MANILA – Das Haushaltsdefizit der philippinischen Zentralregierung ist im ersten Halbjahr 2026 auf 786,8 Milliarden Peso gestiegen. – klajoo.com – Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Fehlbetrag 765,5 Milliarden Peso betragen.
Damit lag das Defizit von Januar bis Juni um 21,3 Milliarden Peso oder 2,8 Prozent über dem Vergleichswert von 2025. Es blieb jedoch geringfügig unter dem staatlichen Halbjahresplan von 788,2 Milliarden Peso.
Ein Haushaltsdefizit entsteht, wenn die Regierung innerhalb eines Zeitraums mehr ausgibt, als sie durch Steuern, Gebühren, Dividenden und andere Einnahmen einnimmt. Die Differenz muss überwiegend durch neue Kredite finanziert werden.
Allein im Juni 2026 betrug das Defizit 264,3 Milliarden Peso. Im Juni 2025 waren es 241,6 Milliarden Peso gewesen. Der monatliche Fehlbetrag nahm damit um 22,7 Milliarden Peso oder 9,4 Prozent zu.
Die staatlichen Einnahmen stiegen im Juni um 2,5 Prozent auf 314,5 Milliarden Peso. Die Steuereinnahmen erhöhten sich um 6,9 Prozent. Gleichzeitig gingen die Einnahmen aus anderen Quellen deutlich zurück.
Zu diesen nichtsteuerlichen Einnahmen gehören unter anderem Dividenden staatseigener Unternehmen, Gebühren, Zinsen und Einnahmen des Bureau of the Treasury. Ihr Rückgang wurde teilweise damit erklärt, dass einzelne Dividenden bereits früher im Jahr an die Regierung überwiesen worden waren.
Die Ausgaben beliefen sich im Juni auf 578,8 Milliarden Peso. Das waren rund 5,3 Prozent mehr als im Juni 2025. Damit wuchsen die Ausgaben stärker als die gesamten Einnahmen.
Für die ersten fünf Monate hatte sich noch ein leicht günstigerer Vergleich ergeben. Von Januar bis Mai 2026 lag das Defizit bei 522,5 Milliarden Peso, nach 523,9 Milliarden Peso im gleichen Zeitraum 2025.
Der Juni kehrte diese Entwicklung um. Durch das höhere Monatsdefizit stieg der Fehlbetrag für das gesamte erste Halbjahr über den Vorjahreswert.
Die Einnahmen des Bureau of Internal Revenue erreichten von Januar bis Juni 1,63 Billionen Peso. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 1,55 Billionen Peso. Die wichtigste Steuerbehörde nahm damit mehr ein als im Vorjahreszeitraum.
Das höhere Defizit bedeutet deshalb nicht, dass die Steuereinnahmen insgesamt eingebrochen sind. Ausschlaggebend war vielmehr, dass die Ausgaben stärker zunahmen und bestimmte nichtsteuerliche Einnahmen niedriger ausfielen.
Der Vergleich mit dem staatlichen Programm zeigt zugleich, dass die Abweichung bislang gering ist. Der tatsächliche Halbjahresfehlbetrag lag um 1,4 Milliarden Peso beziehungsweise 0,17 Prozent unter dem geplanten Wert.
Das Defizit ist nicht mit der gesamten Staatsverschuldung gleichzusetzen. Es beschreibt den neuen Fehlbetrag innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Wird dieser Fehlbetrag durch Kredite finanziert, erhöht er jedoch grundsätzlich den ausstehenden Schuldenstand.
Für die weitere Entwicklung kommt es darauf an, ob die Einnahmen in der zweiten Jahreshälfte mit den Ausgaben Schritt halten. Ebenso wichtig ist, wofür die zusätzlichen Ausgaben verwendet werden und ob daraus langfristige wirtschaftliche oder soziale Wirkungen entstehen. – Quelle: Bureau of the Treasury, Cash Operations Report / RM







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