MANILA – Australien will der Philippine Coast Guard Drohnentechnik und dazugehörige Ausbildung im Wert von mindestens 413 Millionen Peso bereitstellen. – klajoo.com – Die Unterstützung soll der Küstenwache helfen, größere Seegebiete zu überwachen, Notfälle schneller zu erkennen und Vorfälle in der West Philippine Sea besser zu dokumentieren.
Drohnen können von Schiffen, Küstenstationen oder mobilen Einheiten eingesetzt werden. Sie ermöglichen einen Blick weit über den unmittelbaren Sichtbereich einer Besatzung hinaus.
Je nach Ausstattung können sie hochauflösende Kameras, Wärmebildtechnik, automatische Schiffsidentifikation und weitere Sensoren tragen.
Bei Such- und Rettungseinsätzen können Drohnen nach Schiffbrüchigen, Rettungsinseln oder beschädigten Booten suchen, bevor größere Schiffe den Einsatzort erreichen.
Bei Umweltvorfällen lassen sich Ölspuren, illegale Abfallentsorgung oder Schäden an Korallenriffen dokumentieren.
Auch beim Fischereischutz können Drohnen helfen, verdächtige Schiffe zu lokalisieren und Beweismaterial für spätere Kontrollen zu sammeln.
In der West Philippine Sea haben sie zusätzlich eine sicherheitspolitische Bedeutung. Die Philippine Coast Guard kann chinesische Küstenwachenschiffe und mutmaßliche maritime Milizschiffe beobachten, ohne jedes Ziel unmittelbar mit einem eigenen Schiff anfahren zu müssen.
Die Drohnen ersetzen jedoch keine Patrouillenschiffe. Ihre Reichweite, Flugzeit und Einsatzfähigkeit hängen von Wetter, Kommunikation und Startmöglichkeiten ab.
Auch Störungen von Navigations- oder Funksignalen können den Betrieb beeinträchtigen.
Die australische Unterstützung ist keine völlig neue Zusammenarbeit. Australien und die Philippinen kooperieren seit Jahren in maritimer Sicherheit, Verteidigung, Grenzschutz und Katastrophenhilfe.
Australische Stellen unterstützten bereits Ausbildungsmaßnahmen für philippinische maritime Behörden und gemeinsame Übungen zu Such- und Rettungseinsätzen, Überwachung und Lagebildern.
Philippinische und australische Schiffe und Flugzeuge nahmen zudem an gemeinsamen beziehungsweise multilateralen maritimen Aktivitäten teil.
Australien gehört neben Japan und den Vereinigten Staaten zu den Staaten, die den Ausbau philippinischer maritimer Fähigkeiten unterstützen.
Neu an der aktuellen Ankündigung sind vor allem der konkrete Umfang von mindestens 413 Millionen Peso und der Schwerpunkt auf moderner Drohnentechnik einschließlich Bedienerausbildung.
Die Ausbildung ist entscheidend. Ohne geschulte Piloten, Wartungspersonal, Datenanalysten und klare Einsatzregeln wären selbst moderne Systeme nur begrenzt nutzbar.
Die PCG muss außerdem festlegen, wie Bild- und Sensordaten gespeichert, ausgewertet und rechtssicher verwendet werden.
Für Strafverfahren gegen illegale Fischerei oder Umweltdelikte müssen Aufnahmen nachvollziehbar gesichert werden.
Bei sicherheitspolitischen Vorfällen kann Videomaterial internationale Bedeutung erhalten. Die Philippinen nutzen Aufnahmen zunehmend, um chinesische Manöver öffentlich zu dokumentieren.
Australien stärkt damit nicht nur die technische Reichweite der Küstenwache, sondern auch ihre Fähigkeit, Vorgänge nachvollziehbar zu belegen.
Die genaue Zahl und Art der Drohnen wurde zunächst nicht vollständig veröffentlicht. Deshalb bleibt offen, welche Reichweiten und Einsatzprofile tatsächlich vorgesehen sind. – Quelle: Regierung Australiens; Philippine Coast Guard; Philippine News Agency / RM







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