LUZON – Gesundheits- und Landwirtschaftsbehörden haben in der Provinz Ifugao ihre Überwachung der Japanischen Enzephalitis verstärkt. – klajoo.com – Zwischen dem 4. Januar und dem 4. Juli 2026 wurden sechs Infektionen bestätigt. Ein Patient starb.
Zwei Fälle traten in der Gemeinde Asipulo auf. Betroffen waren die Barangays Namal und Camandag.
Jeweils ein weiterer Fall wurde aus Aguinaldo, Banaue, Lagawe und Lamut gemeldet.
Die Behörden untersuchen derzeit die Umgebung der Wohnorte früherer Patienten. Dabei suchen sie nach Brutplätzen von Culex-Mücken und prüfen weitere mögliche Risikofaktoren.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Nähe von Schweinehaltungen zu Wohngebieten.
Die Japanische Enzephalitis wird durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Menschen stecken sich nicht direkt bei Schweinen und auch nicht untereinander an.
Schweine und bestimmte Wasservögel können das Virus in ihrem Blut vermehren. Mücken nehmen es beim Blutsaugen auf und können es anschließend auf Menschen übertragen.
Der Verzehr von Schweinefleisch stellt kein Übertragungsrisiko dar.
Die Krankheit tritt vor allem in ländlichen und landwirtschaftlich geprägten Gebieten auf. Reisfelder, Bewässerungsgräben, stehendes Wasser und Schweinehaltungen können günstige Bedingungen für den Übertragungszyklus schaffen.
In tropischen Gebieten kann das Virus grundsätzlich ganzjährig übertragen werden. Während der Regenzeit kann das Risiko steigen, weil mehr geeignete Brutplätze für Mücken entstehen.
Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt oder verursachen nur leichte Beschwerden wie Fieber und Kopfschmerzen.
Nur ein kleiner Teil der Infizierten entwickelt eine schwere Erkrankung.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation führt ungefähr eine von 250 Infektionen zu einer schweren klinischen Form.
Dann kann sich das Gehirn entzünden.
Mögliche Symptome sind plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Lähmungen und Bewusstlosigkeit.
Bei Kindern können zunächst Bauchschmerzen und Erbrechen im Vordergrund stehen.
Eine Gehirnentzündung ist ein medizinischer Notfall.
Für die Japanische Enzephalitis gibt es keine spezielle antivirale Behandlung. Ärzte können die Patienten nur intensivmedizinisch stabilisieren, Krampfanfälle behandeln und weitere Beschwerden lindern.
Bis zu 30 Prozent der Patienten mit einer schweren Gehirnentzündung können sterben.
Ein erheblicher Teil der Überlebenden behält dauerhafte neurologische, geistige oder verhaltensbezogene Beeinträchtigungen.
Dazu können wiederkehrende Krampfanfälle, Muskelschwäche, Lähmungen, Sprachprobleme, Gedächtnisstörungen sowie Einschränkungen des Hör- oder Sehvermögens gehören.
Die sechs Fälle in Ifugao sind deshalb trotz der zunächst klein wirkenden Zahl ernst zu nehmen.
Japanische Enzephalitis ist auf den Philippinen keine neue Krankheit.
Das Virus gilt im gesamten Land als heimisch. Bereits in früheren Jahren wurden Fälle und Todesfälle aus verschiedenen Regionen gemeldet.
Das Gesundheitsministerium registrierte 2016 landesweit 122 im Labor bestätigte Fälle.
2017 stieg die Zahl auf 275 und 2018 auf 340 bestätigte Fälle.
Central Luzon meldete 2018 mit 110 Fällen die höchste Zahl unter den Regionen.
Auch in der Cordillera Administrative Region, zu der Ifugao gehört, gab es bereits frühere Erkrankungen.
2018 wurden in der gesamten Cordillera 24 bestätigte Fälle erfasst.
Je fünf Fälle entfielen damals auf Baguio, Kalinga und Benguet. Ifugao und Apayao meldeten jeweils drei Fälle, Abra zwei und Mountain Province einen Fall.
Von 2015 bis 2017 waren in der Cordillera insgesamt 36 bestätigte Fälle registriert worden.
Baguio allein meldete zwischen 2016 und 2018 zehn bestätigte Infektionen.
Als Reaktion auf die damalige Entwicklung begann das Gesundheitsministerium 2019 mit einer Impfkampagne in besonders betroffenen Regionen.
Dazu gehörten die Ilocos Region, Cagayan Valley, Central Luzon und die Cordillera Administrative Region.
In der Cordillera sollten zunächst etwa 175.000 Kinder erreicht werden.
Bereits innerhalb der ersten beiden Februarwochen 2019 erhielten 3.837 Kinder in Abra, Baguio und Benguet eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis.
