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Thailändischer Energiekonzern steigt in schwimmendes Solarprojekt am Laguna Lake ein

LUZON – Der thailändische Energiekonzern Gunkul Engineering beteiligt sich an einem groß angelegten schwimmenden Solarprojekt auf dem Laguna Lake südöstlich von Metro Manila. – klajoo.com – Gunkul übernimmt über seine vollständig kontrollierte Tochtergesellschaft Gunkul International Mauritius 40 Prozent der Anteile an der philippinischen Blue Solar Holdings Incorporated.

Die Transaktion wurde nach Angaben des Unternehmens am 7. Juli 2026 abgeschlossen. Der thailändische Konzern will für den Anteilskauf und seine Eigenkapitalbeteiligung höchstens 7,5 Milliarden Baht aufwenden. Das entspricht nach dem bei Bekanntgabe verwendeten Wechselkurs etwa 223 Millionen US-Dollar.

Durch die Beteiligung erhält Gunkul eine anteilige Erzeugungskapazität von 784,1 Megawatt. Diese Zahl entspricht dem auf Gunkul entfallenden Anteil und darf deshalb nicht ohne Weiteres mit der gesamten installierten Leistung aller beteiligten Projekte gleichgesetzt werden.

Die erste Projektphase soll nach den veröffentlichten Angaben spätestens im vierten Quartal 2027 vollständig in den kommerziellen Betrieb gehen.

Für den erzeugten Strom bestehen langfristige Abnahmevereinbarungen über 20 Jahre. Die Projekte wurden im Rahmen des philippinischen Green Energy Auction Program berücksichtigt und erhalten einen festgelegten Tarif.

Gunkul bezeichnet den Einstieg als wichtigen Schritt seiner Expansion in Südostasien. Das Unternehmen will sein Portfolio erneuerbarer Energien deutlich vergrößern und sieht auf den Philippinen einen wachsenden Strombedarf bei gleichzeitig hohen Endkundenpreisen und begrenzten Reserven im Stromsystem.

Der Laguna Lake gilt wegen seiner Nähe zu Metro Manila und den großen Verbrauchszentren auf Luzon als strategisch attraktiver Standort.

Schwimmende Solaranlagen benötigen keine großen zusammenhängenden Landflächen. Die Module werden auf schwimmenden Trägern installiert und über Kabel mit Anlagen am Ufer sowie dem Stromnetz verbunden.

Das kann in dicht besiedelten Regionen ein Vorteil sein, in denen geeignete Grundstücke knapp und teuer sind.

Die Nutzung des Laguna Lake ist allerdings konfliktanfällig. Der größte See der Philippinen dient nicht nur der Energieerzeugung, sondern auch der Fischerei, Aquakultur, Schifffahrt, Wasserwirtschaft und als Lebensgrundlage zahlreicher Ufergemeinden.

Für die weitere Umsetzung ist deshalb entscheidend, welche konkreten Wasserflächen belegt werden und wie viel Raum zwischen den einzelnen Solarfeldern erhalten bleibt.

Zu prüfen sind außerdem Auswirkungen auf Fischfang, Wasserzirkulation, Lichtverhältnisse unter den Modulen, Sauerstoffgehalt und die Bewegungsfreiheit kleiner Boote.

Auch Taifune, starke Winde, Wellengang und schwankende Wasserstände stellen technische Anforderungen an Verankerung, Kabel und schwimmende Konstruktionen.

Die Investitionsentscheidung bedeutet noch nicht, dass sämtliche Anlagen bereits gebaut sind. Sie bestätigt den Einstieg eines finanzstarken ausländischen Partners und verbessert damit die wirtschaftliche Grundlage für die weitere Projektentwicklung.

Vor dem Baubeginn müssen für die einzelnen Projektflächen weiterhin alle erforderlichen Energie-, Umwelt-, Wasser- und Netzgenehmigungen vorliegen.

Das Vorhaben zeigt zugleich, wie stark ausländische Energiekonzerne in den philippinischen Markt für erneuerbare Energien drängen. Der Ausbau soll helfen, alte Kraftwerke zu ersetzen, den wachsenden Strombedarf zu decken und die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu reduzieren. – Quelle: Gunkul Engineering und Stock Exchange of Thailand / RM

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