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Marcos will Steuerfreibetrag für Arbeitnehmer auf 350.000 Peso erhöhen

MANILA – Präsident Ferdinand Marcos Jr. will Arbeitnehmer mit mittleren Einkommen und kleinere Unternehmen steuerlich entlasten. – klajoo.com – Zu den angekündigten Maßnahmen gehört eine Erhöhung des steuerfreien Jahreseinkommens auf 350.000 Peso.

Nach den derzeit geltenden Regeln des Tax Reform for Acceleration and Inclusion Act fällt auf ein zu versteuerndes Jahreseinkommen bis 250.000 Peso keine Einkommensteuer an.

Würde der Kongress den Vorschlag übernehmen, läge die Grenze künftig 100.000 Peso höher.

Bei einem gleichmäßig gezahlten Einkommen entspräche ein Jahresbetrag von 350.000 Peso etwa 29.167 Peso im Monat. Dabei muss jedoch zwischen Bruttoeinkommen und dem nach zulässigen Abzügen tatsächlich zu versteuernden Einkommen unterschieden werden.

Von der Änderung würden nicht nur Beschäftigte profitieren, die bisher knapp oberhalb der Grenze von 250.000 Peso liegen.

Auch Arbeitnehmer mit höheren Einkommen könnten eine Entlastung erhalten, wenn die gesamten Steuerstufen entsprechend angepasst werden.

Wie groß die tatsächliche Ersparnis ausfällt, lässt sich erst berechnen, wenn ein vollständiger Gesetzentwurf mit neuen Tarifstufen vorliegt.

Eine bloße Anhebung des steuerfreien Grundbetrags sagt noch nicht, ob die anschließenden Steuersätze unverändert bleiben oder ebenfalls verändert werden.

Marcos begründete den Vorstoß mit den Belastungen der Mittelschicht durch wirtschaftliche Krisen und gestiegene Lebenshaltungskosten.

Viele staatliche Hilfsprogramme richten sich vor allem an einkommensschwache Familien. Beschäftigte mit regelmäßigen, aber begrenzten Einkommen erfüllen die Voraussetzungen häufig nicht, tragen jedoch steigende Kosten für Lebensmittel, Strom, Transport, Bildung und Wohnen.

Neben Arbeitnehmern sollen kleine Unternehmen entlastet werden.

Die Regierung kündigte dazu steuerliche Erleichterungen sowie eine mögliche Amnestie für bestimmte noch nicht bezahlte Einkommensteuern an.

Die genaue Reichweite dieser Amnestie ist noch nicht festgelegt. Unklar ist insbesondere, welche Steuerjahre und Steuerpflichtigen erfasst werden, ob nur Strafzuschläge und Zinsen oder auch Teile der ursprünglichen Steuerschuld erlassen werden und wie lange eine Anmeldung möglich wäre.

Davon zu unterscheiden ist ein bereits bestehendes einmaliges Entlastungsprogramm des Bureau of Internal Revenue für sogenannte Micro Taxpayers.

Dieses Programm gilt für bestimmte rückständige Steuerkonten, offene Steuerfestsetzungen und Fälle, in denen vorgeschriebene Erklärungen nicht abgegeben wurden.

Es erfasst Kleinststeuerzahler mit einer grundlegenden Steuerschuld einschließlich bestimmter Zuschläge von höchstens 80.000 Peso. Anträge können nach den bisherigen Angaben bis zum 31. Dezember 2026 beim zuständigen Revenue District Office gestellt werden.

Dieses Verwaltungsprogramm ist nicht automatisch identisch mit der von Marcos angekündigten umfassenderen gesetzlichen Steueramnestie.

Für die Regierung entsteht durch die geplante Entlastung ein Zielkonflikt.

Ein höherer Freibetrag lässt Arbeitnehmern mehr verfügbares Einkommen und kann Konsum sowie kleine Unternehmen unterstützen.

Gleichzeitig sinken zunächst die Einnahmen aus der persönlichen Einkommensteuer. Der Staat muss deshalb berechnen, wie hoch der Einnahmeausfall wäre und ob er durch stärkeren Konsum, bessere Steuerehrlichkeit oder andere Einnahmen ausgeglichen werden kann.

Auch die Inflation spielt eine Rolle. Der bisherige Freibetrag von 250.000 Peso wurde mit der Steuerreform von 2018 eingeführt.

Seitdem sind Löhne und Preise gestiegen. Ohne regelmäßige Anpassung fallen Arbeitnehmer allein durch nominale Lohnerhöhungen in höhere Steuerbereiche, obwohl ihre tatsächliche Kaufkraft möglicherweise kaum zunimmt.

Dieses Phänomen wird als kalte Progression bezeichnet.

Eine Erhöhung auf 350.000 Peso könnte einen Teil dieser Entwicklung ausgleichen. Sie ersetzt jedoch keine regelmäßige Anpassungsregel an die Inflation.

Noch ist die Steuerentlastung nicht beschlossen. Marcos hat den Kongress aufgefordert, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden.

Bis ein endgültiger Gesetzestext beschlossen und in Kraft gesetzt wird, gilt weiterhin der bisherige steuerfreie Grundbetrag von 250.000 Peso. – Quelle: State of the Nation Address von Präsident Ferdinand Marcos Jr. und Philippine Information Agency

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