MANILA – Nach dem zweitägigen Streik der Verkehrsgruppe MANIBELA prüft das philippinische Verkehrsministerium neue Entlastungen für Fahrer und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel. – klajoo.com – Im Mittelpunkt stehen ein möglicher Aufschub für Kreditraten moderner Jeepneys und höhere Rabatte beim Kauf von Kraftstoff.
Der amtierende Verkehrsminister Giovanni Lopez kündigte an, sich an die staatlichen Banken Land Bank of the Philippines und Development Bank of the Philippines zu wenden.
Beide Banken finanzieren Fahrzeuge im Rahmen des Public Transport Modernization Program. Die Regierung will prüfen lassen, ob Kreditnehmer ihre Raten vorübergehend aussetzen können.
Noch handelt es sich nicht um ein beschlossenes Moratorium. Die Banken müssen einer solchen Regelung zustimmen und Bedingungen, Dauer sowie Auswirkungen auf Zinsen festlegen.
Für Betreiber moderner Jeepneys können die monatlichen Raten eine erhebliche Belastung darstellen. Steigende Dieselpreise verschärfen das Problem, weil gleichzeitig die laufenden Betriebskosten zunehmen.
Das Department of Transportation und das Land Transportation Franchising and Regulatory Board prüfen außerdem eine Ausweitung des bestehenden Kraftstoffrabatts von zehn Peso je Liter.
Dabei könnte sowohl der Rabatt pro Liter als auch die Zahl der vergünstigten Liter erhöht werden.
Die Regierung bevorzugt nach eigenen Angaben eine gezielte Unterstützung von Fahrern und Betreibern gegenüber einer allgemeinen Fahrpreiserhöhung.
MANIBELA und PISTON hatten zuletzt höhere Einnahmen beziehungsweise eine Anhebung der Mindestfahrpreise gefordert. Nach Angaben des Verkehrsministeriums würden die beantragten Änderungen den Betreibern je nach Fahrzeug zusätzliche Einnahmen von etwa 300 bis 500 Peso pro Tag bringen.
Die Regierung prüft, ob ein vergleichbarer Entlastungseffekt über Kraftstoffrabatte erreicht werden kann, ohne sämtliche Fahrgäste mit höheren Tarifen zu belasten.
Die Vorschläge folgen auf einen zweitägigen MANIBELA-Streik am 22. und 23. Juli. Die Gruppe protestierte gegen hohe Kraftstoffpreise und verlangte stärkere staatliche Unterstützung.
Die tatsächlichen Auswirkungen des Streiks fielen regional unterschiedlich aus. In Teilen von Metro Manila kam es zu Protestaktionen und Einschränkungen auf einzelnen Strecken.
Die Regierung stellte auf sechs wichtigen Verbindungen kostenlose Ersatzfahrten bereit. Eine vollständige öffentliche Auswertung darüber, wie viele Pendler diese Angebote nutzten, lag zunächst nicht vor.
Außerhalb Metro Manilas blieb der Verkehr vielerorts weitgehend normal. Aus Cagayan de Oro wurde beispielsweise berichtet, dass Jeepneys regulär fuhren und keine erkennbare Streikbeteiligung bestand.
Damit lässt sich keine landesweit einheitliche Streikwirkung feststellen. Die von MANIBELA angekündigte nationale Aktion führte offenbar vor allem in Teilen Metro Manilas zu sichtbaren Protesten, während zahlreiche Fahrer in anderen Regionen weiterarbeiteten.
Eine belastbare Gesamtzahl der beteiligten Fahrer oder stillgelegten Fahrzeuge wurde weder von MANIBELA noch von den Behörden veröffentlicht.
Die begrenzte Streikwirkung bedeutet jedoch nicht, dass die zugrunde liegenden Probleme gelöst sind. Hohe Kraftstoffpreise, Kreditraten für moderne Fahrzeuge und umstrittene Vorgaben des Modernisierungsprogramms belasten viele Betreiber weiterhin.
Die jetzt angekündigten Maßnahmen greifen einige dieser Forderungen auf. Sie sind aber noch keine beschlossenen Hilfen.
Bei einem Kreditaufschub muss geklärt werden, ob die ausgesetzten Raten später zusätzlich gezahlt werden müssen und ob während des Moratoriums weiter Zinsen anfallen.
Bei höheren Kraftstoffrabatten sind Finanzierung, Laufzeit, zugelassene Tankstellen und die Zahl der begünstigten Fahrzeuge offen.
Erst nach diesen Entscheidungen lässt sich beurteilen, ob die staatliche Reaktion die Belastungen tatsächlich verringert oder lediglich Zahlungen in die Zukunft verschiebt. – Quelle: Department of Transportation, Land Transportation Franchising and Regulatory Board und Philippine News Agency / RM







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