MANILA – Das philippinische Landwirtschaftsministerium hat sein vorübergehendes Moratorium für die Bearbeitung von Anträgen zur Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen aufgehoben. – klajoo.com – Die Aussetzung galt seit Januar 2026.
Während dieser Zeit wollte das Ministerium die bisherigen Verfahren überprüfen und neue Schutzregeln für produktives Agrarland vorbereiten.
Mit Department Circular Nr. 32 vom 30. Juni wurde die Ausstellung entsprechender Bescheinigungen wieder zugelassen.
Eine solche Bescheinigung des Landwirtschaftsministeriums ist Teil des Verfahrens, wenn Städte oder Gemeinden Agrarland für Wohnungsbau, Industrie, Gewerbe oder andere nichtlandwirtschaftliche Nutzungen neu einstufen wollen.
Die Aufhebung des Moratoriums bedeutet nicht, dass landwirtschaftliche Flächen nun automatisch bebaut werden dürfen.
Zwischen der kommunalen Neueinstufung eines Grundstücks und der endgültigen Genehmigung einer Nutzungsänderung bestehen rechtliche Unterschiede.
Je nach Grundstück, Eigentumsform und Projekt können außerdem das Department of Agrarian Reform, die Umweltbehörden, die National Irrigation Administration und weitere Stellen beteiligt sein.
Das Landwirtschaftsministerium hatte das Moratorium im Januar mit der zunehmenden Umwandlung produktiver Flächen begründet.
Städtewachstum, Straßen, Industriegebiete, Energieprojekte und Wohnsiedlungen erhöhen den Druck auf Agrarland, insbesondere in den wirtschaftlich schnell wachsenden Regionen rund um Metro Manila, Central Luzon und Calabarzon.
Die Regierung steht dabei vor einem Zielkonflikt. Einerseits werden Flächen für Wohnungen, Infrastruktur, Energie und Arbeitsplätze benötigt.
Andererseits gehen durch eine dauerhafte Umwandlung Anbauflächen verloren, die später kaum wieder für die Lebensmittelproduktion verfügbar gemacht werden können.
Besonders schutzwürdig sind bewässerte und bewässerungsfähige Flächen sowie Gebiete, in die der Staat bereits Geld für Kanäle, Straßen oder andere landwirtschaftliche Infrastruktur investiert hat.
Die Agriculture and Fisheries Modernization Act begrenzt die Umwandlung bestimmter Flächen innerhalb strategischer Agrar- und Fischereizonen.
Illegale oder vorzeitig begonnene Umwandlungen können strafrechtliche und finanzielle Folgen haben.
Während des Moratoriums hatte das Landwirtschaftsministerium bereits Ausnahmen zugelassen. Dazu gehörten bestimmte Projekte für erneuerbare Energien und staatlich unterstützten sozialen Wohnungsbau.
Die neue Regelung soll die Verfahren vereinfachen, gleichzeitig aber Schutzvorkehrungen gegen den unnötigen Verlust produktiver Flächen verschärfen.
Wie dieser Ausgleich konkret funktionieren soll, hängt von den neuen Durchführungsregeln ab. Besonders wichtig sind Kriterien zur Bodenqualität, Bewässerung, tatsächlichen landwirtschaftlichen Nutzung und Verfügbarkeit alternativer Standorte.
Ein schnelleres Verfahren kann jahrelange Verzögerungen und unklare Zuständigkeiten verringern. Ohne wirksame Kontrollen könnte es jedoch auch die Umwandlung von Agrarland beschleunigen.
Die bloße Einstufung eines Grundstücks als derzeit ungenutzt bedeutet nicht automatisch, dass es landwirtschaftlich wertlos ist. Flächen können wegen fehlender Bewässerung, hoher Betriebskosten oder ungeklärter Eigentumsverhältnisse zeitweise brachliegen.
Für die Lebensmittelversorgung ist deshalb nicht nur entscheidend, wie viele Hektar umgewidmet werden. Ebenso wichtig sind Lage, Bodenqualität, vorhandene Bewässerung und Bedeutung für regionale Anbaugebiete. – Quelle: Department of Agriculture, Department Circular Nr. 32 / RM







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