Die damaligen Programme richteten sich vor allem an Kinder, weil schwere Erkrankungen in asiatischen Endemiegebieten besonders häufig bei unter 15-Jährigen auftreten.
Frühere größere Häufungen wurden auch außerhalb Nordluzons gemeldet.
In Iloilo wurden von Januar bis Anfang Juni 2023 insgesamt 14 bestätigte Fälle registriert. Vier Patienten starben.
Neun der Erkrankten waren zwischen vier und zehn Jahre alt. Ein weiterer Patient war jünger als ein Jahr.
Im benachbarten Antique wurden im gleichen Zeitraum sechs bestätigte Fälle festgestellt.
2022 hatte die Bicol Region sieben Infektionen gemeldet, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum kein Fall erfasst worden war.
Diese früheren Meldungen zeigen, dass die Krankheit nicht auf Ifugao oder die Cordillera beschränkt ist.
Die Zahl bestätigter Fälle kann außerdem niedriger sein als die tatsächliche Zahl der Infektionen.
Viele Erkrankungen verlaufen ohne erkennbare Symptome. Schwere Fälle können zunächst mit anderen Ursachen einer Gehirnentzündung verwechselt werden.
Eine sichere Bestätigung erfordert eine Laboruntersuchung von Blut oder Nervenwasser.
Die aktuellen Untersuchungen in Ifugao werden gemeinsam vom Gesundheitsministerium, dem Landwirtschaftsministerium und dem Provincial Health Office durchgeführt.
Die Zusammenarbeit beider Ressorts ist notwendig, weil die Krankheit Menschen, Mücken, Tierhaltung und Umweltbedingungen miteinander verbindet.
Die Behörden stellen Mückenfallen auf und untersuchen mögliche Brutplätze in der Nähe der betroffenen Gemeinden.
Dabei soll auch geklärt werden, ob Schweineställe besonders nahe an Wohnhäusern liegen und ob sich dort viele geeignete Mücken vermehren.
Das bedeutet nicht, dass Schweine getötet oder aus den Gemeinden entfernt werden müssen.
Menschen können sich nicht durch Berührung eines Schweins anstecken. Entscheidend ist, den Kontakt zwischen infizierten Tieren, Mücken und Menschen zu unterbrechen.
Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Impfung von Menschen in Gebieten, in denen die Krankheit ein relevantes Gesundheitsproblem darstellt.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die Impfung in gefährdeten Regionen in die regulären Impfprogramme aufzunehmen.
Welche Kinder und Erwachsenen in Ifugao derzeit kostenlos oder kurzfristig geimpft werden können, geht aus der aktuellen Behördenmeldung nicht hervor.
Familien sollten sich deshalb beim örtlichen Gesundheitszentrum oder beim Provincial Health Office nach Verfügbarkeit, Altersgrenzen und möglichen Impfaktionen erkundigen.
Zusätzlich sollte der Schutz vor Mückenstichen verstärkt werden.
Culex-Mücken sind besonders in der Dämmerung, nachts und am frühen Morgen aktiv.
Empfohlen werden lange Kleidung, geeignete Mückenschutzmittel, Moskitonetze und Fliegengitter.
Behälter mit stehendem Wasser sollten regelmäßig geleert oder abgedeckt werden.
Auch verstopfte Abflüsse, Wasseransammlungen, Bewässerungsgräben und schlecht gepflegte Bereiche in der Nähe von Tierhaltungen müssen kontrolliert werden.
Solche Maßnahmen können das Risiko verringern, ersetzen in gefährdeten Gebieten aber nicht die Impfung.
Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass Mückenbekämpfung und Veränderungen in der Landwirtschaft allein die Zahl schwerer Erkrankungen nicht zuverlässig genug senken.
Menschen mit Fieber, starken Kopfschmerzen, Erbrechen, Krampfanfällen, Verwirrtheit oder ungewöhnlich starker Schläfrigkeit sollten unverzüglich medizinisch untersucht werden.
Das gilt besonders für Kinder und für Menschen aus Gemeinden, in denen bereits bestätigte Fälle aufgetreten sind.
Die Behörden in Ifugao sollten zusätzlich veröffentlichen, wie alt die Erkrankten waren, ob sie gegen Japanische Enzephalitis geimpft waren und ob weitere Verdachtsfälle untersucht werden.
Diese Angaben wären wichtig, um zu beurteilen, ob bestehende Impfprogramme ausreichenden Schutz bieten und welche Bevölkerungsgruppen besonders gefährdet sind. – Quelle: Philippine Information Agency, Department of Health, Department of Agriculture, Provincial Health Office Ifugao, Philippine News Agency und Weltgesundheitsorganisation, 2016 bis Juli 2026 / RM







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