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Chronische Unterernährung bei Kindern nimmt erstmals seit zehn Jahren wieder zu

MANILA – Die chronische Unterernährung von Kindern unter fünf Jahren hat auf den Philippinen erstmals seit einem Jahrzehnt wieder zugenommen. – klajoo.com – Nach der Ernährungserhebung 2025 des Food and Nutrition Research Institute waren 25,3 Prozent der Kinder im Alter bis 59 Monate von sogenanntem Stunting betroffen.

2023 hatte der Anteil noch bei 23,6 Prozent gelegen.

Damit stieg die Quote innerhalb von zwei Jahren um 1,7 Prozentpunkte. Ungefähr jedes vierte Kind unter fünf Jahren ist für sein Alter zu klein.

Stunting entsteht meist durch länger anhaltende unzureichende Ernährung, wiederholte Infektionen oder eine Kombination aus beidem.

Es handelt sich nicht lediglich um eine Frage der Körpergröße. Chronische Unterernährung kann die Entwicklung des Gehirns, die Lernfähigkeit, das Immunsystem und die spätere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Die ersten 1.000 Tage von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag gelten als besonders entscheidend.

Wird ein Kind in diesem Zeitraum nicht ausreichend ernährt oder leidet wiederholt unter Durchfall und anderen Infektionen, lassen sich die Folgen später häufig nur noch begrenzt ausgleichen.

Der aktuelle Anstieg beendet eine längere Phase schrittweiser Verbesserungen.

2015 waren nach den für die internationalen Nachhaltigkeitsziele verwendeten Daten 33,4 Prozent der Kinder unter fünf Jahren wachstumsverzögert.

2019 lag der Anteil bei 28,8 Prozent.

Bis 2023 sank er weiter auf 23,6 Prozent. Für 2025 meldet die neue Erhebung nun 25,3 Prozent.

Trotz des langfristigen Rückgangs gegenüber 2015 entfernt sich das Land damit wieder von seinem Ziel.

Für 2030 war eine Quote von 24,9 Prozent vorgesehen. Dieser Wert ist bereits jetzt überschritten, obwohl bis zum Zieljahr nur noch wenige Jahre verbleiben.

Die landesweite Durchschnittszahl verdeckt erhebliche regionale Unterschiede.

In CALABARZON stieg die Quote von 18,5 Prozent im Jahr 2023 auf 21,2 Prozent im Jahr 2025.

Gleichzeitig nahm dort der Anteil untergewichtiger Kinder von 11,3 auf 13,9 Prozent zu. Der Anteil der Haushalte mit mäßiger oder schwerer Ernährungsunsicherheit stieg von 19,1 auf 22,6 Prozent.

Andere örtliche Messungen zeigen deutlich bessere Ergebnisse. Bohol meldete 2026 bei seiner lokalen Gewicht- und Größenkontrolle eine Stunting-Quote von 5,24 Prozent.

Solche lokalen Daten sind allerdings nicht direkt mit der nationalen Erhebung vergleichbar. Unterschiede bei Alter, Erfassungsmethode, Teilnahme und Messqualität können die Ergebnisse beeinflussen.

Der nationale Anstieg lässt sich nicht mit einer einzigen Ursache erklären.

Hohe Lebensmittelpreise können dazu führen, dass Familien zwar ausreichend Kalorien kaufen, aber weniger Eiweiß, Gemüse, Obst und andere nährstoffreiche Lebensmittel.

Auch die Ernährung von Schwangeren und stillenden Müttern beeinflusst die Entwicklung der Kinder.

Hinzu kommen sauberes Trinkwasser, Toiletten, Abwasserentsorgung und medizinische Versorgung.

Kinder, die häufig an Durchfall, Parasiten oder Atemwegsinfektionen leiden, können Nährstoffe schlechter aufnehmen und benötigen zugleich mehr Energie für ihre Genesung.

Armut ist ein wichtiger Risikofaktor, aber nicht die einzige Ursache. Fehlendes Wissen über Säuglings- und Kleinkindernährung, sehr frühe Schwangerschaften sowie schwer erreichbare Gesundheitsdienste können ebenfalls beitragen.

Das Department of Social Welfare and Development und das Department of Health wollen ihre Zusammenarbeit im Philippine Multisectoral Nutrition Project verstärken.

Das Programm verbindet Ernährungsberatung und Gesundheitsversorgung mit sozialen Hilfen, sauberem Wasser, sanitären Anlagen und kommunalen Projekten.

Dieser Ansatz ist notwendig, weil reine Essensausgaben das Problem nicht vollständig lösen.

Eine Mahlzeit in einer Betreuungseinrichtung kann akuten Hunger lindern. Chronische Unterernährung beginnt aber häufig bereits während der Schwangerschaft und setzt sich in den ersten Lebensmonaten fort.

Entscheidend ist deshalb, ob Schwangere medizinisch betreut werden, Säuglinge angemessen ernährt werden und Familien dauerhaft Zugang zu gesunden Lebensmitteln und sauberem Wasser besitzen.

Die neuen Zahlen sollten außerdem gegen die großen staatlichen Ernährungsprogramme ausgewertet werden.

Wenn trotz Schulspeisung, Nahrungsergänzung und kommunaler Programme die landesweite Quote wieder steigt, muss geprüft werden, ob die Hilfen zu spät einsetzen, zu wenige Kinder erreichen oder nicht regelmäßig genug stattfinden.

Die Entwicklung ist auch für das Bildungssystem relevant. Kinder mit chronischer Unterernährung beginnen die Schule häufig mit schlechteren Voraussetzungen und benötigen zusätzliche Unterstützung.

Der Anstieg ist damit nicht nur ein Gesundheitsproblem, sondern wirkt sich langfristig auf Bildung, Produktivität und Armut aus. –
Quelle: DOST–Food and Nutrition Research Institute, Department of Social Welfare and Development, Department of Health und Philippine Statistics Authority / RM

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