und Mitglieder der PDIC sind. Dazu gehören unter anderem Geschäftsbanken, Sparkassen, Rural Banks, Cooperative Banks und Digitalbanken.

Die Formulierung „pro Einleger und pro Bank“ ist für Sparer wichtig: Wer beispielsweise 1,5 Millionen Peso bei nur einer versicherten Bank hält, ist im Fall einer Schließung grundsätzlich bis zur gesetzlichen Obergrenze von einer Million Peso abgesichert. Einlagen bei einer anderen versicherten Bank unterliegen einer eigenen Obergrenze.

Nicht jedes Finanzprodukt bei einer Bank ist eine versicherte Einlage. Wertpapiere, Anleihen, Treuhand- und bestimmte Investmentprodukte fallen nach den geltenden Regeln nicht unter die PDIC-Einlagensicherung. Ebenfalls ausgeschlossen sind unter anderem fiktive oder betrügerische Konten sowie Gelder, die nach den gesetzlichen Kriterien aus rechtswidrigen Aktivitäten stammen.

Versicherungsschutz könnte über klassische Banken hinausreichen

Einer der wichtigsten Reformpunkte ist die mögliche Ausweitung des Systems auf geeignete Einlagen bei Nichtbanken und Genossenschaften. Hier ist eine wichtige Unterscheidung nötig: Eine von der Zentralbank zugelassene Cooperative Bank ist bereits heute Teil des Bankensystems und damit grundsätzlich PDIC-versichert. Gewöhnliche Genossenschaften und andere nicht als Bank zugelassene Finanzinstitutionen fallen dagegen bislang nicht automatisch unter die PDIC.

Die PDIC will deshalb eine gesetzliche Grundlage schaffen, mit der künftig bestimmte Einlagen auch außerhalb des klassischen Bankensektors versichert werden könnten. Welche Institutionen und Einlagen konkret einbezogen werden sollen und welche Voraussetzungen dafür gelten würden, ist noch nicht abschließend festgelegt.

Fünf Reformbausteine stehen im Mittelpunkt

Nach Angaben der PDIC konzentriert sich die geplante Modernisierung auf fünf strukturelle Bereiche. Neben der erweiterten Abdeckung sollen Konten mit besonders hoher gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Bedeutung unter bestimmten Voraussetzungen einen höheren Schutz erhalten können. Welche Kontotypen darunter fallen und wie hoch ein zusätzlicher Schutz ausfallen könnte, ist bislang nicht festgelegt.

Außerdem sollen Entschädigungen nach der Schließung einer Bank schneller ausgezahlt werden. Dafür will die PDIC die Prüfung von Einlagendaten vereinfachen und gesetzliche Hürden beseitigen, die eine zügige Erstattung verzögern können.

Ein weiterer Vorschlag betrifft außergewöhnliche Finanzkrisen. Die PDIC möchte die Befugnis erhalten, bei einer systemischen Krise vorübergehend eine umfassendere Garantie auszusprechen, um einen Bank Run – also massenhafte gleichzeitige Abhebungen aus Sorge vor Bankenzusammenbrüchen – zu verhindern. Eine solche Garantie wäre kein dauerhafter Ersatz für die reguläre Obergrenze, sondern ein Kriseninstrument.

Schließlich sollen die Regeln für die Abwicklung geschlossener Banken und die institutionellen Möglichkeiten der PDIC weiter gestärkt werden.

Gesetzgebung läuft noch

Die PDIC hat nach eigenen Angaben bereits Konsultationen mit staatlichen Stellen und weiteren Beteiligten begonnen. Ein Workshop mit Regierungsinstitutionen wurde im Juni 2026 abgeschlossen. Die konkreten Änderungsvorschläge sollen in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet werden.

Parallel liegt im Senat bereits Senate Bill No. 1667 vor. Der von Senatspräsident Vicente Sotto III eingebrachte Entwurf zielt ebenfalls auf Änderungen der PDIC-Charta und eine Stärkung der Einlagensicherung. Welche Elemente der PDIC-Vorschläge schließlich in ein verabschiedetes Gesetz einfließen, steht noch nicht fest.

Für Sparer ändert sich deshalb zunächst nichts: Die reguläre maximale Einlagensicherung bleibt derzeit bei einer Million Peso pro Einleger und pro versicherter Bank. Die nun diskutierten Reformen zeigen jedoch, dass der Schutz künftig breiter angelegt und in Krisen flexibler gestaltet werden könnte.

Quellen: Philippine Deposit Insurance Corporation (PDIC), Pressemitteilung vom 6. August 2026; PDIC, Q&A zur Maximum Deposit Insurance Coverage; Senat der Philippinen, Senate Bill No. 1667. RM

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