MANILA – Philippinische Stromkunden müssen auch im August keinen Green Energy Auction Allowance bezahlen. – klajoo.com – Die Energy Regulatory Commission hat die vorübergehende Aussetzung des landesweiten Zuschlags auf die Abrechnungsmonate Juli und August ausgeweitet.
Der Zuschlag beträgt regulär 0,0371 Peso je verbrauchter Kilowattstunde.
Er wird von Stromversorgern, freien Stromlieferanten und dem Netzbetreiber National Grid Corporation of the Philippines eingezogen.
Die Einnahmen fließen in einen Fonds, aus dem Betreiber erneuerbarer Energieanlagen bezahlt werden, die über das staatliche Green Energy Auction Program ausgewählt wurden.
Die Aussetzung gilt für sämtliche Stromkunden.
Die unmittelbare Entlastung eines einzelnen Haushalts bleibt allerdings klein.
Bei einem monatlichen Stromverbrauch von 100 Kilowattstunden entfällt im August ein Betrag von 3,71 Peso.
Bei 200 Kilowattstunden sind es 7,42 Peso, bei 300 Kilowattstunden 11,13 Peso.
Für einen einzelnen Haushalt verändert die Maßnahme die Stromrechnung deshalb kaum.
Landesweit summieren sich die ausgesetzten Zahlungen dennoch zu einem erheblichen Betrag.
Die Energy Regulatory Commission erklärt, dass der vorhandene Fonds ausreichend gefüllt ist, um die Zahlungen an berechtigte Betreiber erneuerbarer Energieanlagen während der Aussetzung weiterzuführen.
Am 5. Juni verfügte der Green Energy Auction Allowance Fund nach Angaben der Behörde über rund 707,47 Millionen Peso.
Diese Reserve soll auch Verpflichtungen gegenüber zusätzlichen Anlagen abdecken, die in den kommenden Monaten den kommerziellen Betrieb aufnehmen.
Die Zahlungen an die Betreiber werden damit nicht gestrichen.
Sie werden während der beiden Monate aus dem bereits vorhandenen Fondsbestand finanziert, anstatt neue Beiträge von den Stromkunden einzuziehen.
Eine unmittelbare Finanzierungslücke oder spätere Nachforderung ist nach der derzeitigen Darstellung der Regulierungsbehörde nicht vorgesehen.
Ob der Zuschlag nach August wieder erhoben wird, steht noch nicht fest.
Die Energy Regulatory Commission will die finanzielle Lage des Fonds im August umfassend prüfen.
Dabei muss sie berücksichtigen, welche Zahlungen bereits fällig sind, wie viele neue Anlagen hinzukommen und wie lange die vorhandene Reserve ohne weitere Einnahmen reicht.
Eine weitere Aussetzung wäre nur möglich, wenn der Fonds weiterhin ausreichend Mittel besitzt.
Sinkt der Bestand zu stark, müsste der Zuschlag wieder auf den Stromrechnungen erscheinen oder anderweitig finanziert werden.
Der Green Energy Auction Allowance ist Teil des staatlichen Systems zur Förderung erneuerbarer Energien.
Im Green Energy Auction Program konkurrieren Entwickler um langfristige Lieferverträge für Solar-, Wind-, Wasserkraft- und andere erneuerbare Energieprojekte.
Die Auktionen sollen Investoren Planungssicherheit geben und gleichzeitig verhindern, dass der Staat ohne Wettbewerb zu hohe Preise garantiert.
Der landesweite Zuschlag verteilt die Kosten auf sämtliche Stromverbraucher.
Dadurch zahlen auch Haushalte in Gebieten ohne ein entsprechendes Kraftwerk einen kleinen Beitrag zur Förderung neuer erneuerbarer Energieanlagen.
Die Aussetzung verändert die bestehenden Verträge und Ausbauziele nach Angaben der Regulierungsbehörde nicht.
Betreiber berechtigter Anlagen sollen weiterhin pünktlich bezahlt werden.
Die Maßnahme dient ausschließlich dazu, Stromkunden während der hohen Energie- und Lebenshaltungskosten kurzfristig zu entlasten.
Der Zuschlag war bereits für Mai und Juni ausgesetzt worden.
Damals verfügte der Fonds Anfang Mai über rund 466,49 Millionen Peso.
Bis Anfang Juni stieg der Bestand trotz der ausgesetzten Erhebung auf rund 707,47 Millionen Peso.
Das deutet darauf hin, dass während dieses Zeitraums noch andere Einnahmen, Abrechnungen oder bereits zuvor eingezogene Beträge in den Fonds flossen.
Die Regulierungsbehörde erläuterte in ihrer Mitteilung jedoch nicht im Einzelnen, wodurch sich der Bestand um rund 241 Millionen Peso erhöhte.
Für eine transparente Bewertung wäre eine regelmäßige Veröffentlichung der Ein- und Auszahlungen hilfreich.
Daraus müsste hervorgehen, welche Stromerzeuger Geld erhalten, welche Anlagen bereits Strom liefern und wie lange der Fonds bei einer fortgesetzten Aussetzung ausreichen würde.
Die Aussetzung ist keine Senkung der eigentlichen Erzeugungs-, Übertragungs- oder Verteilungskosten.
Auch Steuern und andere Bestandteile der Stromrechnung bleiben bestehen.
Haushalte sollten deshalb keine spürbare Verringerung ihrer Gesamtrechnung allein aufgrund dieser Maßnahme erwarten.
Der Nutzen liegt eher in der Summe mehrerer kleiner Entlastungen, die verhindern sollen, dass die ohnehin hohen Stromrechnungen zusätzlich steigen. – Quelle: Energy Regulatory Commission / RM







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