NEGROS – In Negros Occidental sind in drei weiteren Gemeinden Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt worden. – klajoo.com – Neu hinzugekommen sind Isabela, La Castellana und Binalbagan im Süden der Provinz.
Insgesamt haben inzwischen 17 Städte und Gemeinden Schweineverluste durch verschiedene Tierkrankheiten gemeldet. Dabei ist jedoch nicht jeder einzelne Todesfall durch einen Labortest eindeutig der Afrikanischen Schweinepest zugeordnet worden. Neben ASF kommen nach Angaben der Veterinärbehörden auch andere Erkrankungen wie die klassische Schweinepest, auf den Philippinen häufig als Hog Cholera bezeichnet, als Ursache infrage.
2.338 tote Schweine seit Beginn des Jahres
Nach Angaben von Gouverneur Eugenio Jose Lacson starben in den betroffenen Gebieten bislang 2.338 Schweine. Die Bestände der 17 Städte und Gemeinden umfassen zusammen rund 90.981 Tiere.
Damit sind etwa 2,57 Prozent der dort erfassten Schweinebestände betroffen. Der wirtschaftliche Verlust wird von der Provinzregierung auf rund 24,1 Millionen Peso geschätzt. Die meisten Fälle wurden im südlichen Teil von Negros Occidental registriert.
Die Zahlen dürfen nicht so verstanden werden, dass alle 2.338 Tiere nachweislich an ASF gestorben sind. Viele verendete Schweine wurden nach früheren Angaben unmittelbar vergraben und nicht mehr im Labor untersucht. Die Provinz kann daher bei einem Teil der Fälle nur von einem Verdacht oder einer nicht genauer bestimmten Schweinekrankheit ausgehen.
Ausbreitung laut Gouverneur langsamer als bei früherem Ausbruch
Gouverneur Lacson erklärte, die Seuche breite sich derzeit nicht so schnell aus wie bei früheren Ausbrüchen. Die Provinz könne die Situation aufgrund der bisherigen Erfahrungen besser kontrollieren.
Als Gründe nannte er eine verstärkte Überwachung, strengere Biosicherheitsmaßnahmen und schnellere Reaktionen auf neue Verdachtsfälle. Der Anstieg auf 17 betroffene Kommunen bedeutet daher nicht automatisch, dass sich die Zahl der erkrankten Tiere im gleichen Verhältnis erhöht hat.
Entscheidend bleibt, wie schnell erkrankte Tiere erkannt, Betriebe abgesperrt und Proben zur Laboruntersuchung gebracht werden. Schweinehalter sollen verdächtige Erkrankungen und ungewöhnliche Todesfälle umgehend den örtlichen Veterinärstellen melden und keine kranken oder verendeten Tiere verkaufen oder transportieren.
ASF ist für Menschen ungefährlich
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die Haus- und Wildschweine befällt. Bei schweren Krankheitsverläufen kann ein großer Teil der infizierten Tiere sterben.
Menschen können sich weder durch den Kontakt mit Schweinen noch durch den Verzehr von Schweinefleisch mit ASF anstecken. Die Krankheit ist dennoch wirtschaftlich schwerwiegend, weil Ausbrüche zu Tierverlusten, Betriebssperren, Transportbeschränkungen und erheblichen Einkommensausfällen für Schweinehalter führen können.
Fleisch von erkrankten oder ohne tierärztliche Kontrolle geschlachteten Tieren darf trotz der fehlenden Gefahr einer ASF-Übertragung auf Menschen nicht in den Handel gelangen. Verbraucher sollten Schweinefleisch deshalb nur aus kontrollierten Schlachtbetrieben und zugelassenen Verkaufsstellen beziehen.
Folgen für Schweinehalter und Preise noch offen
Die Provinzregierung hat bislang keine neue vollständige Aufstellung darüber veröffentlicht, wie viele Tiere wegen der bestätigten ASF-Fälle vorsorglich getötet wurden, wie viele Betriebe unmittelbar betroffen sind oder welche Entschädigungen an Schweinehalter gezahlt werden.
Auch belastbare Aussagen zu einer möglichen Auswirkung auf die Schweinefleischpreise in Negros Occidental liegen noch nicht vor. Entscheidend wird sein, ob weitere größere Bestände betroffen sind und ob Transportbeschränkungen die Versorgung von Schlachthöfen und Märkten beeinträchtigen.
Die Zahl von 17 Kommunen beschreibt deshalb vor allem die geografische Ausdehnung der gemeldeten Tierkrankheiten. Für die tatsächliche Schwere des Ausbruchs sind die Zahl der bestätigten ASF-Fälle, die betroffenen Betriebe und der Anteil der Verluste am jeweiligen örtlichen Schweinebestand aussagekräftiger.
Quellen: Provinzregierung und Provincial Veterinary Office Negros Occidental über Digicast Negros und The Philippine Star; Department of Agriculture; World Organisation for Animal Health / RM







Add Comment