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Mindanao

HIRAYA soll Forschung und Unternehmen in Nord-Mindanao zusammenbringen

MINDANAO – Eine neue digitale Plattform soll Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Behörden und Start-ups in Nord-Mindanao besser miteinander verbinden. – klajoo.com – HIRAYA wurde am 22. Juli 2026 während der Regional Science, Technology and Innovation Week in Mambajao auf der Insel Camiguin vorgestellt. Nach Angaben des Department of Science and Technology, kurz DOST, handelt es sich um die erste zentrale Wissens- und Kooperationsplattform dieser Art für die Region Nord-Mindanao.

Der Name steht für „Harnessing Innovation, Research, and Analytics for a Yielder and Adaptive Knowledge Ecosystem Management System“. Sinngemäß soll die Plattform Forschung, Innovation und Daten in einem gemeinsamen, anpassungsfähigen Wissenssystem zusammenführen.

Verstreute Informationen an einem Ort

In Nord-Mindanao gibt es zahlreiche Hochschulen, Forschungsprojekte, Fachleute, Start-ups und Programme zur Wirtschaftsförderung. Nach Einschätzung der Projektverantwortlichen arbeiten diese Akteure jedoch häufig nebeneinander, ohne ausreichend voneinander zu wissen.

HIRAYA soll deshalb an einem Ort Informationen bündeln über:

  • abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte,
  • Fachgebiete und verfügbare Wissenschaftler,
  • Patente und anderes geistiges Eigentum,
  • Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen,
  • regionale Innovationsdaten,
  • Start-ups und verfügbare Technologien,
  • sowie Förderprogramme verschiedener Behörden.

Behörden könnten die Daten für politische und wirtschaftliche Planungen verwenden. Forschende sollen leichter Partner und Finanzierungsmöglichkeiten finden. Unternehmen können nach bestehenden Technologien oder fachlicher Unterstützung suchen.

„Problem Bank“ für konkrete Aufgaben

Eine zentrale Funktion ist eine Datenbank für konkrete Problemstellungen, die auf der Plattform „Problem Bank“ genannt wird. Dort können Unternehmen, Kommunen und andere Organisationen technische oder organisatorische Aufgaben einstellen, für die sie eine Lösung suchen.

Ein kleiner oder mittlerer Betrieb könnte beispielsweise beschreiben, dass er für einen Produktionsschritt eine bessere Maschine, ein Verfahren zur Verarbeitung regionaler Rohstoffe oder eine Lösung zur Senkung des Energieverbrauchs benötigt.

Forschende, Entwickler und Start-ups sollen anschließend prüfen können, ob bereits eine passende Technologie existiert oder gemeinsam eine neue Lösung entwickelt werden kann.

Damit soll ein häufiges Problem überwunden werden: Unternehmen kennen verfügbare Forschungsergebnisse nicht, während Hochschulen Technologien entwickeln, ohne einen Betrieb zu finden, der sie praktisch einsetzt.

Fördermöglichkeiten für Forschungsprojekte

HIRAYA soll außerdem aktuelle Fördermöglichkeiten verschiedener Behörden zusammenführen.

Genannt werden Programme des Department of Science and Technology, des Department of Information and Communications Technology, kurz DICT, sowie des Department of Trade and Industry.

Forschende müssten dadurch nicht mehr jede Behördenseite einzeln durchsuchen. Ob die Plattform tatsächlich sämtliche Ausschreibungen vollständig und rechtzeitig erfasst, hängt allerdings davon ab, wie regelmäßig die beteiligten Stellen ihre Angaben aktualisieren.

Öffentlich und kostenlos zugänglich

Nach Angaben der Entwickler ist HIRAYA öffentlich und kostenfrei zugänglich. Die Plattform richtet sich nicht ausschließlich an Mitglieder regionaler Forschungs- oder Regierungsgremien.

Auch Kommunen, Unternehmen, Start-ups, Hochschulen, einzelne Forschende und Mitglieder örtlicher Gemeinschaften sollen sie nutzen können.

Entwickelt wurde das System unter Leitung des DICT für den zuständigen Unterausschuss des Regional Research, Development and Innovation Committee im Regional Development Council der Region X.

Zu den beteiligten Partnern gehören Wissenschafts- und Wirtschaftsbehörden, Hochschulen, Kommunen und regionale Unternehmensorganisationen.

Entscheidend ist die weitere Pflege

Mit dem Start der Internetplattform ist das grundlegende Problem noch nicht gelöst.

HIRAYA kann nur funktionieren, wenn Hochschulen, Behörden und Unternehmen ihre Projekte, Fachleute, Patente und Problemstellungen tatsächlich eintragen und die Informationen regelmäßig aktualisieren.

Ebenso wichtig ist, ob aus den eingestellten Problemen konkrete Kooperationen entstehen. Eine spätere Bilanz sollte deshalb nicht nur die Zahl registrierter Nutzer oder Datensätze nennen, sondern auch zeigen:

  • wie viele Unternehmen eine Problemstellung eingestellt haben,
  • wie viele davon mit Forschenden oder Start-ups zusammengebracht wurden,
  • wie viele gemeinsame Projekte begonnen wurden,
  • welche Finanzierungen vermittelt werden konnten,
  • und ob daraus tatsächlich eingesetzte Produkte oder Verfahren entstanden sind.

Die Projektverantwortlichen wollen HIRAYA in weiteren Entwicklungsphasen ausbauen und zusätzliche Daten staatlicher Stellen und privater Partner einbinden.

Quellen: Department of Science and Technology; Department of Information and Communications Technology; Regional Development Council Region X / RM

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