PALAWAN – In der Gemeinde Aborlan ist das bislang größte Bewässerungsprojekt der Provinz Palawan eröffnet worden. – klajoo.com – Das Ibato-Iraan Small Reservoir Irrigation Project soll 1.072 Hektar Ackerland mit einer verlässlicheren Wasserversorgung ausstatten und 425 Landwirten zugutekommen.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. eröffnete die Anlage am 23. Juli. Nach Angaben der National Irrigation Administration kostete das Projekt 886,12 Millionen Peso.
Das Reservoir liegt im Einzugsgebiet der Barangays Sagpangan, Iraan und Isaub. Es handelt sich nach Regierungsangaben um das erste Bewässerungssystem mit einem Speicherreservoir in Palawan.
Anders als Bewässerungsanlagen, die unmittelbar von der jeweils verfügbaren Wasserführung eines Flusses oder Kanals abhängig sind, kann ein Reservoir Wasser während niederschlagsreicher Zeiten speichern. Dieses Wasser steht später während trockener Perioden zur Verfügung.
Für die Landwirtschaft in Palawan ist dies besonders wichtig, weil unregelmäßige Niederschläge und längere Trockenperioden die Planung von Aussaat und Ernte erschweren. Landwirte können ohne verlässliche Bewässerung häufig nur während der Regenzeit anbauen oder müssen bei ausbleibendem Regen Ernteverluste hinnehmen.
Das neue Projekt soll deshalb eine ganzjährige Wasserversorgung ermöglichen. Dadurch könnten zusätzliche Anbauzyklen, stabilere Erträge und eine breitere Nutzung der Flächen möglich werden.
Im Mittelpunkt steht der Reisanbau. Palay, also ungeschälter Reis direkt nach der Ernte, benötigt während wesentlicher Wachstumsphasen eine ausreichende Wasserversorgung. Daneben kann das System den Anbau von Gemüse und anderen höherwertigen Nutzpflanzen erleichtern.
Die Regierung begründet den Ausbau von Speicherbewässerung auch mit zunehmenden Klimarisiken. Für die Philippinen wird erneut mit einer möglichen starken El-Niño-Phase gerechnet. El Niño kann in verschiedenen Landesteilen unterdurchschnittliche Niederschläge, Wasserknappheit und Ernteausfälle verursachen.
Bereits 2024 hatte die Regierung gemeldet, dass der Dammteil des Projekts zu 95 Prozent fertiggestellt sei. Die Eröffnung im Juli 2026 markiert damit den Abschluss eines Vorhabens, das über mehrere Jahre gebaut wurde.
Entscheidend ist nun, ob das Wasser tatsächlich zuverlässig bis zu allen vorgesehenen Flächen gelangt. Neben dem Reservoir selbst müssen Kanäle, Verteiler, Zufahrten und Wartungssysteme funktionieren.
Auch die Verteilung des Wassers muss zwischen den angeschlossenen Betrieben geregelt werden. Die Ibato-Iraan Farmers Irrigators Association soll dabei eine wichtige Rolle übernehmen.
Ein Bewässerungsprojekt steigert die Produktion nicht automatisch. Landwirte benötigen weiterhin Saatgut, Dünger, Maschinen, Kredite, Beratung, Absatzmöglichkeiten und Schutz vor stark schwankenden Erzeugerpreisen.
Die Wirkung des Projekts sollte deshalb später nicht nur an der bewässerten Fläche gemessen werden. Wichtige Kriterien sind zusätzliche Ernten, tatsächliche Produktionssteigerungen, Einkommen der Landwirte, Wartungskosten und die langfristige Verfügbarkeit des gespeicherten Wassers. – Quelle: Philippine News Agency und National Irrigation Administration / RM







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