MANILA – Die Philippine Coconut Authority fordert einen Mechanismus, der starke Preisschwankungen bei Copra begrenzen und die Einkommen von Kokosbauern stabilisieren soll. – klajoo.com – Copra ist das getrocknete Fruchtfleisch der Kokosnuss.
Es wird in Ölmühlen zu Kokosöl verarbeitet und ist eine der wichtigsten Einkommensquellen für Millionen Menschen in ländlichen Regionen.
Der Preis schwankt abhängig von Weltmarktpreisen, Nachfrage nach Kokosöl, Wechselkursen, Erntemengen und der Konkurrenz anderer Pflanzenöle.
Auch regionale Händler, Transportkosten, Feuchtigkeit und Qualität der Copra beeinflussen den tatsächlichen Ankaufspreis.
Viele Kleinbauern verkaufen nur geringe Mengen und haben kaum Möglichkeiten, mehrere Angebote zu vergleichen. Sie sind deshalb häufig von einzelnen lokalen Händlern abhängig.
Steigt der Weltmarktpreis, kommt der höhere Erlös nicht immer vollständig bei den Bauern an. Fällt der Preis, werden die Verluste dagegen oft schnell weitergegeben.
Die Philippine Coconut Authority prüft deshalb Möglichkeiten, den Markt transparenter zu machen und extreme Preisbewegungen abzufedern.
Noch ist offen, ob daraus ein verbindlicher Mindestpreis, eine Preisempfehlung, staatlicher Aufkauf oder ein Stabilisierungsfonds entstehen soll.
Ein fester Mindestpreis könnte Bauern schützen, wenn Marktpreise stark fallen. Er setzt jedoch voraus, dass der Staat oder ein anderer Käufer die Ware tatsächlich zum garantierten Preis abnimmt.
Ohne ausreichende Finanzierung könnten Händler den Ankauf einstellen oder Copra aus anderen Regionen beziehen.
Ein staatlicher Aufkauf könnte ähnlich wie bei Reis funktionieren. Die National Food Authority kauft Palay – also ungeschälten Reis direkt nach der Ernte – von Bauern und erhöht in Krisenzeiten ihren Ankaufspreis, um den Markt zu stabilisieren.
Im Mai 2026 wurde der Ankaufspreis für trockenes Palay in besonders betroffenen Gebieten auf bis zu 30 Peso je Kilogramm angehoben.
Für Reis bestehen außerdem staatliche Vorräte, Importsteuerung und zeitweise Preisobergrenzen im Einzelhandel.
Bei Zucker greift die Regierung über die Sugar Regulatory Administration in Importmengen, Freigaben und Vermarktung ein. Das Ziel ist, Versorgung und Erzeugerpreise auszubalancieren.
Bei Mais gibt es ebenfalls staatliche Beschaffung und Unterstützungsprogramme, allerdings keinen flächendeckenden dauerhaft garantierten Preis für sämtliche Erzeuger.
Für Grundnahrungsmittel kann die Regierung nach dem Price Act Preisobergrenzen oder Preisstopps verhängen, etwa bei Katastrophen oder außergewöhnlichen Versorgungslagen.
Solche Verbraucherpreisregeln sind jedoch nicht dasselbe wie ein Mindestpreis für Produzenten.
Bei Copra existiert bislang kein mit der NFA vergleichbares großes staatliches Aufkaufs- und Lagersystem.
Eine Möglichkeit wäre ein Referenzpreis, der regelmäßig anhand des Weltmarktpreises für Kokosöl, Verarbeitungskosten und eines festgelegten Bauernanteils berechnet wird.
Damit könnten Bauern besser erkennen, ob lokale Händler ungewöhnlich niedrige Preise bieten.
Digitale Preisveröffentlichungen und regionale Sammelstellen könnten den Wettbewerb zwischen Käufern erhöhen.
Auch Genossenschaften können helfen. Wenn Bauern ihre Copra gemeinsam trocknen, lagern und verkaufen, können sie größere Mengen anbieten und bessere Preise aushandeln.
Langfristig ist die reine Preisstützung jedoch nicht ausreichend. Copra ist ein relativ gering verarbeitetes Produkt und bringt Bauern weniger ein als höherwertige Kokosprodukte.
Zusätzliche Einnahmen können aus nativem Kokosöl, Kokoswasser, Zucker aus Kokosblüten, Fasern, Holzkohle und anderen Produkten entstehen.
Gemeinsame Trocknungsanlagen könnten zudem die Qualität verbessern. Feuchte oder verunreinigte Copra erzielt niedrigere Preise und kann problematische Schimmelstoffe entwickeln.
Ein funktionierender Mechanismus müsste deshalb Preisstabilität, Qualität, Verarbeitung und Marktzugang miteinander verbinden. – Quelle: Philippine Coconut Authority; Department of Agriculture; Philippine Daily Inquirer / RM







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