MANILA – Die Philippine Coast Guard hat vor Hawaii gemeinsam mit der United States Coast Guard und der mexikanischen Marine maritime Sicherheitsoperationen trainiert. – klajoo.com – Die Übungen fanden im Umfeld der multinationalen Marineübung Rim of the Pacific, kurz RIMPAC, statt.
RIMPAC gehört zu den weltweit größten internationalen Seemanövern und wird regelmäßig von den Vereinigten Staaten vor Hawaii organisiert.
Bei den Übungen ging es unter anderem um Kommunikation, koordinierte Schiffsbewegungen, maritime Überwachung sowie mögliche Kontroll- und Rettungseinsätze.
Küstenwachen unterscheiden sich in ihren Aufgaben von klassischen Seestreitkräften. Während Marinen vor allem militärische Verteidigungs- und Kampfeinsätze durchführen, konzentrieren sich Küstenwachen auf Seesicherheit, Strafverfolgung, Fischereischutz, Umweltkontrolle und Such- und Rettungsoperationen.
In der West Philippine Sea überschneiden sich diese Bereiche zunehmend. Chinesische Ansprüche werden häufig nicht nur durch Kriegsschiffe, sondern durch die China Coast Guard und staatlich unterstützte maritime Milizen durchgesetzt.
Die Philippinen bauen deshalb die Fähigkeiten ihrer Küstenwache aus und trainieren verstärkt mit ausländischen Partnern.
Die aktuelle Übung ist nicht der erste internationale Einsatz dieser Art. Die Philippine Coast Guard führt seit Jahren gemeinsame Aktivitäten mit der US Coast Guard durch.
Dazu gehören Schiffsbesuche, Trainings zur Durchsuchung verdächtiger Schiffe, Such- und Rettungsübungen, Umweltschutz sowie Lehrgänge für philippinische Besatzungen.
Im Juni 2026 nahm die Philippine Coast Guard außerdem an einer sechstägigen maritimen Kooperationsübung mit philippinischen und amerikanischen Streitkräften in der West Philippine Sea teil.
Beteiligt waren unter anderem die philippinischen Küstenwachschiffe BRP Melchora Aquino und BRP Sindangan sowie die amerikanischen USCGC Charles Moulthrope und USCGC Emlen Tunnell.
Trainiert wurden Such- und Rettungsoperationen, das Anhalten und Durchsuchen von Schiffen, Kommunikation, taktische Formationen und weitere maritime Verfahren.
Auch mit Japan arbeitet die Philippine Coast Guard eng zusammen. Japan liefert Patrouillenschiffe, unterstützt Ausbildung und führt gemeinsame Übungen zur Seesicherheit durch.
Mit Australien wurden ebenfalls Such- und Rettungsoperationen, maritime Lagebilder und Zusammenarbeit bei Grenz- und Fischereischutz trainiert.
Darüber hinaus gab es trilaterale und multilaterale Übungen mit Küstenwachen und maritimen Behörden aus Japan, den Vereinigten Staaten, Australien und südostasiatischen Staaten.
Die Zusammenarbeit mit Mexiko ist für die Philippinen seltener. Sie erweitert den Austausch über die unmittelbaren asiatisch-pazifischen Partner hinaus.
Mexiko verfügt über Erfahrungen bei Küstenschutz, Drogenbekämpfung, Hafenüberwachung und Such- und Rettungsoperationen. Solche Fähigkeiten sind auch für die Philippinen relevant.
Internationale Übungen verbessern nicht nur taktische Abläufe. Sie schaffen gemeinsame Funkverfahren, Standards und persönliche Kontakte, die bei realen Seenotfällen oder internationalen Einsätzen wichtig werden können.
Für Manila ist zudem die politische Signalwirkung bedeutsam. Die Philippine Coast Guard wird zunehmend als zentraler Akteur bei der Verteidigung philippinischer Rechte eingesetzt, ohne jeden Zwischenfall sofort zu einer militärischen Konfrontation zu machen. – Quelle: Philippine Coast Guard; Armed Forces of the Philippines; Philippine Star / RM







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