MANILA – Das philippinische Bildungsministerium beschleunigt die Umsetzung eines neuen Laufbahnsystems für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen. – klajoo.com – Das Expanded Career Progression System erweitert die bisher stark begrenzten Aufstiegsmöglichkeiten.
Lehrkräfte können künftig innerhalb der Unterrichtslaufbahn von Teacher I bis Teacher VII und anschließend bis Master Teacher V aufsteigen.
Sie müssen dafür nicht mehr zwingend aus dem Unterricht in eine Stelle der Schulverwaltung wechseln.
Bislang blieben viele Lehrkräfte über Jahre oder sogar Jahrzehnte auf niedrigen Stellenstufen. Ein Aufstieg hing häufig davon ab, dass an einer Schule eine höher bewertete Stelle frei wurde.
Das neue System ermöglicht eine sogenannte Reclassification. Dabei kann die bestehende Stelle einer Lehrkraft höher eingestuft werden, wenn sie die vorgeschriebenen Qualifikationen und beruflichen Kompetenzen erfüllt.
Damit wird die Beförderung weniger stark von zufällig frei werdenden Stellen abhängig.
Das System unterscheidet zwischen zwei Laufbahnen: einer fachlichen Entwicklung innerhalb des Unterrichts und einer Laufbahn in der Schulverwaltung.
Lehrkräfte können sich dadurch für anspruchsvollere Unterrichts-, Betreuungs- und Fachaufgaben qualifizieren, ohne Schulleiter oder Verwaltungsmitarbeiter werden zu müssen.
Für 2026 stehen nach Angaben des Department of Education 6,1 Milliarden Peso für die Umsetzung zur Verfügung. Das Ministerium will im laufenden Jahr mehr als 100.000 Lehrkräfte und Schulführungskräfte befördern oder ihre Stellen höher einstufen.
Bereits Anfang März waren 5.335 ältere Anträge auf Höherstufung genehmigt worden. Diese Fälle waren noch nach früheren Verfahren bearbeitet worden und hatten sich teilweise über längere Zeit angesammelt.
In mehreren Regionen wurden inzwischen größere Beförderungsrunden abgeschlossen.
In Cebu legten im März 3.325 Lehrkräfte und Schulleiter nach ihrer Beförderung den Amtseid ab. Darunter befanden sich auch 57 langjährig Beschäftigte, die vor ihrer bevorstehenden Pensionierung noch von einer höheren Einstufung profitieren konnten.
Im April folgte in Capiz eine Veranstaltung mit mehr als 8.000 beförderten Lehrkräften und Führungskräften. Weitere größere Gruppen wurden unter anderem in Ilocos, Metro Manila, Central Luzon, Davao, Eastern Visayas und Caraga erfasst.
Einzelne Fälle zeigen, wie groß die bisherigen Verzögerungen waren. Lehrkräfte berichten, dass sie mehr als zehn Jahre auf einer Einstiegs- oder niedrigen Stellenstufe verblieben.
Eine Höherstufung wirkt sich nicht nur auf das aktuelle Gehalt aus. Sie kann auch die späteren Pensionsansprüche und weitere besoldungsabhängige Leistungen erhöhen.
Das neue System garantiert allerdings keine automatische Beförderung. Lehrkräfte müssen weiterhin Anforderungen an Ausbildung, Berufserfahrung, Leistungsbewertungen und nachgewiesene Kompetenzen erfüllen.
Das Bildungsministerium muss zudem sicherstellen, dass die Verfahren in allen Regionen einheitlich angewendet werden.
Bei mehr als 100.000 geplanten Aufstiegen besteht das Risiko unterschiedlicher Bewertungen, überlasteter Personalstellen und neuer Rückstände bei der Bearbeitung.
Entscheidend ist außerdem, ob die bereitgestellten Haushaltsmittel dauerhaft ausreichen. Eine Höherstufung erzeugt nicht nur einmalige, sondern jährlich wiederkehrende höhere Personalkosten.
Das Laufbahnsystem kann dennoch ein strukturelles Problem des philippinischen Schulwesens verringern. Bisher mussten erfahrene Lehrkräfte häufig zwischen einem Verbleib im Unterricht ohne angemessenen Aufstieg und einem Wechsel in die Verwaltung wählen.
Mit den zusätzlichen Stellenstufen soll gute Unterrichtsarbeit stärker als eigenständige berufliche Laufbahn anerkannt werden. – Quelle: Department of Education, DepEd Order Nr. 24 / RM







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